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8. November 1958
Ich habe meine Botschaft für den ersten Januar gefunden ... Das geschah
nicht absichtlich, aber gestern morgen dachte ich: bald muß ich meine
Botschaft finden, aber was? Ich blieb vollkommen ... neutral, weiß. Dann,
gestern abend in der Klasse ( Freitagsklasse vom 7. November ), merkte ich,
daß diese Kinder, die eine ganze Woche lang Zeit hatten, Fragen zu dem Text
zu finden, keine einzige gefunden hatten! Eine schreckliche
Schlaftrunkenheit! Keinerlei Interesse. Als ich fertig gesprochen hatte,
fragte ich mich: aber was ist es in diesen Leuten, die sich für nichts
anderes interessieren
14. April 1960
(Brief
von Satprem an Pavitra)
Hyderabad, 7.
April 1960
Lieber
Pavitra,
Hier ein
Auszug aus der
Revue des Deux Mondes [Revue der Zwei Welten] vom März 1960.
Dieser Auszug entstammt einer Vorlesung von 1931 in der Lenin Schule für
Politische Kriegsführung in Moskau, von Dimitry Manouilski:
"Unsere
Gelegenheit wird in zwanzig oder dreißig Jahren kommen. Um zu siegen,
brauchen wir ein Element der Überraschung. Die Bourgeoisie muß
eingeschläfert werden. Wir werden deshalb zuerst die spektakulärste
Friedensbewegung starten, die es je ge
16. August 1960
(Brief von
Mutter an Satprem anläßlich des ersten Exemplars seines ersten Romans:
L'Orpailleur)
16.8.60
Satprem
Ein sehr
schönes Buch,
ein großer
Erfolg,
Vorläufer
auf dem Weg
zu weiteren,
noch
schöneren
Büchern.
Mutter
@
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21. Mai 1960
Was wir als
Reinheit bezeichnen, die wahre Reinheit, hat nichts mit all den Dingen
zu tun, die die Moral lehrt - die wahre Reinheit ist das Nicht-Ego.
Es darf nur
noch Ihn geben.
Er, nicht nur
weil man Ihm alles gegeben hat und sich völlig hingegeben hat (das
genügt nicht), sondern Er, weil Er das menschliche Instrument zur Gänze
in Besitz genommen hat.
Manchmal
steht man unter dem Eindruck, mit der Schwierigkeit nie fertig zu
werden. Eine ungeheure Welt von gegnerischen Kräften belagert uns -
Meere von Kräften, die sich umwälzen, vermischen und in gi
28. Dezember 1958
(Brief von Satprem an Mutter)
Rameswaram, 28. Dezember 1958
Liebe Mutter,
Ein Satz in Deinem Brief gab mir zu denken, wo Du schreibst, Xs Vorgehen
für mich könnte "auch hier nützlich sein". Nach einigem Zögern beschrieb ich
dem Swami die okkulten Angriffe gegen Dich.
Wenn Du es wünschst, könnten zwei Dinge getan werden, um Deine Handlung
zu unterstützen: entweder könnte X von hier aus bestimmte mantrische
Tätigkeiten für Dich unternehmen, oder, besser, er könnte sofort mir dem
Swami nach Pondicherry kommen und es vor Dir tun.
Liebe Mutter,
7. August 1958
Beides gleichzeitig zu bewältigen ist sehr schwierig: die Transformation
des Körpers, und sich um die Leute kümmern. Was tun? Ich versprach Sri
Aurobindo, die Arbeit zu tun, also tue ich sie - ich kann nicht alles liegen
lassen.
Wenn ich daran denke, wieviel Zeit die Hatha-Yogis der Arbeit am Körper
widmen: sie tun nur das; solange, bis sie ein bestimmtes Stadium erreichen,
tun sie die ganze Zeit nur das. Deshalb wollte Sri Aurobindo auch nichts
davon wissen: er betrachtete das als sehr großen Zeitaufwand für ein
ziemlich mageres Ergebnis.
***
Tag und N
Juni 1960
(Brief von Mutter an Satprem)
Montag morgen
Mein liebes Kind,
Ich habe Dir etwas Interessantes zu erzählen, das in der Nacht von Freitag auf Samstag geschah. Das kann nicht geschrieben werden. Ich erzähle es Dir morgen. Aber mir scheint, Du solltest Dich danach besser fühlen.
Bis morgen um zehn.
Meine Liebe wacht über Dich.
Mutter
@
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2. Oktober 1960
[[ Manuskript
von Mutter. Dieser Text wird die Neujahrs-Botschaft für das Jahr 1961
bilden. ]]
2.10.60
Diese
wunderbare Welt der
Glückseligkeit, die vor unseren
Toren unseren
Ruf erwartet,
um auf die
Erde herabzukommen.
Mutter
***
Diese Welt der Glückseligkeit über uns wartet -
nicht, daß wir bereit seien, sondern daß wir einwilligen, gestatten, sie
zu empfangen!
Das ist es, was ich auf diesem Foto betrachte. [[
E
28. Oktober 1956
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 28. Oktober 1956
Liebe Mutter, übermorgen, der 30., ist mein Geburtstag. Ich möchte meine
innere Lage vor Dir ausbreiten, damit Du mir hilfst, eine Entscheidung zu
treffen.
Ich befinde mich angesichts der gleichen Schwierigkeiten wie vor meiner
Abreise nach Hyderabad, und ich beging die gleichen Irrtümer. Der Hauptgrund
für diesen Zustand besteht einesteils darin, daß die Worte und die Ideen
ihre Kraft über mich verloren zu haben scheinen, und zum anderen, daß der
vitale Elan, der mich bisher führte, tot ist. Worauf ka
12. Dezember 1956
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 12. Dezember 1956
Mutter, ein Brief von W: er verläßt Brasilien und zieht sich endgültig
von seinen Geschäften zurück.
Mutter, was soll ich aus meinem Leben machen? Ich fühle mich vollkommen
allein, im Leeren. Welche Hoffnung bleibt mir, wo ich mich nicht ins Aschram
fügen konnte? Es besteht kein Ziel mehr für mich. Ich bin nirgendwo.
Nutzlos.
Ich wollte bei Dir bleiben, und ich liebe Dich, aber etwas in mir
akzeptiert kein "Ende im Aschram". In mir ist ein Bedürfnis zu TUN, zu
handeln. Aber was? Was? Hab