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M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 4. Februar 1970
4. Februar 1970
(Mutter sieht müde aus.)
Hast du etwas zu sagen?... Ich auch nicht ... Ich habe überhaupt nichts.
Bist du müde?
Nein, das ist es nicht. Es ist schwierig.
(Mutter tritt in eine lange Meditation ein,
die bis zum Schluß der Unterredung dauern wird)
Ein wachsendes Gefühl der Nutzlosigkeit aller Worte - vor allem das.
Alle Worte sind ungenau und unzulänglich.
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M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 1. Januar 1970
1. Januar 1970
Die Welt bereitet sich auf eine große Veränderung vor.
Wollt ihr mithelfen?
***
(Etwas später kommentiert Mutter diese Botschaft
mit folgenden Worten:)
Diese große Veränderung ist die Entstehung einer neuen Spezies auf der Erde, die im Vergleich zum Menschen das sein wird, was der Mensch im Vergleich zum Tier war.
Das Bewußtsein dieser neuen Spezies ist bereits am Werk auf der Erde, um all diejenigen zu erleuchten, die fähig sind, es zu empfangen und darauf zu hören.
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M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 25. Februar 1970
25. Februar 1970
Es ist äußerst interessant geworden, nur kann man nicht sprechen ... (Mutter hustet), und es ist besser, nicht zu sprechen.
Sehr interessant.
Ich verbrachte die ganze letzte Nacht bei Sri Aurobindo, und zwar mit einer WELT von Erklärungen. Er ließ mich eine Menge Dinge begreifen ... ja, außergewöhnlich. Und praktisch: über den aktuellen Stand der Dinge ... Nicht darüber sprechen, deshalb huste ich, das ist absichtlich.
Ungeheuer interessant.
(Schweigen)
Eine detaillierte Demonstration des Unterschieds zwischen den beiden Bewußtseinsarten.
(Schweigen)
Unter anderem erklärte er mir auf eine ganz praktische und ei
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 13. Juni 1970
13. Juni 1970
Wir müssen unser "Programm" für Auroville abschließen ... Auroville soll die Ankunft der neuen Spezies vorbereiten.
(Mutter schreibt:)
5) Die ganze Erde muß sich auf die Ankunft der neuen Spezies vorbereiten, und Auroville möchte bewußt daran arbeiten, diese Ankunft zu beschleunigen.
6) Schritt für Schritt wird uns geoffenbart, was diese neue Spezies zu sein hat, und in der Zwischenzeit ist es das beste, uns vollkommen dem Göttlichen zu widmen.
Das genügt ... Fortsetzung folgt.
***
(Mutter läßt ihre Assistentin Vasudha rufen und macht sich mit Sujatas Hilfe ans Ordnen von alten Papieren. Dabei entdeck
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 16. Mai 1970
16. Mai 1970
(Mutter hat eine sehr heisere Stimme.)
Keine Stimme ... Aber das macht nichts ... Hörst du mich?...
Wenn du Fragen hast, kannst du sie stellen.
Man hat den Eindruck, daß es knirscht und schwierig ist.
Ja.
(lange Kontemplation)
So könnte ich den ganzen Tag lang verharren.
Das Essen ist ein Problem geworden ...
(Schweigen)
Manchmal erhascht man einen kleinen Schimmer der Heldenhaftigkeit, die erforderlich ist, um die Arbeit zu tun, die du machst ...
(Mutter lacht) Der Körper ist ziemlich ausdauernd, ich kann mich nicht beklagen.
Wenn es eine Gewißheit gäbe, wenn Sri Aurobindo zum Beispiel sagen
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 1. Juli 1970
1. Juli 1970
(Satprem liest Mutter das vorhergehende Gespräch vom 27. Juni vor - "eine winzige Verschiebung des Bewußtseins". Mutter wollte diesen Text für die "Notizen auf dem Weg" verwenden.)
Ist das alles? Mehr habe ich nicht gesagt?... Ich hatte den Eindruck, etwas Interessantes gesagt zu haben ... Dies ist nicht sehr interessant.
Doch, da steckt viel drin!
Da ist immer so viel MEHR als das, was sich lesen läßt.
Ich hatte wirklich den Eindruck, etwas gesagt zu haben, und jetzt erscheint es mir wie nichts.
Laut vorgelesen kommt nicht so viel rüber, aber wenn man es für sich selbst liest und ein wenig mehr eindringt, fü
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 14. März 1970
14. März 1970
(In bezug auf die letzten von Mutter kommentierten "Aphorismen")
382 - Die moderne Menschheit braucht Maschinen wegen ihrer unheilbaren Barbarei. Wenn wir uns schon in eine unglaubliche Fülle von Komfort und Geräten einschließen müssen, dann müssen wir notgedrungen auch auf die Kunst und ihre Methoden verzichten. Denn auf Einfachheit und auf Freiheit zu verzichten, bedeutet sich der Schönheit zu berauben. Der Luxus unserer Vorfahren war reich, sogar prunkvoll, aber nie überladen.
383 - Ich kann den barbarischen Komfort und die protzige Zurschaustellung des europäischen Lebens nicht als zivilisiert bezeichnen. Mensch
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 6. Mai 1970
6. Mai 1970
(Mutter geht es wieder nicht gut. Sie hat Schwierigkeiten zu sprechen und ist ganz außer Atem.)
Es geht nicht.
Ich kann nicht mehr essen und ...
Wenn ich liege, geht es nicht, aber wenn ich in Konzentration versunken bin, geht es. Wenn du so bleiben möchtest ...
(Kontemplation)
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M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 25. März 1970
25. März 1970
Es ist immer noch schwierig. Die Dinge werden immer komplizierter und schwieriger, und gleichzeitig wird die Kraft immer größer, sogar in einem ganz erstaunlichen Ausmaß.
Aber für die Leute, die lieber ihre Ruhe haben wollen (lachend), ist das unangenehm.
Hast du etwas? Hast du nichts mitgebracht, nichts zu sagen?
Da ist ein Brief von dem Marquis, dem Freund von mir. Er bittet um deine Hilfe ...
Wofür?
Um sein Leben zu ändern und sich von all seinen materiellen und finanziellen Problemen dort zu befreien.
Ich dachte, er sei sehr reich?
Aber er will alles loswerden.
Ach!... Soll er es doch dem Ashram sche
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 10. Juni 1970
10. Juni 1970
Alle Nerven sind gestört ...
Ich bin zu nichts nütze, aber wenn du willst, können wir Savitri übersetzen.
Wir können auch ruhig bleiben ... das würde dir guttun. Ich bin sehr glücklich, einfach so zu sein.
Hast du die letzten Aphorismen erhalten?
Ja, es ist das Ende der Aphorismen, es endet gut.
(Satprem liest vor)
540 - Kannst du Gott in jenem sehen, der dich quält und dich tötet, auch im Augenblick deines Todes oder in der Stunde deiner Qual? Kannst du Ihn in dem sehen, den du im Begriffe bist zu töten - ihn sogar sehen und lieben, während du tötest? Dann hast du die höchste Weisheit berührt. Wie kann derjen