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M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 31. Oktober 1970
31. Oktober 1970
(Mutter versucht, einige speziell für sie in großer Schrift abgeschriebene englische Verse aus Savitri zu lesen.)
Das ist ein merkwürdiges Phänomen: F hat das abgeschrieben, und sie versteht den Text nicht gut - für sie sind das eben nur Worte -, und ich kann es nicht lesen!
Ja, ich verstehe. Das liegt am Bewußtsein, mit dem sie es abgeschrieben hat.
***
(Dann hört sich Mutter die Lektüre einiger Briefe
von Sri Aurobindo an:)
(Frage:) X hat mich gefragt, ob es möglich ist, daß im Laufe der Reinkarnationen eine Frau ein Mann wird oder ein Mann eine Frau. Er dachte an einige weibliche Züge sein
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 19. September 1970
19. September 1970
(Mutter geht es wieder etwas schlechter als letztes Mal)
Hast du etwas?
Nein, liebe Mutter, nichts Besonderes ... Hast du Veränderungen festgestellt?
(Mutter schüttelt den Kopf)
(lange Meditation mit keuchendem Atem)
Hast du keine Fragen?
Konntest du eine Erklärung für diese schwierige Passage finden?
(Mutter schüttelt den Kopf)
Aber ist es jetzt vorbei?
Oh, ja, vollkommen.
(weitere Meditation mit eingeengtem Atem)
Hast du nichts zu fragen?
Ich sah einen Text von Sri Aurobindo, den ich interessant fand ...
Ach!
Da stellt sich eine Frage ... Es handelt sich um
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 2. September 1970
2. September 1970
(Mutters erste Worte seit fast einem Monat. Ihr linkes Auge ist sehr geschwollen. Ihre Stimme ist verschleiert. Die Schwierigkeiten sind noch nicht vorbei.)
Kann nicht sprechen: das löst einen schrecklichen Husten aus.
(lange Meditation)
Kennst du einen Mann mit rötlich-dunkelblonden Haaren und einem Bart?
???
Nein?... Er war da (Geste zu Satprems Seite)
Weißt du nicht, wer es ist?... Er saß da, auf dem Boden.
(Mutter schaut wieder)
Du hast jetzt viele Schüler, nicht wahr?
Ja [[Satprem hatte gehört "es sind viele Schüler da" und hatte gedacht, Mutter beziehe sich auf diesen rothaarigen M
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 13. Mai 1970
13. Mai 1970
R fragte mich, was wir unter Religion verstehen ...
(Mutter zeigt Satprem einen Brief)
Liebe Mutter, der Begriff Religion ist meistens mit der Suche nach Gott verknüpft. Ist er nur unter diesem Aspekt zu verstehen? Gibt es heute nicht auch andere Formen von Religionen?
Ich hatte etwas geschrieben, BEVOR ich diese Frage erhielt. Es kam auf englisch:
(Mutter reicht Satprem eine Notiz)
Wir bezeichnen als "Religion" jede Anschauung der Welt oder des Universums, die sich als eine alleingültige Wahrheit präsentiert, an die man unbedingt zu glauben hat - meistens, weil man von dieser Wahrheit annimmt, daß sie einer Offenbaru
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 20. Mai 1970
20. Mai 1970
(In den letzten Tagen hatte Mutter eine leichte Entzündung am linken Auge, sowie einen Zahnabszeß - Satprem hatte ebenfalls eine Zahnentzündung.)
Nach dem Auge, der Zahn ... Ein Ding nach dem anderen. Nun ...
Das geht einfach so weiter ...
(Schweigen)
Hast du die Broschüre [über Auroville und die Religionen] gesehen? Sie ist gut ... Ich habe sie in Auroville verteilen lassen. Die Leute von "Auromodèle" kommen abwechselnd am Dienstagnachmittag (jeden Dienstag kommen fünf oder sechs), ich gab sie ihnen gestern.
Ich sehe auch einige; sie besuchen mich nacheinander.
Ach?
