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M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 5. August 1970
5. August 1970
(Dieses Gespräch war das letzte vor einer schweren Prüfung, die sich erneut durch eine einmonatige "Krankheit" ausdrückte. Es sei bemerkt, daß wie durch einen Zufall, der kein Zufall war, Mutters treue Assistentin am 6. August nach Bombay abreisen mußte, um sich einer Krebsoperation zu unterziehen. Sie war das letzte Element, auf das sich Mutter in ihrer unmittelbaren physischen Umgebung verlassen konnte. Nun wird sie allein sein zwischen ihrem "Wächter" und ihrem Arzt. Gleich am 6. August bekam sie ein Fieber und eine Erkältung.)
Die Geldreserven sind plötzlich leer - nichts mehr da! Ich erwarte Geld, aber es kommt nicht (Gel
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 7. März 1970
7. März 1970
Zuerst wollte ich dir erzählen, daß Nolini eine sehr interessante Erfahrung hatte. Dies war gestern. Seit ein oder zwei Tagen fühlte er sich nicht wohl: er hatte Schwindelanfälle und konnte fast nicht gehen, er fühlte sich also ziemlich elend. Um ins Bad zu gelangen, mußte er dennoch aufstehen, aber er stand nicht sicher auf seinen Beinen, da sagte plötzlich etwas in ihm: "All das kommt davon, daß dein physisches Bewußtsein kein Vertrauen hat: es glaubt nicht, es hat kein Vertrauen", und MIT EINEM SCHLAG fühlte er, wie ihn etwas packte, und alles war weg! Er fühlte sich wieder vollkommen wohl, und so blieb es auch. Er wußte sehr wohl, daß
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 21. Oktober 1970
21. Oktober 1970
Ich habe alte Papiere gefunden.
(Satprem liest)
"Man sagt mir, daß du beabsichtigst, Kopien des Porträts, das du von mir gezeichnet hast, zu verteilen. Es wäre besser, in diese Versammlung nichts Persönliches einzubringen, das die Atmosphäre einer entstehenden Religion suggerieren könnte."
Das war für Auroville, und zwar ein von Y gemaltes Porträt. Hast du es gesehen? Du hast es gesehen! (Mutter lacht)
Das war eine höfliche Weise, es ihr zu sagen. Aber sie hörte nicht auf mich und verteilte es trotzdem.
***
(Dann hört sich Mutter die englische Übersetzung gewisser Auszüge der "höllischen" Agenda
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 3. Oktober 1970
3. Oktober 1970
(Mutter gibt Satprem einen Kalendernotizblock, dann einen Filzstift.)
Welche Farbe ist das?
Violett.
Das Violett der Macht.
(Mutter sucht vergeblich nach einem grünen Filzstift für Sujata
und gibt ihr schließlich einen blauen)
Hast du etwas?
(Mutter tritt in eine lange Kontemplation. Die Atmung verbessert sich, wird ruhiger, aber von Zeit zu Zeit treten Zuckungen des linken Beins und der Schultern auf, vor allem der rechten Schulter.)
Hast du nichts?
Gibt es etwas Neues?
(Mutter schüttelt den Kopf und geht wieder in sich)
Hast du mir wirklich nichts vorzulesen?
Wenn du möchte
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 28. Januar 1970
28. Januar 1970
(Satprem fängt an, Mutter sein Vorwort zur zweiten Ausgabe vom Abenteuer des Bewußtseins vorzulesen. Wir veröffentlichen es hier, um den Puls jener Zeit wiederzugeben.)
Das Zeitalter der Abenteuer ist vorbei.
