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M u t t e r s . A g e n d a - Bd 4 - 27. März 1963
27. März 1963
(Manchmal entwich Mutter ein Aufschrei:)
I am fed up! [Ich habe es satt!]
(langes Schweigen)
Vor einiger Zeit erzählte ich dir eine Erfahrung, in der ich erkannte, daß jedesmal, wenn eine göttliche Manifestation stattfand (was man einen Avatar nennt), es immer unter einem bestimmten "Blickwinkel des Suchens" geschah, das heißt, ein bestimmtes intensives BEDÜRFNIS drängt die Menschen auf dem Weg der Evolution zum Ziel und zur Transformation. Jeder sah es unter seinem besonderen Blickwinkel im Glauben, dies sei das Ziel [[Siehe Agenda vom 27. November 1962, Band 3, Seite 417.]]. Damals erkannte ich, daß die vedisc
29. Juni 1963
(Mutter betrachtet eine Sammlung früherer
Entretiens und stößt zufällig auf folgende Frage, die sie sogleich beantwortet:)
"Warum ist das Universum kein Ort vollkommener Glückseligkeit?" [[Entretien vom 18. Juli 1956.]]
Weil es fortschreitend ist. Es gibt keinen anderen Grund.
***
(Dann spricht Mutter über den neuen Papst, Paul VI., der vor wenigen Tagen gewählt wurde:)
Sri Aurobindo scheint an der Nachfolge des Papstes interessiert zu sein... Vor zwei Nächten (nicht nachts: um vier Uhr morgens) war ich nämlich mit ihm zusammen - ich blieb eine halbe Stunde bei ihm (eine
11. Dezember 1963
In der Nacht zwischen dem 8. und 9. fand ein schrecklicher Kampf im Unterbewußtsein statt, oh!... Es war wie eine Wiederholung des Angriffs gegen mich, als du in Rameshwaram warst (das ist schon lange her [[Im Jahre 1958.]]). Damals sagte X, der Angriff sei von einem Tantriker ausgegangen, der eine Formation heraufbeschworen hatte (es geschah genau am 9. Dezember, ich wurde sehr krank und verließ mein Zimmer nicht mehr). Diesmal war es ein Angriff derselben Art. Ich weiß nicht, ob er von derselben... ich kann nicht sagen "Person", aber von derselben Kraftquelle stammt. Jedenfalls war es sehr heftig, nachts. Sogar
3. Mai 1963
Hat X mit dir über die Weltereignisse, über den Krieg gesprochen?
Er sagte, was er immer sagt: daß es Krieg geben werde. Dies sei gewiß.
Der Krieg ist immer da!
Gibt es Neuigkeiten auf dem Gebiet?
Weißt du, ich lebe von Tag zu Tag. Nur der Eindruck, daß "es" sehr schnell vorangeht. "Es" umfaßt eine Vielzahl von Dingen.
Eigentlich läßt sich nur sehr schwer darüber sprechen.
Es ist eher die Wahrnehmung einer irdischen Bewegung als sonst etwas. Die Details sind an und für sich nicht von Bedeutung, aber sie sind "symptomatisch" für das Ganze. Das bedeutet, daß die Schwierigkeiten, die Hinde
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 4 - 19. März 1963
19. März 1963
(Nach einer Meditation mit Mutter:)
Bist du dir des Übergangs von einem Zustand in den anderen bewußt, wenn du meditierst?... Nicht?
