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13. Dezember 1971
(Eine Notiz von Mutter:)
Die Mitteilungen des Psychischen kommen nicht in mentaler Form. Es sind weder Ideen noch Gedankengänge. Sie haben ihren eigenen Charakter, klar unterschieden vom Mental, etwas wie ein Gefühl, das sich selbst versteht und handelt.
Das Psychische ist seiner Natur nach ruhig, gelassen und leuchtend, verständnisvoll und großzügig, weit und fortschrittlich, ständig bemüht um Verständnis und Fortschritt.
Das Mental beschreibt und erklärt.
Das Psychische sieht und versteht.
@
14. September 1971
(Ein Besuch Sujatas bei Mutter. Am Vortag war Sujata zu den "Casanova"-Gärten in der Nähe von Pondicherry gefahren, um die Gräber Pavitras und Amritas zu besuchen.)
(Sujata:) Gestern besuchte ich Casanova.
Ach, warum?
Um Amrita und Pavitra zu besuchen ... Weißt du, seit zwei Jahren wurde nichts getan, nicht die geringste Arbeit, um die Gräber zu schmücken.
Wie sieht es denn aus?
Sie waren mit "Sri Aurobindos Mitgefühl" bedeckt, und am Kopfende war ein etwas brüchiger Topf mit "Neue Schöpfung" und bei den Füßen "Hingabe" [[Potulaca, Tuberose, und Basilikum. ]] , bei beiden ... Das fand ich gut, aber
23. Juni 1971
(Mutter hört sich die Lektüre verschiedener Briefe Sri Aurobindos für das nächste Bulletin an und hält bei diesem inne:)
Dein Vital scheint die ganze Zeit ein "Feilschen" oder die Haltung einer "Kantine" in diesen Angelegenheiten beibehalten zu haben. Man gibt irgendwelche Waren, die man Hingebung oder Ehrerbietung nennt, und im Gegenzug ist Mutter verpflichtet, alle Forderungen und spirituellen, mentalen, vitalen und physischen Wünsche zu befriedigen, und wenn sie ihrer Aufgabe nicht nachkommt, hat sie den Vertrag gebrochen - der Ashram als eine Art Gemeinschaftshotel oder eine Kantine, und Mutter als Hotel- oder Kantinenlei
M u t t e r s . A g e n d a . Bd 12 - 10. März 1971
10. März 1971
(Satprem liest Mutter einen unveröffentlichten
Brief Sri Aurobindos vor:)
Ein äußerst fruchtbares Abenteuer
Ebenso wie es eine Kategorie von Tatsachen gibt, zu denen unsere Sinne die besten vorhandenen, wenn auch sehr unvollkommenen Führer sind, und eine Kategorie von Wahrheiten, die wir durch das wache aber noch unvollkommene Licht unseres Verstandes suchen, so gibt es laut den Mystikern eine subtilere Kategorie von Wahrheiten, die über die Reichweite der Sinne wie auch des Verstandes hinausgehen, aber die durch ein unmittelbares inneres Wissen und eine unmittelbare Erfahrung bestätigt werden können. Diese Wahrheit
M u t t e r s . A g e n d a . Bd 12 - 1. März 1971
1. März 1971
(Notiz von Mutter)
Es gibt eine Höchste Gottheit,
Zeuge all unserer Handlungen,
und der Tag der Konsequenzen wird bald kommen.
@
17. November 1971
Ich wollte dir etwas sagen, aber ... ich erinnere mich nicht mehr.
Etwas aus deiner Erfahrung?
Ja, so ähnlich.
Seltsamerweise hat sich meine ganze Sichtweise der Dinge geändert... Aber es gab sehr bedeutsame Erfahrungen, eine Änderung ... Ich erinnere mich, als ich das feststellte, dachte ich: "Ach, das würde Satprem interessieren." Und dann, vergessen.
So vollkommen verändert ...
(langes Schweigen)
Ich weiß nicht, ob du das gehört hast. Ein Schüler in Deutschland sah eines Tages einen blinden Bettler auf der Straße (weißt du, manchmal hängen sie sich ein Schild auf die Brust). Er hatte auf dem Schild auf deu
17. April 1971
A sagte mir, daß ihm dein Buch sehr gut gefalle [[La Genèse du Surhomme. ]] .
Ach, gut!
Ja ... Ich freute mich für ihn! (Lachen)
Aber weißt du, den ersten anfänglichen Reaktionen nach verursacht das Buch eine Art Spaltung.
Ach, ja?
Ja, wie ein Schisma.
Wieso?
Es scheint, daß eine ganze Gruppe junger, offener und enthusiastischer Leute die neue Möglichkeit darin sieht, während eine andere "Schule", die viel Tapasya [spirituelle Disziplin] geleistet hat und sehr an die Tugenden aller möglichen Disziplinen glaubt, erklärt: "Aber nein, das kann nicht so sein!"
Ach!
Leute, die an die Tugenden der M
24. Juli 1971
Es ist noch nicht vorüber (Geste von Reibereien) ... Und du?
Ich weiß nicht, liebe Mutter.
Wie geht es dir?
Ich weiß nicht ... es geht.
(Mutter lacht)
Du weißt es sicher besser als ich.
Ich sage dir: Wir sind nicht mehr hier und noch nicht da ... Das ist eben idiotisch. Der Körper wird immer bewußter; so ist er sich der alten Gewohnheiten bewußt, die einen zurückziehen, und er ist sich der neuen Möglichkeiten bewußt, die da sind, die wollen ... Es gibt nur eine Bewegung zu tun, die des Festhaltens, und so ... ginge alles gut, auf WUNDERBARE Weise gut. Und die alte Sache ist wie eine alte einstürzende Mauer. Ein
26. Mai 1971
(Mutter hatte M, einen jungen indischen Mathematikprofessor an der Schule, gebeten, die englische Übersetzung von La Genèse zu lesen und ihr seine Meinung mitzuteilen.)
Nun?
(M:) Meine erste Reaktion war so: Ich fand das Buch sehr poetisch, sehr schön - das Französische.
Es ist gut, ja.
Ja, das Englische erschien mir weniger poetisch. Es ist eine Übersetzung, aber es machte auf mich nicht denselben Eindruck wie das Französische.
Was sollen wir denn jetzt tun? Eine andere Übersetzung?
Ich weiß nicht, Mutter, ich kann es nicht sagen. Ich weiß nicht, ob es eine gute oder eine schlechte Übersetzung ist, aber al
30. Januar 1971
(Mutter geht es erneut nicht gut.
Sie empfängt uns mit einer Stunde Verspätung.
Zunächst empfängt sie Satprems Mutter für ein paar Minuten.)
Wie finden Sie ihn?
(Satprems Mutter, wie ein bretonischer Felsen:) Gut.
Er hat ein wunderbares Buch geschrieben. Ich zähle auf das Buch, um die Welt zu revolutionieren ... Sie können stolz auf Ihren Sohn sein.
(Satprems Mutter lächelt und verläßt das Zimmer)
Hast du das Buch mitgebracht?
Willst du, daß ich dir heute morgen vorlese?
Ja, genau darauf warte ich!
Bist du nicht zu müde?
Oh, das ermüdet mich nicht. Von da kommt die Ermüdung nicht.
Was