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18. Juli 1960
Natürlich
datieren wir die alten Entretiens, aber nicht jeder achtet auf das
Datum. Wie kann das mit den Dingen von jetzt vermischt werden, die auf
einer völlig anderen Ebene liegen!
In einer
bestimmte Erfahrung befindet man sich vollkommen außerhalb der Zeit, das
heißt, früher, später, oben, unten, all das ist dasselbe. In dieser
Identifikation, im Augenblick der Identifikation gibt es weder
Vergangenheit noch Gegenwart noch Zukunft mehr. Und das ist wirklich die
einzige Art zu wissen.
Je weiter die
Erfahrungen sich entwickeln, um so mehr machen mir diese alten
26. November 1958
(Auszug aus der letzten "Mittwochsklasse")
Im Grunde lebt die überwältigende Mehrheit der Menschen wie Gefangene mit
all ihren Türen und Fenstern verschlossen. Da ersticken sie (das ist
eigentlich natürlich), aber sie tragen mit sich den Schlüssel, der die Türen
und Fenster öffnen könnte, und sie benutzen ihn nicht ... Sicherlich wissen
sie eine Zeitlang nicht, daß sie den Schlüssel besitzen, aber selbst lange,
nachdem sie es wissen, lange, nachdem man es ihnen gesagt hat, zögern sie,
ihn zu benutzen, und bezweifeln, daß er wirklich die Türen und Fenster
öffnen
24. April 1957
(Botschaft von Mutter)
In der Ewigkeit des Werdens ist jeder Avatar nur der Botschafter, der
Vorläufer einer vollkommeneren zukünftigen Verwirklichung.
Mutter
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13. Dezember 1957
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 13. Dezember 1957
Liebe Mutter, hier ist, was in meiner Seele aufsteigt: ich fühle etwas in mir, das nicht benutzt wird, etwas, das versucht, sich im Leben auszudrücken. Ich möchte wie ein Ritter sein, Dein Ritter, und wie auf der Suche nach einem Schatz fortgehen, den ich Dir zurückbrächte. Diese Welt hat alles Märchenhafte verloren, alle Schönheit des Abenteuers, dieses Suchen, das die Ritter des Mittelalters kannten. Das drängt in mir, dieses Bedürfnis nach einem Suchen in der Welt und nach einem schönen Abenteuer, das zugleich ein Abenteuer der Seele wär
7. April 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 7. April 1959
Liebe Mutter,
Ich bestätige vor Dir den Entschluß, den ich heute morgen am Samadhi
faßte.
Fortan weigere ich mich, zum Komplizen dieser Kraft zu werden. Sie ist
mein Feind. Welche Form er auch annimmt und welchen Widerhall er auch in
meiner Natur findet, ich weigere mich, ihm nachzugeben, und klammere mich an
Dich. Du bist die einzige Wirklichkeit: dies ist mein Mantra. Alles, was
versucht, mich an Dir zweifeln zu lassen, ist mein Feind. Du bist die
einzige Wirklichkeit.
Und jedesmal, wenn i
15. Oktober 1960
Jeden Tag
sehe ich Z. Jetzt fragte er mich: "Warum tun Sie nichts für mich?"!! Ich
erwiderte: "Jedesmal, wenn Sie kommen, tue ich ZWANGSLÄUFIG etwas für
Sie, ich kann nicht anders tun!" Aber da es Teil seiner Arbeit ist,
zählt das nicht! [[ Zs Arbeit bestand darin, Mutter jeden Tag zu
besuchen und auf ihre Gesundheit und ihre Nahrung zu achten. ]]
Gewiß, ich
sage ihm nicht: "Ah, jetzt meditieren wir!..." Nun muß ich mich an
seinem Geburtstag hinsetzen und ihm sagen: "Jetzt meditieren wir" - So
hat er die Gewißheit. Welche Albernheit!
Das ist sehr
amüsant: die
Anfang Mai 1959 b
(Brief von Mutter an Satprem)
Donnerstag, 1 Uhr
Satprem, mein liebes Kind,
Ich bekam Deinen Brief mit den Neuigkeiten.
Über E sagte mir X selber, daß er ihm gestern abend die Initiation gab (mehr sagte er nicht). Anscheinend erwachte die Kundalini und der Strom war so stark, daß E ganz rote Augen bekam.
Hat X Dir nichts über unsere Meditation von heute morgen gesagt? Frage ihn nicht, aber wenn er selber darüber spricht, wäre ich interessiert zu wissen, was er sagt.
Immer bei Dir in der Liebe und dem Licht.
Mutter
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Ohne Datum, 195?
(Über einen Brief von der indischen Regierung,
geschrieben in Französisch)
Ich hatte eine intensive
Erfahrung.
Ich sah, fühlte, erfuhr,
daß die Welt im Gegensatz zu allen widersprechenden äußeren Erscheinungen auf
dem Weg zum Wahren ist, auf dem Weg zu dem Tag, wo die öffentliche Macht denen
gehört, die über die wahre Kraft verfügen, die Kraft der Wahrheit.
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ISBN 3-920083-01-3
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24. November 1952
(Botschaft)
Um Sri Aurobindo in das große Abenteuer seines integralen Yogas
folgen zu können, war es stets erforderlich, ein Krieger zu sein; jetzt,
wo er uns physisch verließ, muß man ein Held sein.
Mutter
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ISBN 3-920083-01-3
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25. Oktober 1958
(Über Satprems Tantra-Guru)
Wenn X. seine
Pudscha macht, erkenne ich stets deutlich die besondere Form
der Mutter, die er herbeiruft: ich sehe sie herabkommen.
Jeder steht in Beziehung mit dem universellen Ausdruck eines bestimmten
Aspekts oder Willens oder Modus des Höchsten, und wenn sich die Aspiration
darauf richtet, ist es auch das, was kommt, mit einer außerordentlichen
Flexibilität. Und in dem Moment werde ich sogar der Zeuge (nicht der Zeuge
im Sinne der Puruscha : ein viel ...
unendlicher und ewiger Zeuge als der Puruscha). [[ Puruscha: das Wesen oder Ich,