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21. Dezember 1963
(Über die "Freuden" der tantrischen Disziplin, als Satprem noch am siebentausendsten oder vielleicht siebenhunderttausendsten tantrischen Yantra kritzelte.)
... Es stimmt übrigens, daß mich von Zeit zu Zeit ein Gefühl der Revolte packt, aber immer mehr stecke ich in einer Art Nichts - es bleiben nicht mehr viele Dinge, die einen Sinn haben. Ich hing sehr am Leben, ich liebte das Leben, ich fand das Leben schön - das ist vorbei.
Oh, ja! Ich verstehe!
Aber war nicht trotzdem etwas Gutes an dieser Liebe zum Leben?
Ja... aber später, wenn es anders geworden ist, als es jetzt ist.
18. Mai 1963
(Mutter bittet um einen Kasten mit Wasserfarben, weil sie die verschiedenen Farben der Bewußtseinsstufen demonstrieren möchte, die von der Natur bis zum Höchsten führen, angefangen bei der materiellsten Natur. Es handelt sich darum, das Symbol des Unendlichen, die Zahl 8 zu illustrieren, um die es im Gespräch vom 11. Mai ging: das unendliche Spiel des Höchsten, der sich zur Natur hinabneigt, und der Natur, die sich zum Höchsten erhebt. Mutter spricht englisch mit einem Maler, der die Anweisungen an H, die die Illustrationen zu
Savitri anfertigt, weitergeben soll.)
Natürlich sind dies alles Lichter, deshalb lassen sie s
31. Dezember 1963
(Mutter probiert die Orgel aus: eine kleine weiße Silhouette, die sich auf ihrem Schemel hin und herwiegt)
Gut.
Du hast es sicher aufgenommen?... Dann können wir es morgen abspielen, das erspart mir Arbeit!
(Sujata:) Ist das "Arbeit"?
Du, du amüsierst dich.
Es amüsiert mich auch... Ich weiß nicht, ich weiß überhaupt nicht, was ich tue, überhaupt nicht! Ich höre es kaum. "Etwas" amüsiert sich dort. Wenn ich auch nur eine Minute lang hinhöre, fängt es an zu stören.
Das genügt, oder?
Was sagst du da drüben (Satprem)? Genügt es, oder willst du noch mehr?
Das hängt davon ab, ob d
30. November 1963
(Nach einer Meditation mit Mutter)
Glaubst du an Musen?
[Satprem ist verblüfft] An Musen?... Ich glaube an die Inspiration.
Ich sah nämlich... Es war so präzise, so konkret und materiell, daß ich mich einen Augenblick lang fragte, ob es physisch war oder nicht; nur ein Arm und eine Schulter von einer Person, die hinter dir stand, war zu sehen, aber verschleiert, das heißt so, als sei sie in Nebel gehüllt, damit man sie nicht sieht. Es war der Arm einer sehr jungen Frau, von einem sehr milchigen Weiß und ein wenig rundlich - nicht dick, aber ohne Kanten. Eine Hand und ein Arm mit sehr weißer Haut
28. September 1963
Erinnerst du dich an Savitris "Debatte mit dem Tod"?... Dort scheint Sri Aurobindo zu sagen, daß die Unordnung entstand, als das Leben in die Materie eindrang.
(Mutter blättert im dicken Heft ihrer Übersetzung)
Obwohl Gott diese Welt für seine Seligkeit erschuf,
nahm eine unwissende Macht sie in Beschlag, scheinbar als Gottes Wille.
Although God made the world for his delight,
An ignorant Power took charge and seemed his Will
Diese Macht gab sich den Anschein Seines Willens.
Und des Todes tiefe Unwahrheit unterwa
16. April 1963
(Der Anfang dieses Gespräches wurde nicht aufgezeichnet, weder die "persönlichen" Fragen noch die Ereignisse, die zur gegenwärtigen Situation führten, aber es scheint, daß X Satprem trotz ihres Bruches einlud, zu ihm zu kommen, um die tantrische Sadhana mit ihm fortzusetzen.)
Welche Verbindung soll ich von einem tiefen Standpunkt aus gesehen mit X bewahren? Wenn ich zu ihm gehe, wird eine Beziehung trotz allem unvermeidlich sein...
Er kann dich beeinflussen, weil du anfänglich unter seinem Einfluß gestanden hast. Dadurch hat er die mentale Macht, dich zu beeinflussen - dich in seine eigene Atmosphäre z
26. Oktober 1963
(Pondicherry wurde gerade von einem Wirbelsturm betroffen, und Satprem befiel ein merkwürdiges Fieber.)
Hast du während des Wirbelsturms nichts besonderes gefühlt?
Man hat immer den Eindruck, daß etwas in Wut ausgebrochen ist, das keineswegs freundlich gesinnt ist.
(Lachend) Offensichtlich!
Zuerst kam es aus einer Richtung, dann Totenstille - so ist es immer. Weißt du, wie es bei Wirbelstürmen zugeht? Sie drehen sich, und im Zentrum herrscht völlige Windstille. Ringsum tobt der Wirbel; das ganze dreht sich und bewegt sich vorwärts. Der erste Teil (sozusagen die vordere Front des Wirbelsturms) b
14. Dezember 1963
Hat dir W von seiner Erfahrung erzählt? Nein?... Er sagt, er habe neulich eine außergewöhnliche Kraft erlebt, eine Art Macht, die aus allen seinen Poren strömte und sich ausbreitete, so daß er sich ungeheuer mächtig fühlte, und dies habe stundenlang angehalten.
Eine sehr gute Erfahrung.
Welche Kraft?
(Mutter lächelt) Weißt du, es gibt zwei Kategorien von Menschen: jene, die von Natur aus empfangen, sie sind empfänglich, sie empfangen und mögen gerne empfangen, sie mögen das Gefühl des Empfangens; und jene, die gerne geben, sie lieben das Gefühl des Gebens. Nun, jene, die gerne empfangen, erlebe
18. Dezember 1963
(Mutter liest den Text eines Briefes von Sri Aurobindo vor:)
Es ist ebenso unwissend und meilenweit von meiner Lehre entfernt, diese in euren Beziehungen zu den Menschen suchen zu wollen oder im Adel des menschlichen Charakters oder in der Vorstellung, wir seien hier, um eine mentale, moralische oder soziale Wahrheit und Gerechtigkeit auf der Grundlage menschlich-egoistischer Werte zu begründen. Ich habe nie so etwas versprochen. Die menschliche Natur ist voller Schwächen, selbst ihre Rechtschaffenheit und ihre Tugenden sind Eitelkeiten, Schwächen und Wichtigtuereien einer selbstzufriedenen Eigenliebe...
VORWORT
Diese
Agenda .... ist
mein Geschenk an die,
die mich
lieben.
DIE
MUTTER
Bereiten wir uns für die Stunde Gottes vor.
DIE
MUTTER
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