Am Anfang besteht nämlich diese Schwingung mit all den Farben, wobei jedoch das Blau deutlich vorherrscht (die Farbe, die ich als "tantrische Macht in der Materie" bezeichne), dies stellt sich bei dir sehr schnell ein, wie ein normaler Konzentrationszustand. Danach ist es, als ob du dich zurückziehst oder in einer großen Unendlichkeit aus einem sehr ruhigen silbrigen Weiß entfaltest - sehr ruhig und sehr einheitlich, wie eine Art Rückzug vom äußeren Leben und ein Entfalten in diesem Z
25. Mai 1963
(Bezüglich eines Briefes an Satprem von einem persönlichen Freund beim Verlag Seuil, worin ihm die Ablehnung des zweiten Manuskripts über Sri Aurobindo, Das Abenteuer des Bewußtseins, mitgeteilt wird: "Ich weiß nicht, ob P.A.L. es gelesen hat, wir haben noch nicht darüber gesprochen, aber schon bei den ersten Seiten spürte ich, daß dieses Manuskript nie bei Seuil herausgegeben werden wird. Es hat Mängel, Schwerfälligkeiten, aber das ist nicht der eigentliche Grund für seine Ablehnung...")
Gut! (Lachen) Warten wir ab, was sie sagen. Ich habe keinen Moment lang geglaubt, daß diese Leute es veröffentlichen würden - andere
26. Juni 1963 b
(Ein Brief von Sujata an
Mutter)
Mittwoch
Kleine Mutter,
Heute nachmittag hatte ich einen Traum. Ich erzählte ihn Satprem, der mir riet,
ihn Dir schriftlich mitzuteilen:
Ich befand mich auf den Stufen einer Treppe, die der zum Meditationsraum
hinaufführenden Treppe glich. Zwei junge Mädchen des Aschrams im Alter von 16
oder 17 Jahren warteten dort. Sie wollten hinaufgehen, um "Mutter" zu besuchen.
Als ich das hörte, überkam mich das Gefühl einer großen Gefahr. Denn ich WUSSTE,
daß Du nicht da warst. Ich begann, den beiden Mädchen, die ich übrigens kannte
(vor allem das eine), Anweisungen zu gebe
29. Mai 1963
Ich hätte gern eine Klärung eines Abschnitts aus einem vergangenen Gespräch (vom 3. Mai), wo du folgendes sagtest: "Etwas versucht, die Aufmerksamkeit und die Konzentration der anderen immer weniger auf sich zu lenken..." Und du fügst hinzu: "Das heißt, die Bedeutung des Vermittlers zu verringern, der notwendig ist, um die Kräfte und die Gedanken zu verbreiten..." Was verstehst du darunter? Meinst du deine "Rolle als Vermittlerin" für die Verteilung der Kräfte? Du willst diese Rolle einschränken - ziehst du dich zurück?
Das ist keine "Rolle"! Die Rolle ist eine Tatsache, eine unvermeidliche Tatsache, völlig unabhängig
14. Januar 1963
Bringst du mir eine Frage zu den Aphorismen?
Da gibt es nicht viele Fragen zu stellen.
Ich bin auf die Frage angewiesen, um die Bewegung auszulösen, denn im Moment geschieht nichts.
Immer mehr ist es so: Wenn es Zeit ist zu handeln, weiß ich, was ich tun muß, wenn es Zeit ist zu sprechen, weiß ich, was ich sagen muß. Ich bemühe mich nicht. Ein oder zweimal versuchte ich es sogar, um zu sehen: völlig nutzlos - nichts kommt. Und wenn es dann kommen soll, fließt es wie aus einem Wasserhahn - keine Anstrengung, nichts zu tun, es kommt ganz allein.
Im Augenblick: nichts.
Lies mir den Aphorism
17. August 1963
(Mutter bereitet einen Aphorismus für das nächste Bulletin vor)
Welchen Aphorismus nehmen wir als nächsten?
Es geht um die "Entsagung".
Dazu habe ich bereits etwas gesagt: die Annahme und der Kampf - beides.
Was sagt er über die Entsagung?
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Jede Entsagung hat eine größere, noch nicht eroberte Freude zum Ziel. Einige entsagen um der Freude der Pflichterfüllung, andere um der Freude des Friedens, wieder andere um der Freude Gottes und manche um der Freude der Selbstkasteiung willen - entsage lieber, um jenseits davon zur Freiheit und ungetrübten Verzückung zu gela