1523
results found in
26 ms
Page 92
of 153
8. Oktober 1960
Wenn ich The
Synthesis of Yoga lese, spüre ich in manchen Momenten so deutlich, daß
er genau dieses Wort an genau diese Stelle setzte und daß es nicht
woanders sein kann - und darin liegt die Schwierigkeit beim Übersetzen.
Denn die
richtige Stelle im Englischen ist nicht dieselbe wie im Französischen.
Die Stellung des Adverbs, zum Beispiel, ist im Englischen von kapitaler
Wichtigkeit für die Präzision der Bedeutung. Im Französischen auch, aber
meistens ist sie nicht dieselbe! Wenn es wenigstens genau das Gegenteil
vom Englischen wäre, wäre es sehr leicht, aber es ist
Ohne Datum 1957
[[ Diese Unterhaltung wurde aus dem Gedächtnis aufgezeichnet. Zu dieser Zeit war noch kein Tonbandgerät vorhanden, und Satprem hielt es leider für angebracht, alle persönlichen Elemente auszulassen, um nur den Aspekt der "Lehre" bestehen zu lassen. Der "schwere Entschluß", um den es sich handelt, war, das Aschram zu verlassen. ]]
Wenn man einen schweren Entschluß zu fassen hat, wie kann man wissen, auf welcher Seite sein wahres Schicksal liegt?
Man hat nicht ein Schicksal, sondern mehrere.
Jeder hat das Recht, sich wieder mit seinem höchsten Ursprung zu vereinen, was auch sein Platz in der Weltordn
19. Oktober 1960
(Vorabend
der "Kali-Pudscha", die in Indien jedes Jahr der Göttin Kali, dem
Kriegeraspekt der universellen Mutter, gewidmet ist)
Sie ist schon
seit zwei Tagen hier und ... Oh! Besonders gestern war sie so sehr ...
in einer Stimmung - wie eine Kriegerin. Da sagte ich ihr: "Aber schau
her! Warum sie nicht durch ... einen Überfluß von Liebe verändern?"
Sie erwiderte
(ich erinnere mich ihrer Antwort): "Zuerst einen kräftigen Schlag in die
Brust ..." (sie sagte nicht "auf die Nase"!), "... einen kräftigen
Schlag auf die Brust, und wenn sie dann auf dem
Ohne Datum 1956 d
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 1956
Liebe Mutter, seit langen Monaten schlage ich mich mit einem schmerzlichen Konflikt herum, und manchmal spürte ich sogar Gefahren. Schließlich bin ich ruhig in mich gegangen, und es schien mir, daß ich besser daran täte, eine Zeit lang "auf Wanderschaft" zu gehen.
Ich glaubte, mich von diesem Konflikt zu befreien, indem ich ein Buch schreibe. Aber tatsächlich geht es nicht um das Mental, das befreit werden muß, wenigstens nicht nur, sondern um das Vital, das sich ausleben muß.
Ich glaube eine klare mentale Wahrnehmung des zu erreichenden Ziels zu hab
21. Februar 1959
(Botschaft zu Mutters Geburtstag)
Im Mental, dem Schöpfer differentieller Widersprüche, herrscht angeblich
eine beständige Unvereinbarkeit zwischen den transzendenten und den
kosmischen Zuständen des Göttlichen - so wie zwischen dem Persönlichen und
dem Unpersönlichen, dem Einen und den Vielen. Für das supramentale
Bewußtsein hingegen erheben sich diese Probleme nicht, denn dort wird die
Erfahrungsweise mentalen Unwissens beseitigt und die Grundlage aller Dinge
ist eine unvergängliche Einheit - jeglicher Ausdruck dort kann diese Einheit
(die w
1. Januar 1958
(Auszug aus der Mittwochsklasse:)
O Natur, materielle Mutter,
Du hast gesagt, Du wirst mitarbeiten,
und die Herrlichkeit dieser Mitarbeit
kennt keine Grenzen.
(Botschaft zum 1. Januar 1958)
Mutter, erklärst du die Botschaft für dieses Jahr?
Da gibt es nichts zu erklären. Es ist eine Erfahrung, etwas, das geschah, und als es geschah, notierte ich es, und zufällig geschah es gerade in dem Augenblick, als ich etwas für das neue Jahr schreiben mußte (zu dem Zeitpunkt war es noch das nächste Jahr, das Jahr, das h
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - Januar (?) 1956
Januar (?) 1956
(Brief von Satprem
an Mutter)
Pondicherry, Januar
1956
Mutter, ich rufe die Gegenwart von Mahakali herbei, um alle meine Widerstände
zu brechen, meine TRÄGHEIT, meine Niedergeschlagenheit. Lieber schmerzhafte
Schläge als diese Lauheit. Warum bin ich sonst hier?
O Mutter, möge die GEGENWART von Mahakali mit mir sein, möge Sie mein ganzes
Wesen zur Wahrheit, zum Licht zwingen. Brenne mich, Mutter, wenn ich Dich nicht
zu lieben weiß!
Bernard
@
ISBN 3-920083-01-3
Nächste Seite
25. Dezember 1960
(Brief von
Satprem an Mutter)
Pondicherry,
25. Dezember 1960
Liebe Mutter,
Ich wollte Dir sagen, daß X mein Japa heute morgen völlig veränderte.
Anstatt zehn Stunden täglich, muß ich es nur noch dreimal ungefähr eine
halbe Stunde wiederholen!
Er sagte mir, "alles" läge in diesem neuen Japa.
Auch will ich Dir meine Dankbarkeit ausdrücken. Du denkst in den
geringsten menschlichen Einzelheiten an uns - Dankbarkeit ist nicht
einmal das Wort. Einfach, möge ich Dir besser dienen, mich besser geben.
Mit Liebe,
24. Dezember 1958
(Brief von Satprem an Mutter)
Rameswaram, 24. Dezember 1958
Liebe Mutter,
Dein letzter Brief war mir ein großer Trost. Wärest Du nicht da, bei mir,
wäre alles derart absurd und unmöglich. Ich störe Dich wieder, weil der
Swami mir sagt, daß Du Dir Sorgen um mich machst und ich Dir schreiben soll.
Nicht viel hat sich geändert, außer daß ich mich anklammere und vertraue.
Gestern machte ich wieder eine schlechte Welle durch, im Tempel, und ich
fand nur die Kraft, mit jedem Herzschlag Deinen Namen zu wiederholen, wie
ein Ertrinkender. Ich blieb reglos wie ein Stei
20. November 1958
(Mutter sucht den Ursprung in der Vergangenheit von Satprems Schwierigkeiten)
Ich habe nicht die gesamte Information, sonst würde ich gewiß ... Zwei
Dinge zeigten mir ... Ich sah es neulich. Zuerst als du meinen Brief nicht
verstandest, weil ich ihn an einen Teil von dir adressierte, der ohne
Zweifel verstehen müßte: ich richtete mich an etwas anderes als das, was
dieser Teil von dir sieht und weiß, dieser Kern, dieser Knoten der Revolte,
der allem zu widerstehen scheint, der trotz der Erfahrungen, der errungenen
Fortschritte, der Öffnungen verschlossen bleibt. Vor