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17. Dezember 1969
Ich hatte eine Offenbarung.
Ach?
Das war sehr interessant. Ich war ganz still, da kam plötzlich etwas, und wie immer insistierte es, bis ich es niederschrieb.
Es kam infolge einer Frage: "Was ist der Tod?" ... Aber die Antwort liegt überhaupt nicht auf der gewöhnlichen Ebene, d.h. das Mental blieb vollkommen still.
Es kam direkt, zwingend (Mutter liest):
Der Tod ist die Dezentralisierung
des in den Zellen des Körpers
enthaltenen Bewusstseins.
Mit einer ganzen Welt gleichzeitiger Wahrnehmungen (Mutter macht eine Geste um ihren Kopf herum), wie ein allgemeines irdisches
Bewusstsein mit Beispielen, die
24. Mai 1969
Es ist schwierig ... Die Engländer würden sagen: it's not a joke [es ist kein Spaß] ... alles, alles gerät aus den Fugen, alles ist gestört.
Man sieht zwar,
dass diese Desorganisation zu einer höheren Organisation HINFÜHRT, d.h. zu einer Erweiterung, einer Befreiung - das stimmt schon ... Aber ... nichts verläuft mehr auf gewöhnliche Weise. Der Körper kann nicht mehr essen und ... Einen gewöhnlichen Schlaf hat er schon lange nicht mehr (ich bedaure es nicht), aber mit absolut allem geht es jetzt so (Geste eines Umsturzes).
(langes Schweigen)
Das ist ein sehr sonderbares Gefühl: keine einzige Beziehung ist mehr so wie früher. Nichts: weder die Beziehung des Kör
7. Mai 1969
(Mutter bleibt lange in Meditation)
Dieses
Bewusstsein beginnt im Vital der Leute zu arbeiten. Hast du es bemerkt? Da gewisse Leute große vitale Schwierigkeiten hatten, begann es daran zu arbeiten. Das ist für mich völlig unerwartet. Hast du es nicht bemerkt?
Ich habe den Eindruck einer größeren Leichtigkeit, die Schwierigkeiten sind weniger heftig - man kann sie besser meistern, wenn du so willst. Diesen Eindruck habe ich.
(Mutter nickt, Schweigen)
Es scheint mich auch dazu drängen zu wollen, mich mit Politik zu befassen, und das ist mir lästig. Aber wenn der Augenblick dazu gekommen ist ...
Ich habe den Eindruck,
dass es, genauso wie es die R
6. August 1969
(Nach der Besprechung verschiedener Probleme bei der Druckerei fragt Mutter plötzlich:)
Ich wollte dich ein materielles Detail fragen: Hast du genug Käse für eine Woche?
Ja
gewiss, liebe Mutter!
Sicher? ... Denn Käse tut dir gut. Wenn du gern mehr hättest, nichts ist leichter ...
(Mutter mustert Satprems Gesicht)
Ach! Also ja. (Sich an Sujata wendend:) Geh doch bitte und hol noch eine Dose!
Du denkst an alles.
Weißt du, ich "denke" nicht, aber die Dinge kommen so (Geste wie auf einem Schirm). Plötzlich sehe ich etwas, es
muss also wahr sein - es ist nicht meine Einbildung.
Obwohl es nicht in meinem
Bewusstsein is
15. Januar 1969
(Nach dem Besuch eines "Acharya" oder Meisters der Jain-Sekte, der Mutter mit einer Gruppe seiner Schüler besuchte)
Er versuchte mit allen Mitteln, mich zum Sprechen zu bringen. - Ich weigerte mich. Aber diese Leute, die sich den Mund verdecken, hatte ich noch nie gesehen [[Die Jain-Mönche binden sich ein Tuch vor den Mund, um keine Insekten zu verschlucken, weil sie nicht einmal den geringsten Lebewesen Leid zufügen möchten.]] - es hindert sie jedenfalls nicht am Reden.
