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2. August 1952
Erst wenn es nicht mehr erforderlich ist, daß mein Körper dem der
Menschen gleicht, um sie zum Fortschritt zu bewegen, wird er die
Freiheit haben, supramental zu werden.
***
Erst wenn die Menschen ausschließlich vom Göttlichen abhängen und von
nichts anderem, wird der verkörperte Gott nicht mehr für sie sterben
müssen.
[[
Handgeschriebene Notiz in Französich ]]
@
ISBN 3-920083-01-3
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M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - Ende März 1959
Ende März 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, März 1959
Liebe Mutter,
Dein Brief heute morgen berührte mich. Jetzt wiederhole ich, mehrmals am Tag, daß es ein Feind ist, der Feind.
Ich bin Dein Kind, Mutter, und ich will, daß diese Krise DIE LETZTE sei.
Mit Liebe.
Satprem
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8. November 1960
(Nach
einem Gespräch mit G, einem entfernten "Anhänger", dem ein lockerer
Lebenswandel nachgesagt wird und der Gegenstand vieler "moralistischer"
oder sogar "yogischer" Kritiken von Seiten der "wahren Schüler" des
Aschrams wurde.)
Er lebt in
einem Bereich (und im Grunde ist das der Bereich, in dem die Mehrzahl
der sogenannten kultivierten Menschheit lebt), der aus einer vitalen
Vibration besteht, die das Mental durchdringt und sich der
Vorstellungskraft bedient. Ich will nicht streng oder kritisch sein,
aber das ist eine Welt, die sich ein Schauspiel vorma
19. Mai 1959
Solange man auf dem aufsteigenden Weg bleibt, ist die Arbeit relativ
leicht. Diesen Weg hatte ich bereits zu Beginn des Jahrhunderts durchlaufen
und eine ständige Beziehung zum Höchsten geschaffen, zu Dem, was jenseits
des Persönlichen, jenseits der Götter und allen äußeren Ausdrucksweisen des
Göttlichen, aber auch jenseits des Absoluten Unpersönlichen liegt. Darüber
läßt sich nicht reden: man muß die Erfahrung selber machen. Und genau das
muß in die Materie herabgebracht werden. Darin besteht der absteigende Weg,
der, den ich mit Sri Aurobindo begann; und dort ist die Arbeit immens.
9. August 1958
Wenn sich die menschliche Liebe unvermengt zeigte, wäre sie allmächtig.
Unglücklicherweise enthält die menschliche Liebe ebensoviel SELBSTLIEBE wie
Liebe für den anderen; es ist keine Liebe, in der ihr euch selbst vergeßt.
Die Götter der Puranas waren selbstverständlich noch viel schlimmer als
die Menschen, das kam in dem Film neulich zum Ausdruck [[ Anusuya:
Frau des Rischi Atri und mit großer innerer Kraft begabt. In der Abwesenheit
ihres Mannes kamen drei Götter (Brahma, Wischnu und Maheschwar) als Brahmanen
verkleided und baten sie um Nahrung; dann weigerten sie sich zu esse
19. Oktober 1955
(Handschriftliche Notiz von Mutter)
Die drei Bilder der vollkommenen Hingabe seiner selbst an das Göttliche:
Sich zu Seinen Füßen niederwerfen, frei von
allem Hochmut und in vollkommener DEMUT.
Sein ganzes Wesen vor Ihm entfalten, seinen
Körper völlig öffnen, von Kopf bis Fuß, wie
man ein Buch öffnet, seine Zentren
ausbreiten, damit alle ihre Bewegungen in
voller AUFRIC
22. April 1957
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 22. April 1957
Liebe Mutter,
Dieses Buch ist beendet. [[
L'Orpailleur [Der Goldwäscher] ]] Ich
würde es Dir gerne selbst bringen, wenn es Dich nicht stört und wann es Dir
paßt.
Dein Kind
Satprem
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12. September 1956
[[ Dieser Text wurde nach Mutters Worten
aufgezeichnet. Über das Manuskript schrieb sie: "Dieser Bericht ist exakt"
und unterzeichnete den Text. Die Worte, die Mutter dabei hinzufügte oder
verbesserte, erscheinen in Kursivschrift. ]]
(Während der Mittwochsklasse)
... Eine supramentale Wesenheit nahm mich vollkommen in Besitz.
Sie war ein wenig größer als ich: ihre Füße reichten tiefer als meine
Füße und ihr Kopf überragte meinen Kopf ein wenig.
... Ein massiver Block mit rechteckiger Grundfläche -
ein Rechteck mit
quadratischer Grundfl
30. Oktober 1960
(Nach
einer Meditation mit Mutter. Mutter hatte Satprem vorher eine kleine
Ledermappe mit dem Bild einer ägyptischen Freske zum Geburtstag
geschenkt.)
Zeige mir
nochmal diese Mappe ...
(Mutter schaut) ... Nein, damit hat es nichts zu tun.
Sobald die Meditation begann, sah ich Szenen aus
dem alten Ägypten, die mir ganz und gar bekannt vorkamen. Du warst ein
wenig anders, aber dennoch sehr ähnlich ... Das erste, was ich sah, war
ihr Gott mit diesem Kopf (Geste einer Schnauze), mit einer Sonne über
dem Kopf. Ein Tierkopf, dunkel, mit ... - ich kenne
10. Juli 1959
(Brief von Satprem, nach Pondicherry zurückgekehrt, an Mutter)
Pondicherry, 10. Juli 1959
Liebe Mutter,
Du entschuldigst mich, aber ich kann nicht zu unserer Verabredung kommen. Mein Herz ist gebrochen. Ich könnte nicht zu Dir sprechen.
Eben fand ich die Kraft, mich nicht umzubringen. Das Schicksal wiederholte sich einmal mehr, doch diesmal wies nicht ich sie zurück, wie in den vergangenen Leben, sondern sie wies mich ab: "Zu spät". Einen Augenblick glaubte ich auch verrückt zu werden, so schmerzte es mich - dann sagte ich: "Möge Dein Wille geschehen" (der des Höchsten Herrn) und wiederholte: "Deine Gn