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3. September 1966
Sujata bräuchte deinen Schutz. Seit sechs Monaten bekommt sie andauernd Schläge.
(Sich an Sujata wendend): Wer versetzt dir Schläge?
Sie hat mindestens vier auf die Hände bekommen und kann nicht mehr tippen.
Schläge von wem?
Sie stößt sich selbst, oder beim Basketball.
Stößt du dich selbst, oder stoßen dich die anderen?
Beides.
Wir werden dich davor schützen... (Mutter zieht einen dreifachen Kreis um Sujatas Hände), so.
Das ist auch eine Gewohnheit. Nichts als Gewohnheiten: in der Natur spielende Kräfte. Man
muss eine innere Bewegung machen (Mu
5. Oktober 1966
Apropos finanzielle Situation
muss ich dir eine kleine Geschichte erzählen, die Sonntag oder Montag passiert ist. Ich habe dir schon gesagt,
dass die Situation völlig... Für ein gewöhnliches
Bewusstsein ist sie kritisch. Ich erinnere mich nicht mehr an die konkreten Einzelheiten, aber ich
musste dringend etwas bezahlen - ich glaube, es war für die Arbeiter, weil sie Hunger hatten, sie hatten ihren Lohn nicht bekommen. Da überkam mich eine Art Mitgefühl für diese Leute, die kein Geld hatten, und doch konnte ich nichts tun, weil ich nichts hatte. Am Abend dann, als ich auf
19. Oktober 1966
Ich bin noch später dran als gewöhnlich. Es sind die Puja-Tage [[Puja
(Putscha): Ritual, Zeremonie. Hier sind die jährlichen Feierlichkeiten zu Ehren der göttlichen Mutter, Durga, gemeint.]]. Viele Leute kommen für ihre Puja
(Putscha) hierher.
Habe ich dir die Geschichte von Durga erzählt?
Kürzlich?
Nein. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob es letztes oder vorletztes Jahr war, zur Zeit der Pujas
(Putschas).
Du hast mir einmal gesagt, Durga habe sich "unterworfen".
Genau.
Sie hat sich unterworfen. Das heißt, sie war völlig unabhängig in ihren Bewegungen und empfand kein
19. Januar 1966
(Mutter überträgt einige Verse ihrer Übersetzung von Savitri
in ihr großes weißes Heft.)
...Dicht bei meiner Schreibfeder schwebt eine kleine Scheibe von Sri Aurobindos Licht, die glänzt und glitzert... Ich sehe sie deutlicher als meine Handschrift. Nur so groß (5 cm), und das Licht leuchtet und strahlt - blau, dieses Silberblau, das Sri Aurobindos Blau war. Es strahlt und leuchtet, und es folgt meinen Fingern. [[Mutter hatte schon im Vorjahr eine ähnliche Bemerkung gemacht. Siehe Agenda vom 6. November 1965.]]
Und wenn ich spreche, wenn ich Dinge sage, die "kommen", sind zwei Scheiben da - ich weiß nicht war
19. August 1966
(Mutter nimmt ihre Übersetzung des Dialogs mit dem Tod wieder auf)
Glaub nicht, du könntest die lebendige Wahrheit auf Erden einpflanzen.
( Think not to plant on earth the living Truth
)
Genau dies tue ich, mein Lieber.
(Mutter wendet sich lächelnd an Satprem)
Glaubst du, dass er mich hört?
Glaub nicht, du könntest die lebendige Wahrheit auf Erden einpflanzen
oder die materielle Welt zu Gottes Heim machen!
Denn nicht die Wahrheit kommt hierher, sondern nur ihr Gedanke.
Nicht Gott ist hier, vielmehr nur Gottes Name.
(Savitri,
dt. Ausgabe S. 660
23. Februar 1966
(In
Bezug auf das Entretien vom 14. April 1951, in dem Mutter die Geschichte von zwei verunglückten jungen Leuten erzählt, die sich des vitalen Vehikels einer Katze bedienten, um Mutter Nachricht von ihrem Tod zu geben.)
Charles de F! Genau, ich erinnere mich, das war der Sohn eines französischen Botschafters (in Österreich, glaube ich), ein Unterleutnant. Er stürmte mit seiner Kompanie aus einem Schützengraben zum Angriff vor, und sie kamen alle um. Es war ein Massaker.
Aber es gibt eine Fortsetzung der Geschichte... Hinterher ist er gekommen. Als er sich wieder geformt hatte, kam er. Er blieb in meine
26. Februar 1966
(Nach der Übersetzung von Savitris Dialog mit dem Tod.)
Schau an
die Figuren dieses Symbol-Reiches...
Hier kannst du das Ergebnis finden, das Natur
der Sünde des Seins und dem Irrtum in Dingen bringt,
und die Begierde, die zu leben zwingt
und des Menschen unheilbare Krankheit,
dass er immer hofft.
(dt. S. 657)
Behold the figures of this symbol realm...
Here thou canst trace the outcome Nature gives
To the sin of being and the error of things
And the desire that comp
24. April 1966
(Botschaft zum 24. April 1966)
"
Die widrigen Verhältnisse der Welt habe ich bereits erwähnt; in diesem Zusammenhang vertreten die Okkultisten gewöhnlich die Auffassung,
dass das Eintreten einer Intervention oder einer neuen Offenbarung von oben um so wahrscheinlicher wird, je schlimmer die Verhältnisse werden. Der normale Verstand kann nicht wissen - er
muss entweder glauben oder nicht glauben, oder abwarten und sehen.
Was die Frage angeht, ob das Göttliche ernsthaft will,
dass etwas geschehe, so glaube ich daran, dass dies seine Absicht ist. Ich
17. September 1966
Was macht dein Buch?
Findest du,
dass es zu langsam vorangeht? Möchtest du, dass es schneller geht?
Nein. Ich frage dich, weil ich gestern
Abend noch bis in die Nacht damit beschäftigt war. Aus diesem Grunde frage ich. Nachts sehe ich Dinge, ich höre Sätze und sehe Szenen, und dann... Ich sage mir also,
dass es vorangeht.
(Schweigen)
Eine neue Aktivität entwickelt sich... Ich ertappe mich dabei, wie ich mit Menschen spreche, die ich meistens nicht kenne, und ich beschreibe eine Szene: sie können dies oder jenes veranlassen, man kann ihnen dies oder jenes vors
31. August 1966
Ganz früh heute morgen hielt ich dir eine lange Rede. Du schliefst noch. Hast du nichts gehört?
Was hast du gesagt?
Ach, es war sehr lang...
Nichts Persönliches. Ich sagte dir, wie die wahre Bewegung verzerrt wird, und führte Beispiele dazu an. Sehr interessante Beispiele, es sieht nach nichts aus, ist aber etwas ganz Wesentliches, denn auf diese Weise verkehrt sich die Wahrheit in Lüge. Und es ist so subtil,
dass man es mental nicht verstehen kann, wenn man nicht selber die Erfahrung hat. Diese Erfahrung erklärte ich dir mit zwei Beispielen, die ich dir sehr genau schilderte...