Home
Find:


Acronyms used in the website

SABCL - Sri Aurobindo Birth Centenary Library

CWSA - Complete Works of Sri Aurobindo

CWM - Collected Works of The Mother

Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-07-27.htm
27. Juli 1966     Heute hat Jyotin, der Gärtner, Geburtstag. Schau, was er mir gebracht hat!... (Mutter reicht Satprem eine doppelte rosafarbene Lotosblüte). Wunderschön. Der Tag, an dem der Mensch so sein wird... Genau! Genau dies dachte ich mir auch. Wenn man das sieht, fühlt man unsere Unzulänglichkeit. (Mutter betrachtet weiter die Blume) Wunderschön, nicht wahr? Der Mensch ist wahrhaftig kein improvement [keine Verbesserung]... voller Elend, Hässlichkeiten, während das hier so offenkundig und spontan ist. Ja, in den letzten Tagen wurde das Bewusstsein heftig bedrängt. Alles Gemeine, Schäbige, Hässliche, a
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-09-24.htm
24. September 1966     Antwortet die Erde? Gibt es wirklich eine Antwort, oder hast du das Gefühl, du arbeitest ganz allein? Du meinst nicht die Menschen? Du meinst die Erde, die Welt der Mineralien, Pflanzen und Tiere? Nein, ich meine die Menschen, die ganze Erde. Ach, die Menschen, ja sicher - sogar eine ganz deutliche Antwort, merkwürdig deutlich, von allen Seiten. Ein Bedürfnis nach etwas - eine Unzufriedenheit mit dem, was ist, und das Bedürfnis nach etwas Höherem. Das ist überall deutlich sichtbar. Nicht in großen Zahlen, das glaube ich nicht, aber doch überall. Es geht also vo
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-08-17.htm
17. August 1966     ...Ich kann nichts mehr sehen. Meine Art zu sehen ist ein sehr interessantes Phänomen - ich kann nicht sagen, dass ich nicht mehr sehe. Sehr interessant: Auf einmal kommt etwas (eine Sache oder ein Gesicht oder ein Brief oder...) klar, scharf, beinahe leuchtend. Eine Minute später ist alles vernebelt. Es ist, als sagte man mir: "Dies ist es wert, gesehen zu werden." Also schaue ich hin. Und in anderen Fällen: (lachend) "Um das da kümmere dich nicht!" Am 15. ist dieser junge kommunistische Architekt abgereist, weil er fand, dass man "die Moralgesetze nicht genügend achte". Wörtlich! Er reiste ab. Abe
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-04-27.htm
27. April 1966     (Über den "Sannyasin") Wir haben Zeit für Savitri... es sei denn, du hättest eine Frage. Ich frage mich, warum ich nicht klar sehe in dem, was ich tue. Weil es zwei im Widerstreit liegende Ideen gibt. Deshalb besteht ein Zögern zwischen den beiden Standpunkten. Zwei Standpunkte: die Notwendigkeit des Verzichts und die Nutzlosigkeit der Flucht. Diese beiden Ideen verursachen das Zögern. Aber in der chronologischen Reihenfolge der Dinge müsste die Notwendigkeit des Verzichts an erster Stelle kommen, und dann die Entdeckung, dass Flucht nutzlos ist, und anstelle des Fliehens muss eine freiwillige
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-04-30.htm
30. April 1966     (Bezüglich einiger sehr großzügiger Schüler, die Mutter Päckchen mit Fertigsuppen schicken, die sie dann an Satprem weitergibt) Es handelt sich um zwei alte Damen deutscher Herkunft, aber Jüdinnen. In Deutschland ist man immer noch nicht sehr nett; Hitlers Einfluss war katastrophal, die Juden werden noch immer mit Verachtung behandelt - widerwärtig. Also wanderten die beiden nach Israel aus. Sie sind sehr großzügig. Aber es gibt immer noch Leute mit Vorurteilen. Unter Pétain gab es in Frankreich diese groteske Geschichte mit dem "gelben Stern"; das hat, glaube ich, auch einen sehr schlechten Eindru
