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3. Juni 1960
(Brief
von Satprem an Mutter)
Pondicherry,
3. Juni 1960
Liebe
Mutter,
Ich bin etwas entmutigt. Jede Nacht gleite ich in ein schwarzen Loch,
aus dem ich morgens erschöpft erwache. Keine einzige Sekunde bewußten
Schlafes. Ich brauche eine Stunde, um mich von meinem "Schlaf" zu
erholen. Im Grunde zehre ich ständig an meinen Nerven und die geringste
Kleinigkeit ermüdet meinen Körper.
Doch das
macht nichts. Ich würde liebend gerne alle Müdigkeit ertragen, wenn ich
wenigstens ein bißchen bewußt wäre. Aber da ist nichts; als wäre ich so
blocki
24. November 1956
(Botschaft zum dreißigsten Jahrestag von "Krischnas
Herabkunft")
Ohne Sorge um Zeit, ohne Angst um Raum springen wir bereinigt aus den
Flammen der Prüfung und fliegen ohne Unterbrechung zur Verwirklichung
unseres Ziels, dem supramentalen Sieg.
Mutter
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1. Oktober 1958
(Über eine Erfahrung, die Mutter während der
Mittwochsklasse auf dem Sportplatz hatte)
Es war so stark, so stark, daß es wirklich unaussprechlich war. Die
negative Erfahrung, kein Individuum mehr zu sein, also die Auflösung des
Egos, die habe ich schon seit langem und häufig: das Ego verschwindet
gänzlich. Doch hier war es die positive Erfahrung, nicht nur das Universum
in seiner Gesamtheit zu sein, sondern etwas anderes, das sich nicht
beschreiben ließ, das aber völlig konkret war ! Unaussprechlich - und dennoch absolut konkret: die
Göttliche Person jenseits des Unpers
4. Juni 1960
(Satprem
beschwert sich über seine schlechten Nächte)
Wenn man
morgens müde aufwacht, ist das wegen dem
Tamas [Trägheit] und nichts anderem: eine ungeheure Masse von
Tamas; ich erkannte das, als ich den Yoga des Körpers begann. Und es ist
unvermeidlich, solange der Körper nicht transformiert ist.
Ich lege mich
sehr früh hin: um acht Uhr. Da ist noch überall Lärm, aber das macht
nichts; wenigstens bin ich sicher, nicht mehr gestört zu werden. Dann
muß man sich flach hinlegen und alle Muskeln, alle Nerven entspannen
(das kann man sehr leicht lernen), ich ne
6. Januar 1955
(Botschaft von Mutter)
Ein Tag wird kommen, wo alle Reichtümer dieser Welt, endlich von der
Herrschaft der anti-göttlichen Kräfte befreit, sich spontan und gänzlich dem
Dienst des Göttlichen Werks auf der Erde hingeben werden.
Mutter
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31. Januar 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Rameswaram, 31. Januar 1959
Liebe Mutter,
Ich mußte lange über den Teil Deines Briefes nachdenken, wo Du sagtest,
daß Dein Körper ein Mantra bräuchte, um seine Transformation zu
beschleunigen. Sicherlich könnte X etwas auf diesem Gebiet tun, ich habe
aber noch nicht mit ihm darüber gesprochen (und ich werde dem Swami nichts
davon sagen).
X weiß wenig über Deine Arbeit, und das, was der Swami ihm davon erklären
konnte, ist ziemlich unzulänglich, denn ich glaube nicht, daß er es selber
sehr gut versteht. Ich müßte mich als
1. Januar 1952
O Herr, Du entschiedest, die Beschaffenheit unseres Glaubens zu prüfen und
brachtest unsere Aufrichtigkeit auf Deinen Prüfstein. Erlaube, daß wir größer
und reiner aus der Heimsuchung hervorgehen.
Mutter
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3. Februar 1958
(Brief von Satprem an
Mutter)
Pondicherry, 3. Februar 1958
Liebe Mutter,
Was Du mir heute mittag sagtest, hat mich erschüttert. Ich hatte
entschieden, nur nach meinem Kopf zu handeln, und jetzt bete ich
darum, wahrhaft zu sein.
Ich wollte Dir sagen, "ich bleibe" ohne weiteres, etwas in mir wollte das, aber
ich fürchte mich, einen Beschluß zu fassen, wenn ich nicht fähig bin, ihn
beizubehalten. Eine andere Kraft als die meine ist erforderlich. Kurzum, Du
müßtest den Willen haben, für mich zu wollen, Du müßtest ein Wort sprechen, das
mir hilft, wirklich zu verstehen, daß ich hie
Ohne Datum 1958 e
(Über ihren eigenen Kommentar zur Dhammapada, "Die Tausenden", macht Mutter folgende Bemerkung:)
All das sieht dogmatisch aus.
Jedesmal ist es nur EIN Aspekt der Frage; und im Grunde, um wahr zu sein, müßte man aber alles sagen. Man müßte sagen, daß dies EIN Gesichtspunkt ist und daß es alle die anderen gibt. Aber die Leute, das überschwemmt sie! Sie mögen das nicht, sie sind zufrieden, etwas Handfestes zu erwischen.
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8. August 1958
Seltsam, Dinge, die man in seinem Bewußtsein begriffen hat ... das
Problem stellt sich von neuem in den Körperzellen.
Zweierlei ist in den Zellen: der Körper ist überzeugt von der göttlichen
Gegenwart, überall, daß alles das Göttliche ist - darin lebt er; aber
gleichzeitig scheut er vor bestimmten Berührungen zurück! Heute morgen sah
ich beides zugleich und sagte mir: "Herr, ich weiß überhaupt nichts!"
Hier (über dem Kopf) wurde alles gelöst, ich könnte euch ganze Bücher
darüber schreiben, wie man dies oder jenes löst, wie man die Synthese bildet,
usw., aber hier (im Körpe