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22. November 1956
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 22. November 1956
Liebe Mutter,
Seit Wochen und Wochen verbringe ich fast alle meine Nächte im Kampf mit
Schlangen. Diese Nacht wurde ich von drei verschiedenen Sorten von Schlangen
angegriffen, eine giftiger und widerlicher als die andere???
Bernard
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ISBN 3-920083-01-3
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22. Oktober 1958
(Botschaft von Mutter)
Sieg bedeutet: die endgültige Befreiung des auf der Erde verkörperten
Bewußtseins von den Ketten der Unwissenheit. Das mußte über Zeitalter hinweg
durch eine spirituelle Evolution vorbereitet werden. Natürlich bestand die
Arbeit bis jetzt in einer Vorbereitung, deren Ergebnis die lange spirituelle
Anstrengung und Erfahrung der Vergangenheit war. Sie hat ein Stadium
erreicht, wo die entscheidende Anstrengung möglich geworden ist.
Sri Aurobindo
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27. November 1958
(Mutter fragte sich bezüglich Satprems Karma und der tantrischen
Disziplin, die er gerade verfolgte, um dieses Karma aufzulösen, warum sie
das Karma nicht selber direkt auflösen konnte und es nötig war, über "Vermittler" vorzugehen.)
Ich betrachtete den Vorgang oder den Ablauf der Dinge mehr vom
spirituellen, allgemeinen Gesichtspunkt, während das hier ein okkulter
Gesichtspunkt im Detail ist.
Einen Punkt hatte ich zum Beispiel immer für bedeutungslos gehalten, und
zwar die Vermittler für eine Handlung zwischen dem individuellen
spiritualisierten Wesen, der bewuß
11. November 1958
(Mutter bringt eine weitere Modifikation ihrer Botschaft für den
1. Januar 1959: anstatt "eine allmächtige Feder, die mich mit einem Stoß in
eine Unermeßlichkeit ohne Form und ohne Grenzen schleuderte, die Quelle der
neuen Schöpfung", schreibt Mutter: "eine Unermeßlichkeit ohne Form und ohne
Grenzen, in der die Keime der neuen
Welt schwingen".)
Die Objektivierung der Erfahrung geschah graduell, wie immer bei mir.
Wenn ich eine Erfahrung habe, bin ich ganz und gar "weiß" wie ein
neugeborenes Kind: alles widerfährt ihm "einfach so". Ich weiß nicht, was
geschieht, ich e
13. November 1957
Werde weit wie die äußerste Grenze des Universums ... und darüber hinaus.
Akzeptiere stets alle Notwendigkeiten des Fortschrittes und löse sie in der Ekstase der Einheit auf. Dann wirst du göttlich sein.
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ISBN 3-920083-01-3
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11. Oktober 1960
Ich komme
gerade zum Ende vom Yoga of Self-Perfection ... Wenn man ein
Menschenleben ansieht, was es (selbst in den besten Fällen) an Idiotie,
Dummheit, Kleinheit, Engstirnigkeit darstellt (ich spreche nicht einmal
von Unwissenheit, denn dort ist es schreiend), selbst bei jenen, die
sich einbilden, sie hätten ein großzügiges Herz, tolerante Gedanken, den
Willen, Gutes zu tun!... Jedesmal wenn sich das Bewußtsein in eine
bestimmte Richtung wendet, um ein Ergebnis zu erreichen, zeigt sich
augenblicklich alles Vergangene des Daseins (nicht nur persönlich,
sondern in dies
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - 10. März 1959
10. März 1959
(Satprem kehrte also zum
Aschram zurück, weil er aber sehr bald wieder
vom Reisefieber ergriffen wurde, ist diese Agenda des Jahres 1959 leider von
großen Löchern durchsät und nahezu inexistent. In der folgenden Unterhaltung
geht es um einen von Mutters Kommentaren
über die Dhammapada: "Das Böse".)
Ich verbrachte eine Nacht - eine Nacht des Kampfes -, wo aus irgendeinem
Grund eine Horde von Kräften des Vitals in mein Zimmer eindrang, Kräfte
aller Arten: Wesen, Dinge, entstehende Wesen, Überbleibsel von Wesen - alles
nur mögliche ... Ein fürchterlicher Ansturm, wirklich absc
28. Januar 1960
Mit all
diesen Wiederholungen von Mantras, diesen Stunden des Japas, die ich
jeden Tag zu machen habe, scheinen die Schwierigkeiten sich
vervielfältigt zu haben. Als würde das alle Schwierigkeiten aufrühren
oder steigern.
Der Sieg
gehört dem Ausdauerndsten.
Als ich vor
einem Jahr mein Japa begann, überfielen mich alle nur möglichen
Schwierigkeiten, alle Widersprüche, alle Vorurteile; die Atmosphäre
füllte sich mit Widerständen. Wenn ich anfing, für das Japa auf und ab
zu gehen, stieß sich dieser arme Körper sogar, begann falsch zu atmen,
zu huste
25. Januar 1958
(Über Pakistan)
Es ist ganz offenbar, daß aus dem einen oder
dem anderen Grund - oder vielleicht aus keinem Grund - der Höchste seine
Meinung über diese Angelegenheit geändert hat.
[[ Handschriftliche Notiz von Mutter auf Englisch (mit einem Anflug von Humor, der an Sri Aurobindo erinnert). ]]
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Oktober 1955 b
(Brief von Satprem an Mutter)
Bangalore, Oktober 1955
Liebe Mutter, in den drei Tagen seit ich das
Aschram
verlassen habe, hörte ich nicht auf, Deine Gegenwart in meinem Inneren als das
einzig Wesentliche, das einzig Sichere inmitten der verschwommenen Erscheinungen
zu empfinden. Je mehr ich in diese äußere Welt eintrat, um so mehr hatte ich das
Gefühl, in eine Welt ohne Dichte, ohne Beständigkeit zu kommen, in der alle
Dinge und alle Wesen sich wie ein sehr dünner Schleier im Winde bewegten; und je
mehr ich in diese schwankende Welt eintrete, um so mehr scheinst Du mit
unumstößlich