1523
results found in
30 ms
Page 73
of 153
6. Juni 1958
Es ist alles dasselbe, aber man kann das Wort Verwirklichung für etwas
Dauerhaftes, das nicht vergeht, vorbehalten. Doch auf der Erde verblaßt
alles - alles vergeht, nichts bleibt. In dieser Hinsicht hat es also nie
eine Verwirklichung gegeben, weil alles vergeht. Es gibt nie etwas
Permanentes. Ich erfahre es an mir selbst: ich folge der Sadhana sozusagen
im Galopp, und keine zwei Erfahrungen sind je identisch oder wiederholen
sich in gleicher Weise. Sobald etwas gefestigt ist, beginnt sofort das
Nächste. Deshalb scheint es zu vergehen, aber es vergeht nicht: es bildet
die Grundlage, au
24. Mai 1960
Es geschah letzte Nacht. Zum ersten Mal löste sich das physische Ego so
vollständig auf, während ungefähr drei Stunden.
Es gab nur noch Die Kraft, nur noch Sat-Chit-Ananda, und nicht nur im
Bewußtsein, sondern in den Empfindungen - das Satchitananda breitete
sich in stetigen Fluten im Universum aus.
Diese Erfahrungen sind stets absolut, während sie andauern; dann erkenne
ich an bestimmten, mir geläufigen Anzeichen (ich bin daran gewöhnt), daß
das Bewußtsein des Körpers anfängt sich wieder zu verschließen. Besser
gesagt, "etwas" - offensichtlich eine Höchste Weishe
4. Oktober 1958
Erreichen dich alle unsere Schwingungen, oder müssen sie eine besondere
Intensität haben?
Um mich aus meiner Konzentration oder Tätigkeit zu ziehen, erfordert es etwas
ziemlich Starkes. Aber wenn ich wüßte, wann du deine Konzentration oder deine
Pudscha machst, könnte ich mich darauf einstellen, und dann würde ich mehr
erfahren; ansonsten ist mein inneres Leben zu ... Ich bin innerlich überhaupt
nicht passiv, ich bin sehr aktiv, deshalb empfange ich eure Vibrationen meistens
nicht, außer sie setzen sich besonders kräftig durch oder ich entscheide im
voraus, für das, was von dieser oder jener Pers
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - Ohne Datum (Juli ?) 1958
Ohne Datum (Juli ?) 1958 i
Warum, durch welchen Mechanismus, zerstreut die mentale Formulierung eine Erfahrung und beraubt sie des Großteils ihrer Wirkungskraft auf das Bewußtsein?
Wenn ihr zum Beispiel eine falsche Bewegung in euch auflösen wollt und durch eine Gnade die Kraft zu diesem Zweck entsandt wird, beginnt sie auf das Bewußtsein zu wirken. Wenn ihr sie dann sozusagen auf euch zieht, um sie zu formulieren, dann lenkt ihr sie natürlich ab und zerstreut sie.
Aber das ist nicht alles: allein die Tatsache, mit einer anderen Person zu sprechen, öffnet euch automatisch allem, was von dieser Person ausgehen
8. Juni 1959
(Brief
von Satprem an Mutter)
Rameswaram,
8. Juni 1959
Liebe
Mutter,
Noch bevor
ich Deinen zweiten Brief bekam, wo Du schreibst, Dein Mantra gehe gut,
sagte mir X heute morgen, er habe Dein Mantra während seiner Pudscha
wiederholt und es wäre sehr gut, nichts ist zu ändern: "die Vibration
ist gut."
Hier noch
einige zusätzliche Hinweise über die kommenden Geschehnisse.
Da ich zu
zweifeln schien, sagte X mir: "Es besteht kein Zweifel, der Krieg wird
im November stattfinden." (Eigentlich zwischen September und November),
und bei alle
23. April 1956
Mutter nahm einen alten Text von "Gebete und Meditationen",
25 September 1914:
Der Herr hat gewollt, und Du verwirklichst;
Ein neues Licht wird über der Erde anbrechen.
Eine neue Welt wird geboren werden.
Und die Versprechungen werden erfüllt sein.
und änderte ihn von ihrer Hand folgendermaßen:
29. Februar - 29. März
Herr, Du hast gewollt, und ich verwirkliche.
Ein neues Li
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - Mai (?) 1960
Mai (?) 1960
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry
Mutter,
Du schickst mir diese Blume: "Mitarbeit des Vitals". Das ist mir ein Anlaß, Dir etwas zu sagen, das mir seit Jahren auf dem Herzen liegt und das folglich jedesmal, wenn es schlecht geht, hervorkommt:
Seit sieben Jahren bin ich hier, und ich kann keine einzige konkrete Erfahrung aufzählen, keine einzige Vision (die einzigen, die ich hatte, kamen in Ceylon oder in Rameswaram). Es ist mir nicht einmal gelungen, ein wenig bewußtere Nächte zu haben.
Das ist vielleicht Grund zur Entmutigung; jedenfalls stelle ich mir Fragen und das Vital ist nicht zufriede
6. November 1953
(Botschaft von Mutter)
Es erfordert ein ruhiges Herz, einen entschlossenen Willen, gänzliche
Selbstentsagung und ständig auf das Jenseits gerichtete Augen, um ohne
Entmutigung in Zeiten wie diesen zu leben, die wahrlich eine Zeit
universeller Zersetzung sind.
Sri Aurobindo
@
ISBN 3-920083-01-3
Nächste Seite
Juni 1958
(Als das folgende Entretien vom 19. März 1958 im
Aschram "Bulletin" veröffentlicht wurde, machte Mutter einige Kommentare, die in direktem Zusammenhang mit der vorhergehenden Unterhaltung über das Jüngste Gericht stehen, und fügte einen längeren Auszug aus dem Gespräch von Ende Februar 1958 über das gleiche Thema hinzu.)
Eines scheint offensichtlich: die Menschheit hat einen bestimmten Zustand allgemeiner Spannung erreicht - Spannung der Anstrengung, Spannung der Handlung, sogar Spannung des täglichen Lebens -, mit einer derart übertriebenen Hyperaktivität, einer so allgemeinen Hektik, daß die Spezies als ganzes ein
Dezember 1958
(Diese Notiz wurde von Mutter auf Englisch geschrieben. Es geht um einen Angriff von Schwarzer Magie, der ihr Leben bedrohte und
jedenfals ihr äußeres Dasein vollkommen veränderte. Eine neue Etappe setzt ein.)
Zwei oder drei Tage,
nachdem ich mich in mein Zimmer oben zurückzog, fiel ich früh in der Nacht in
einen sehr schweren Schlaf und verließ meinen Körper sehr viel materieller als
gewöhnlich.
[[ Am 9. Dezember zog Mutter
sich in ihr Zimmer im Obergeschoß des Aschrams zurück. Tatsächlich war ihr schon
seit mehr als einem Monat unwohl. Am 26. November hielt sie die letzte
"Mittwochsklasse" auf