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7. September 1963
(Meistens löschte Satprem die Begrüßungen am Anfang der Gespräche. Zufällig blieb diese hier auf der zweiten Spur eines Tonbandes erhalten; als liebenswürdiges Beispiel sei sie hier wiedergegeben. Sujata hatte Mutter geschrieben, daß sich Satprems Gesundheit "verschlechtere" und vorgeschlagen, ihm zusätzliche Nahrung zu geben.)
Laß dich anschauen! (Lachen)
Wie geht's dir, mein Kind?
Besser.
Etwas besser... Und diese Diät, ist sie gut?
Ja, sie scheint zu helfen.
(Mutter schenkt Satprem eine weiße Hibiskusblüte:)
"Der mit dem göttlichen Willen vereinte Wille" - sie sind
18. September 1963
Vorgestern hatte ich eine interessante Erfahrung, und zwar herrschte das sehr konkrete Bewußtsein, daß alles der Herr ist - alles ist Sein Wille, Sein Handeln, Sein Bewußtsein und so weiter -, und daneben bestand die Wahrnehmung von der Welt, so wie sie ist ("wie sie ist"... jedenfalls so, wie wir sie empfinden). Da es kein Wissen um Gut und Böse und all das mehr gab, war da ein fast kindliches Erstaunen, ein völlig spontanes, nicht mentales Erstaunen über die Verurteilung, den Zorn, die Mißbilligung oder Verachtung gegenüber angeblich "bösen" Menschen, die Böses tun und bösen Willens sind. Sich über sie z
8. Februar 1969
(Durch eine Laune des Zufalls ist die Aufzeichnung des Anfangs dieser Unterhaltung erhalten geblieben, obwohl wir normalerweise das einleitende Zwiegespräch oder Nebensächlichkeiten, die uns "geschichtlich" uninteressant erschienen, immer löschten. Hier werden zum Spaß einige dieser Fragmente wiedergegeben:)
Heute ist Suppentag. Hier!
Hühnersuppe ... so viel!
Ich bringe dir nur einmal wöchentlich welche mit.
Das ist viel!
(Mutter zeigt Sujata eine Schachtel)
Hier, das
muss ich dir zeigen. Möchtest du eine Arbeit haben?
(Sujata:) Ja, liebe Mutter.
Dies bekam ich gestern. Angeblich sind das besondere Biskuits - natürl
25. Januar 1969
(Das Treffen verläuft in Kontemplation außer einem Augenblick, wo Mutter auftaucht, um zu sagen:)
Ständig, ständig zeigen sich gleichsam kleine Hinweise, und zwar geräuschlos, ohne Worte.
@
29. Januar 1969
Was hast du mir zu sagen? Ich habe nichts zu sagen ...
Bist du müde?
Es geht weiter ... Die Schwierigkeiten in der Umgebung, in der Arbeit, in den Leuten nehmen immer mehr zu, angefangen von der Gesundheit bis zum Verständnis (es scheint eine allgemeine Krise zu sein), aber die Hilfe und die Macht wachsen auch. Es kommt wie eine Art Veranschaulichung.
Die Schwierigkeiten nehmen allerdings recht unangenehme Ausmaße an.
(langes Schweigen)
Die Kinder sind immer reizender ... Die NEUEN Kinder sind wirklich bemerkenswert. Heute sah ich die Kleine von V. Sie ist zwei Jahre alt, glaube ich, aber sie wirkt, wie die Kinder früher mit sechs, sieben J
11. Oktober 1969
(Zu Beginn übersetzt Mutter die Botschaften, die sie Indira gegeben hatte, ins Französische, insbesondere diese: "Der Wert eines Menschen ist wichtiger als die Partei, der er angehört ... Die Größe eines Landes hängt nicht vom Sieg einer Partei ab sondern von der Einheit aller Parteien.")
Weißt du, dass Sri Aurobindo genau dasselbe gesagt hat?
Sieh an!
Ich fragte mich, ob wir nicht auch dies hier veröffentlichen könnten:
"
Menschen mit einem freien Geist und freien Gewohnheiten haben eine zu starke Seele, um Sklaven der Gefühle für ihre Partei zu sein, und sind zu robust in ihrem Geist, um sich irgendeiner F
8. Oktober 1969
(Der Heiler hatte Mutter in einem Brief gefragt, ob er nicht die indische Regierung kontaktieren könne, um deren Mitarbeit für die Verbreitung seiner "spirituellen Botschaft" zu erhalten.)
Ich erhielt einen Brief von A.R. Du
musst ihn lesen ...
Ich bin fest davon überzeugt,
dass er bei der Regierung NICHTS ausrichten kann, absolut nichts. Aber um ihm einen Gefallen zu tun, arrangierte ich ein Treffen mit N.S. [[N.S., eine Anhängerin von Mutter, die einen Ministerposten innehat und Indira Gandhi während ihres Besuches am 6. Oktober begleitete.]]; sie hatte zugesagt, dann kam jedoch etwas dazwischen, und sie konnte nicht da sein. Hat er dir nichts gesagt?
23. August 1969
Gestern sah ich Y. Sie erzählte mir von ihren Vorhaben, ihrer neuen Erziehungsmethode ... Es war vor allem amüsant ... Offenbar verwendet sie eine Kiste mit Miniaturmodellen möglichst vieler Dinge der Welt: Menschen, Tiere, Gegenstände, Häuser usw. All das ist in einer großen Kiste vermischt. Groß und Klein werden dann versammelt, und es wird ihnen eine festgesetzte Zeit gegeben (glaube ich), in der sie aus diesen Gegenständen irgend etwas auf einem Tisch aufbauen sollen - absolut frei, sie tun, was sie wollen. Und an dem, was sie tun und wie sie die Gegenstände verwenden und an ihrer Anordnung,
lässt sich angeblich ihr Charakter erkennen ... Zur Erläuterung erzähl
8. März 1969
Hier ist ein Brief von Monsignore R.
[[Der Freund von P.L. und Schüler der römischen Kurie.]]
Zuerst bittet er um folgendes: "Darf ich Sie ersuchen, Mutter zu bitten, mir in den nächsten Wochen auf eine besondere Weise beizustehen?..."
Er glaubt daran ...
Ja,
gewiss!
Bah ...
Hast du kein Foto von ihm?
Nicht hier.
Hast du es mir schon gezeigt?... Ja, dann ist's gut, ein Foto ist nützlich, um die Verbindung herzustellen.
Dann schickte er einen weiteren Brief. In Rom hatten sie den Besuch von Swami Z, und unser Freund P.L. hat mit dem Swami zu Mittag gegessen (denn sie brachten den Swami mit dem Papst zusamme
20. August 1969
(Der Schüler vom Vatikan ist in Pondicherry angekommen)
Ich habe P.L. gesehen ... Da sind zwei Dinge, zuerst etwas Persönliches, dann etwas Allgemeineres. Er sagt, nachdem er dich letztes Mal gesehen habe, sei er zum Samadhi gegangen, und dort habe er plötzlich einen extrem scharfen Schmerz im Unterleib verspürt. Aber er sagte, es sei sehr seltsam gewesen, denn es kam ihm nicht wie ein gewöhnlicher Schmerz vor: es hinderte ihn nicht daran zu gehen, aber es blieb dort konzentriert: ein scharfer Schmerz.
Ich fürchte, die Leute dort haben einen Bann auf ihn gerichtet.
Glaubst du, das ist der Grund?... Ich weiß es nicht. Als er mir dies sagte, ha