Ja, man hat den Eindruck, daß sie ein
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 28. Februar 1970
28. Februar 1970
(Mutter hustet immer noch)
Die Arbeit im Körper geht in beschleunigtem Tempo voran, aber es ist nicht leicht ... Jedenfalls sehr präzise, sehr genau. Ich habe dir erzählt, daß ich eine ganze Nacht bei Sri Aurobindo verbrachte und er mir bis ins Detail erklärte, was sich alles mit dem Körper abspielt ...
Es ist schwierig.
Man hat so sehr den Eindruck, daß der Zustand, den man vorher normal fand, ein Zustand völliger Dummheit ist ... und daß alle, aber auch alle Stützpunkte, die man hatte, überhaupt nichts taugen. Deshalb ist es ... schwierig.
Da sind Dinge ... Höchst interessant! Man glaubt immer, es gebe gewisse
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 28. November 1970
28. November 1970
(Satprem gibt Mutter seine Rente und fragt sie, ob er etwas Geld behalten könne, um sich außerhalb von Pondicherry in den Nandanam-Gärten ein Zimmer einzurichten.)
Ja, das wird dir gut tun.
***
(Dann übersetzt Mutter einige Abschnitte aus Savitri,
darunter diesen:)
Il prête de la beauté à la terreur des gouffres
Et des yeux fascinants aux dieux périlleux,
Revêt de grâce le démon et le serpent.
II.II.106
Sie leiht dem Schrecken jener Klüfte ihre Schönheit
und den gefahrvollen Göttern ihre hinreißenden Augen.
Mit Anmut kleidet sie den Dämon und die Schlange.
(dt
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 30. September 1970
30. September 1970
(Mutter ist etwas verspätet)
Ich weiß nie, welchen Tag wir haben, und man sagt es mir auch nicht, deshalb wußte ich nicht, daß heute dein Tag ist. Nun bin ich verspätet. Ich weiß überhaupt nicht mehr, welchen Tag wir haben. Ich bin dabei, Leute zu empfangen, und dann sagt man mir plötzlich, es sei Mittwoch ... Ich weiß nicht einmal, ob es Mittwoch oder Samstag ist.
Ich lebe völlig außerhalb der Zeit, außerhalb der kleinen täglichen Realität.
(Schweigen)
Gestern sah ich G, es geht ihm nicht sehr gut.
(nach einem langen Schweigen)
Ich habe den Eindruck, er lebt außerhalb der Atmosphäre.
Dennoch sa
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 1. April 1970
1. April 1970
T stellte mir eine Frage in bezug auf den Tod ihres Bruders, N.J. [[Ein junger Lehrer, der vor einigen Jahren gestorben war. ]] Wie es scheint, wußte er schon einige Monate vorher, daß er sterben würde, und er sagte: "Aber ich werde im Ashram wiederkommen." Dann sah ihn seine Schwester. Ich sagte ihr: "Ich weiß, daß ich ihn, als er starb, zu einer Ruhestätte geleitete - vermutlich ist er nun von dort zurückgekehrt." Nachdem sie mit mir darüber gesprochen hatte, konzentrierte ich mich ein wenig, und eines Nachts sah ich ihn: er war zurückgekehrt, und zwar im Körper eines zwei oder drei Jahre alten Kindes. Aber ich sah ihn nicht hier
M u t t e r s . A g e n d a Bd 11 - 10. Januar 1970
10. Januar 1970
(Trotz seines nebensächlichen Charakters veröffentlichen wir den Anfang des folgenden Gesprächs, denn es ist sehr aufschlußreich bezüglich der Schwierigkeiten, mit denen Mutter zu kämpfen hatte.)
... Und dann dies, eine Übersetzung: Jemand, der hier war (er ist jetzt wieder fortgegangen), hat eine Übersetzung gemacht. Wahrscheinlich taugt sie nicht viel, ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wem ich sie geben soll. Falls du irgendwann einmal nichts anderes zu tun hast ...
Liebe Mutter, das Problem ist, daß man in der Druckerei schon jetzt nicht imstande ist, die existierenden Übersetzungen herauszubringen - es geht nicht