Selbst wenn wir uns bis in die siebente Galaxis begeben, so tun wir das computergesteuert und in einen Raumanzug gehüllt; und nichts ändert sich, wir stehen genauso da wie zuvor: als hilflose Kinder angesichts des Todes, als Lebewesen, die sich nicht im klaren sind, warum und weshalb sie leben und wohin es geht. Was die Erde betrifft, wissen wir nur zu gut, daß die Zeiten eines Cortez oder Pizarro Vergangenhei
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 21. Januar 1970
21. Januar 1970
(Mutter hört sich die Lektüre der englischen Übersetzung des Gesprächs vom 13. Dezember 1969 an, wo sie von der Heilung des Bösen "ohne Verdrängung" sprach: "Die Vorstellung von Gut und Böse führt zur Verdrängung ... Nur die Schwäche unseres Bewußtseins bewirkt diese Trennung." Dann sagt sie: "Man muß lernen zu verschwinden". Satprem hatte vorgeschlagen, gewisse Auszüge daraus in den "Notizen auf dem Weg" zu veröffentlichen.)
Ist das der Schluß?...
(Zu Nolini:) Denken Sie, daß das geht? Wird das nicht bloß eine große Verwirrung auslösen?... Ich bin mir nicht sicher.
Sie werden sich völlig verloren fühlen.
(Schweige
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 16. September 1970
16. September 1970
(Mutter schien es viel besser zu gehen.
Nachdem sie "Transformations"-Blüten verteilt hatte,
trat sie in eine lange, friedliche Kontemplation.)
Der Friede ist zurückgekommen ... Von Zeit zu Zeit noch eine Spannung.
(langes Schweigen)
Hast du nichts zu fragen?
Nein, liebe Mutter.
(Mutter tritt aufs neue in Kontemplation)
Hast du keine Fragen?
Man hat den Eindruck, daß die Macht [in Mutters Nähe] immer mächtiger wird.
(nach einem Schweigen)
Die Leute, die krank waren, haben sich wieder erholt [[Insbesondere Mutters Gehilfin, die eine Krebsoperation durchgemacht hat (und die immer noch in B
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 7. Januar 1970
7. Januar 1970
Ich habe einige Papiere wiedergefunden ...
(Mutter deutet auf mehrere Notizen)
Aber erst wollte ich dir noch zwei Aphorismen zeigen, die ich gestern erhielt. Plötzlich ... (Geste einer Herabkunft) ist Sri Aurobindo gekommen und schrieb etwas - auf französisch. Hinterher erinnerte ich mich nicht einmal mehr an das, was er geschrieben hatte. Ich bat nur darum, den Text sofort zu bekommen (denn er war es, der geschrieben hatte). Gestern abend brachte man ihn mir, damit ich ihn dir zeigen kann.
(Mutter überreicht Satprem ein Blatt Papier)
272 - Wer eine hohe spirituelle Stufe erreichen will, muß Prüfungen und Examen ohne En
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 8. April 1970
8. April 1970
(Leider bewahrte Satprem die Tonbandaufnahme des folgenden Gesprächs nicht auf. Vielleicht spürte er zu sehr die scheinbare Negativität von Mutters Schwierigkeiten, obwohl gerade diese Negativität Teil der Erfahrung war ... Zu Beginn des Gesprächs schreibt Mutter einen Text ins Reine, der vervielfältigt werden soll.)
Seit zwei Tagen ist mein Sehvermögen viel schwächer geworden.
(Schweigen)
Da ist eine Schwierigkeit: Allmählich kann ich nicht mehr essen, deshalb ... wird es schwierig.
Liegt das am Bewußtsein oder am Körper?
Es ist ... ich weiß nicht. Ich weiß nicht, was los ist.
(Schweigen)
Der Körper scheint
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 10. Oktober 1970
10. Oktober 1970
(Mutter verteilt "Transformations"-Blüten und steckt sich eine davon ins Knopfloch, dann spricht sie wieder über die Übersetzung der Einleitung von "La Genèse du Surhomme".)
Ich dachte daran, Shu-Hu zu bitten, es ins Chinesische zu übersetzen. Das wäre gut.
Soll ich ihn für dich bitten?
Ja, sag ihm, daß ich ihn bitte, es zu tun, wenn er so lieb wäre. Wenn man es nach China schicken könnte ... In Shantiniketan lebt ein Chinese, aber ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm (er hat sein ganzes Vermögen den Kommunisten in China überlassen und bleibt hier). Er ist ein Philosoph, ein sehr intelligenter Mensch ... Aber die Ü