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14. Januar 1966
(Im Anschluss an eine "Touristenreise", die Satprem aus verschiedenen Gründen unternehmen
musste.)
Hast du keinen Unterschied gespürt?
Was für einen Unterschied?
Zwischen hier und deinem Aufenthalt in Bangalore?
Ach, dort war es infernalisch für mich. Die reinste Hölle.
So - diese Auswirkung hat es auf dich gehabt?
Ja.
Dann ist es gut.
Dieser ganze Tourismus ist die reinste Hölle. Ich habe meine Arbeit getan - nicht sehr gut, aber ich habe sie getan.
Dann ist es gut.
Um ganz offen zu sein: genau das hattest du mi
24. August 1966
(Normalerweise trifft Satprem Mutter um zehn Uhr morgens. Allmählich wurde diese Zeit jedoch auf 10 Uhr 30 verschoben, und an diesem Morgen verließen die Sekretäre das Zimmer erst um 10 Uhr 45. Aufgrund der "äußerst dringenden" oder "sehr wichtigen" Mitteilungen wurden Mutters Gespräche mit Satprem seit einem Jahr immer spärlicher, wie diese Agenda zeigt. Die Situation wird sich bis zum
Schluss noch weiter verschlimmern, bis Mutter, überwältigt und erschöpft, Satprem nur noch einige wenige Augenblicke lang nach zwölf Uhr sehen kann. Und dann wird sich die Tür ganz schließen.)
Es ist völlig absurd!
13. April 1966
(Noch einmal geht es um Satprems Buch
"Der Sannyasin")
Heute morgen bin ich deinetwegen wieder mehr als eine halbe Stunde zu spät aufgestanden.
Warum ist dieses Buch so schwierig?
(Lachend) Das verstehe ich ja auch nicht! Es sollte nicht so sein. Hast du vielleicht "die Idee",
dass es schwierig werden wird? Begann es etwa mit der Vorstellung, dass es schwierig werden würde?
Ja.
Aha, siehst du.
Auch fällt es mir äußerst schwer, mich von der alten Form zu befreien.
Ja, ja.
Das macht mir zu schaffen.
Ja, all die alte
31. Januar 1960
(Brief
von Mutter an Satprem über die "Dhammapada", die sie früher auf dem
Sportplatz kommentierte)
... Als ich
anfing, die Dhammapada vorzulesen, hatte ich gehofft, meine Zuhörer
würden genügend Interesse am "praktischen" spirituellen Aspekt nehmen,
daß ich ihnen jedesmal nur einen Vers vorlesen könnte. Sehr schnell
erkannte ich aber, daß sie dies schrecklich langweilig fanden und
keinerlei Anstrengung machten, aus der Meditation einen Nutzen zu
ziehen. Da bestand die einzige Lösung darin, das Thema wie eine
intellektuelle Studie zu behandel
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - März 1959
März 1959 e
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, März 1959
Liebe Mutter,
Als X
Dein Zimmer verließ, sagte er mir: "Mit Mutter sprach ich meine Muttersprache."
X sagte, er würde in einem halben Jahr einen ganzen Monat hier verbringen, um die Initiation vorzubereiten und auszuführen. Er sprach darüber, nachdem er P auf der Straße begegnet war, und er sagte in ziemlich rätselhaftem Ton so etwas wie:
"Ja, hier werden starke Menschen benötigt. Hier wird die Macht benötigt." Ich verstand nicht recht, denn es wurde mit vielen Untertönen gesagt.
Ich bin Dein Kind, liebe Mutter.
Satprem
@
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - 14. März 1952
14. März 1952
Seit dem Anfang der Welt,
wann immer und wo immer es die Möglichkeit gab,
einen Strahl des
Bewußtseins
zu manifestieren,
war ich zugegen.
[[ Handgeschriebene Notiz. ]]
@
ISBN 3-920083-01-3
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Ohne Datum 1956 e
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 1956
Liebe Mutter, ich fühle intensiv, fast schmerzlich, wie sehr alle meine
Beziehungen mit der äußeren Welt FALSCH, dunkel und unwissend sind. Sobald ich
mich vom Herzen meines Wesens entferne, werden alle meine Handlungen "ungenau",
alle meine Verbindungen mit den anderen Wesen verwirrt, sogar meine Arbeit wird
von tausend kleinen zweifelhaften Beweggründen angegriffen. Mutter, ich weiß mit
blendender Sicherheit - selbst wenn diese Sicherheit nur mental ist -, daß die
einzige Lösung darin besteht, das wahre Wesen in mir zu
5. November 1960
... Mit
diesen Dingen aus der Vergangenheit ist es seltsam: wenn sie jetzt
kommen und ich sie erzählt habe, dann verlöschen sie. Als kämen sie noch
einmal, um sich zu verabschieden, bevor sie verschwinden.
All diese
"Erinnerungen" (aber es sind wirklich Bilder) zeigen sich noch einmal
mit ihrem Gehalt an Wissen, an Wahrheit und an HILFE, die sie bedeuten;
sie kommen und sagen: "siehst du, dies ist der Ursprung von jenem" -
eine ganze Kurve. Und sobald ich gesehen habe, verschwindet es.
Eines Tages
wollte ich den Versuch machen und bemühte mich, die Erinnerung
3. September 1955
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 3. September 1955
Mutter, seit Wochen scheint es mir, daß ich mich an allen Ecken in mir
selbst wie in einem Gefängnis stoße, und es gelingt mir nicht, da
hinauszubrechen. Mutter, ich brauche Deine Nähe und Dein Licht, um aus
dieser ummauerten Nacht herauszukommen, in der ich ersticke.
Wo auch immer ich mich konzentriere, im Herzen, über dem Kopf, zwischen
den Augen - überall stoße ich mich an einer Mauer, die nicht weichen will;
ich weiß nicht mehr, zu welcher Seite ich mich wenden soll, was ich tun,
sagen, be
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - Ohne Datum Januar (?) 1956
Januar (?) 1956 b
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 1956
Mutter, ich muß mich entlasten von dem, was mir das Herz zuschnürt, und wenn das
Göttliche irgendwo existiert, möchte ich ihm meinen tiefen Widerwillen
aussprechen. Denn das alles ist zutiefst skandalös, widersinnig und empörend.
Ich weiß, daß die äußere Welt absurd ist und daß die Menschen dort vergebens
leben; aber die Welt des Ashrams ist nicht weniger absurd, nicht weniger vergebens. "Man" macht sich lustig über uns, "man" mißbraucht uns - denn wenn es wirklich jemanden gibt, der der Zeuge dieser Tragikomödie ist, und wenn die ganze We