Angeblich sagte er gestern (er kam gestern an), er habe seine Sadhana noch nicht begonnen, er unternehme jetzt eine Reise durch Indien und werde seine Sadhana danach aufnehmen ... Er bat mich
20. Dezember 1969
(Mutter gibt Satprem eine Champak-Blume)
Weißt du, was das ist?... Es ist die "Göttliche psychologische Vollkommenheit". Jemand fragte mich: "Was bedeutet "Göttliche psychologische Vollkommenheit"?" - Ein Lächeln in allen Umständen ...
Gut ... Gestern bin ich zum Flughafen nach Madras gefahren, um meine Mutter abzuholen. Das gibt mir wirklich
jedes Mal den Eindruck, eine andere Welt zu betreten, ich weiß nicht ... Eine andere Welt. Niemals in meinem Leben hatte ich so stark den Eindruck, eine Welt zu betreten, die nicht menschlich ist, die ich weiß nicht was ist - wie eine Traumwelt, eine existenzlose, falsche, leere Welt.
Mechanisch.
12. April 1969
(Mutter liest einige Zeilen aus Savitri vor, die in Musik gesetzt werden sollen.)
In der Materie wird des Geistes Glut entzündet werden.
Wenige werden sehen, was noch niemand jetzt versteht.
Gott wird wachsen, während die Weisen hier reden und schlafen.
Denn der Mensch wird das Kommende vor seiner Zeit nicht wissen,
und Glaube wird nicht sein, bis dieses Werk getan ist.
*
Die Erde ist dem Himmel diese Umgestaltung schuldig.
An den Erhabnen bindet Menschen gegenseitige Verschuldung:
So wie er sich mit unserer Natur bekleidet hat, müssen wir seine anziehen.
Wir sind die Kinder Gottes und müssen s
22. Januar 1969
(Es geht erneut um die Herabkunft des Bewusstseins des Übermenschen.)
Ich wollte dir etwas sagen, aber jetzt ist es weg ...
Hier herrscht seit heute morgen ein solches Durcheinander.
(Mutter bleibt versunken)
Ich erzählte dir schon,
dass ich wie umgeben war [von einem Schutzwall] ... Ach, dieses Bewusstsein ist hoch interessant. Es gibt mir ständig Lektionen. Wirklich interessant.
Nachts gibt er [[Er = der Mentor.]] mir Unterricht, um mir die Dinge zu erklären, die sich ändern müssen, mit bildhaften Tönen, damit ich auch wirklich verstehe: er
lässt mich gewisse Situationen ERLEBEN, damit ich weiß, was zu ändern ist - wirklich erstaunlich!
Das s
8. November 1969
(Das Gespräch
beginnt zehn Minuten vor der Zeit. Mutter gibt Satprem eine "Transformations"-Blüte.)
Willst du eine?
Ja, wir brauchen sie wirklich.
Sie sind hübsch ... Nur eine ist nötig: die da ganz unten (Mutter gibt ihm
lachend die Blüte). Dir (zu Sujata) gebe ich vier. Voilà.
Aber geschieht das unabhängig von unseren Bemühungen?
Etwas geschieht, das weiß ich. Etwas geschieht.
Der Druck ist sogar sehr stark, und viele Leute empfinden dies als Unbehagen.
Ich habe das in meinem Körper erlebt: der Augenblick des Wechsels der Autorität
- weißt du, es wechselt von einer Autorität zur anderen - ist immer schwierig,
und wenn man n
1. Januar 1969
Der Menschenandrang hier wird immer schlimmer. Dabei kann ich nicht einmal die Hälfte der Leute empfangen, die mich darum bitten.
Ich fing um 8 Uhr an ... ohne Unterbrechung.
Das ist nicht gut.
Sicherlich ist es nicht einmal die Hälfte der Anfragen.
Natürlich
muss man eine Grenze setzen, sonst wird es wieder so wie früher. Eine Zeitlang blieben mir nur noch zwei Stunden Schlaf, und ich tat bloß so, als könnte ich essen, aber ... Eine Zeitlang kann man dies tun, aber nicht
allzu lange.
Das Anstrengende ist nicht die eigentliche physische Arbeit sondern das, was die Menschen hinzufügen. Bei manchen Leuten scheint nach fünf Minuten alles auseina