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-03-02.htm
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 7 - 2. März 1966 2. März 1966     Es wird immer gedrängter. Ich arbeite bis abends halb zehn daran, Geburtstagskarten für den nächsten Tag zu schreiben. Letzte Nacht erlebte ich eine "amüsante" kleine Episode. Ich wollte dich besuchen (oder ich versuchte es), und du warst gleich im angrenzenden Zimmer - es herrschte ein infernalischer Lärm! Lärm von Leuten, die alle unentwegt redeten. Leute vom Aschram. Seltsam, es ist das erste Mal, dass mich im Traum der Lärm stört - so ein Heidenlärm! Am liebsten hätte ich gesagt: "Jetzt seid endlich still!" Ja, genau, so ist es. Aber ich habe dich letzte Nacht gesehen, du warst also wirk
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-04-20.htm
20. April 1966     Sehr früh heute morgen, etwa gegen vier Uhr, hatte man mich "irgendwohin" kommen lassen. Seit langem versuchte man, Verbindungen herzustellen, die sehr wichtig sind, um bestimmte Dinge miteinander in Kontakt zu bringen. Es klappte nie, immer entstand Verwirrung. Letzte Nacht rief man mich also. Ich kam dort an, und es gab Wege, was sehr freundlich war. Wege (Mutter zeichnet kleine Schleifen in die Luft), die auf der ganzen Strecke mit kleinen Grasrändern und Pflanzen gesäumt waren. Alles war so schön und säuberlich angelegt, nirgendwo Unordnung. Drei Wege, die zusammenliefen und weiterführten. Ich sagte: "Endlic
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-12-31.htm
31. Dezember 1966     (Mutter schenkt Satprem eine rote Rose:) Die rote Rose ist der Orden der "Ritter der Wahrheit". Weißt du das nicht?... Ich führte dies ein, als Colonel Répiton hierherkam, der Mann, der während des Krieges den Marsch durch Afrika unternahm. Jeden Morgen gab ich ihm eine rote Rose, und wenn ich seither Männern eine rote Rose gebe, so tue ich dies, damit sie zu Rittern der Wahrheit werden. Aber ich spreche das nicht aus. *** (Wenig später schlägt Satprem vor, er könne doch bestimmte Texte übersetzen, damit Mutter mehr Zeit hätte. Mutter lehnt lächelnd ab un
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-06-29.htm
29. Juni 1966     Heute morgen erhielt ich den Brief eines kleinen Mädchens, das mich fragt: "Was ist Bewusstsein? Ich habe meine Lehrer gefragt; sie haben geantwortet, das sei sehr schwer zu erklären!" (Mutter lacht) Nun fragt sie mich. Und seit sie mich das gefragt hat, schaue ich. Wie kann man es ausdrücken? Weißt du vielleicht, wie man das erklären kann? Denn man gebraucht Worte, die gar nichts aussagen. Spontan würde ich sagen: Es ist das Feuer oder der Atem, der die ganze Welt trägt. Es ist das Feuer, das alles lebendig macht: das die Lunge arbeiten, das Meer anschwellen lässt... Nich
Resource name: /E-Library/Works of The Mother/German/MUTTERS AGENDA BAND_07/1966-12-24.htm
24. Dezember 1966     (Die Schüler der Aschramschule betreffend:) Von allen Seiten wird mir die Frage gestellt: Was ist Wahrheit? Was meinst du genau, wenn du von Wahrheit sprichst? Sie wollen eine mentale Definition der Wahrheit... Die Wahrheit kann nicht in mentale Begriffe gefasst werden. Das ist es. Und alle gestellten Fragen sind mentale Fragen. Die Wahrheit lässt sich nicht formulieren oder definieren, sie kann nur gelebt werden. Und wer der Wahrheit voll und ganz hingegeben ist, wer die Wahrheit leben will, der Wahrheit dienen will, wird IN JEDER MINUTE wissen, was zu tun ist. Eine Art Intuition