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25. September 1963
(Mutter liest die Aufzeichnung einer neuen Erfahrung:)
Es kam auf englisch - ich möchte es im Bulletin bringen, um eine Lücke auszufüllen! Es muß auch ins Französische übersetzt werden.
Love is... (es erübrigt sich zu sagen, daß dies die Verdichtung einer Erfahrung ist - einer Erfahrung, von der ich nicht spreche).
Liebe ist nicht sexuelle Beziehung.
Liebe ist nicht vitale Anziehung und Austausch.
Liebe ist nicht des Herzens Hunger nach Zuneigung.
Liebe ist eine mächtige Schwingung, die direkt vom Einen kommt.
Und nur die sehr Reinen und sehr Starken si
21. September 1963
(Im Laufe des Gesprächs erwägt Mutter die Möglichkeit, am 29. Februar 1964, dem zweiten Jahrestag der supramentalen Manifestation, eine Botschaft zu verlesen, falls ihr eine zuteil wird. Dann fügt sie hinzu:)
... Wenn ich überhaupt sprechen kann.
?
Ja, mir wurde auf sehr liebenswerte Art mitgeteilt, ich werde nicht mehr sprechen können.
Was willst du damit sagen?
Ach, die feindlichen Kräfte verbreiten alle möglichen Suggestionen. Mir wurde gesagt, daß ich den Gebrauch der Sprache verliere - (lachend) das wird für alle besser sein!
(Satprem findet das nicht komisch)
Dies trug s
22. April 1963
(Brief von Satprem an Mutter)
Rameshwaram, Montag, 22. April
Liebe Mutter,
Gestern bin ich gut hier angekommen. Bis jetzt habe ich die meiste Zeit damit verbracht, gegen ein schreckliches Gefühl in meinem Herzen, in meinen Gedanken, in meinem Körper anzukämpfen. Es ist so stark, daß ich heute den erstbesten Zug nehmen würde, um zurückzukehren, wenn ich nur könnte. Noch nie habe ich mich hier so gefühlt. Beinahe hätte ich telegraphisch um Deine Hilfe gebeten. Ich werde versuchen, es hier so lange "auszuhalten", wie es die Höflichkeit gebietet, und dann werde ich schnellstens abreisen.
In materie
10. August 1963
Aphorismus
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-
Der Schmerz ist wie die Hand unserer Mutter, die uns lehrt, auszuharren und in Seligkeit zu wachsen. Ihr Unterricht vollzieht sich in drei Stufen: zuerst ertragen, dann Gleichmut der Seele, schließlich Ekstase.
Solange es sich um moralische Dinge handelt, ist das absolut klar, indiskutabel: alle moralischen Schmerzen bilden den Charakter und führen einen geradewegs zur Ekstase, wenn man sie zu nehmen weiß. Wenn jedoch der Körper betroffen ist...
Es stimmt zwar, der Arzt sagte selbst (lachend: der Arzt repräsentiert den Zweifel mit großem
19. Oktober 1963
Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß aus der äußersten Spannung der Umstände eine gewaltige Kraft resultieren muß (vermutlich eine transformierende Kraft).
Laß mich das näher erklären:
Die Hilfe ist immer vorhanden, denn ohne jeden Zweifel spürt man das Wirken der Kraft (die "Kraft", d..i.. das höchste Bewußtsein und die höchste Weisheit); die Kraft übt eine Art Druck auf alle Leute und alle Umstände aus - im positiven Sinne, damit das Beste geschieht, und zwar auf hierarchische Weise, d.h. das Höchste und Reinste (du kennst meine Definition des "Reinen") dient als Zentrum, um welches sich die Dinge or
30. Oktober 1963
(Zu Satprems Geburtstag schreibt Mutter folgende Botschaft:)
Ein Tag wird kommen, wo all die schönen Träume
Wirklichkeit werden - eine Wirklichkeit,
die viel wunderbarer ist als alles, was wir uns erträumen können.
Mit unserer Liebe und unserem Segen.
Ich schreibe es auf französisch, aber Sri Aurobindo sagte dies für dich!
Ich schrieb absichtlich "unsere".
Er sagte mit Entschiedenheit: "Sag ihm das, damit er es nicht vergißt: All das Schönste, Wunderbarste, Phantastischste, das man sich nur erträumen kann, ist ni
12. Januar 1963
Die Arbeit häuft sich nur so!... Neulich lasest du mir aus deinem Manuskript vor, daß Sri Aurobindo vierzehn Stunden am Tag gearbeitet hat, und jetzt wollen sie, daß ich dasselbe tue - bis jetzt wehre ich mich noch.
Da hast du auch recht!
Es ist schlimm.
Du weißt, daß er auf diese Weise sein Augenlicht verlor. Er überanstrengte seine Augen. Ich bin mir sicher, daß dies der Grund war, denn ich hörte ihn das selber sagen. Eines Tages, als man ihm einen Stapel Bücher zum Unterschreiben brachte und er dachte, niemand könne ihn hören, entwich es ihm: Oh, they want to make me blind! [Ach, sie wollen, d
26. Juni 1963
(Über Satprems tantrisches Yantra)
Gerade machte ich einen Versuch mit dem Schreiben der Silbe OM. Beim vierten, fünften, sechsten Mal wird es fabelhaft!
Ich wollte wissen, warum man dir diese Arbeit auftrug und welcher Nutzen daraus
zu ziehen sei. Also setzte ich mich hin, um dein Yantra zu schreiben, und es
wurde sehr lebendig. Ich sah es vor mir - ich sah es die ganze Zeit. Ich sagte mir: Allein die Tatsache DES SCHREIBENS muß eine Wirkung haben." Dann machte ich mich daran, mit großer Sorgfalt OM zu schreiben... Beim vierten, fünften Mal wurde es fabelhaft - als würde eine besondere Schwingung erzeugt.
29. Dezember 1963
(Mutters Nachricht an Satprem)
Satprem, mein liebes Kind,
Ich werde dich am 31. im Musikzimmer sehen und möchte, daß auch
Sujata um 10 Uhr kommt, denn ich will verschiedene Klaviaturen
ausprobieren, und sie kann mir helfen, sie einzustellen.
Meine Zärtlichkeit ist immer bei dir
Mutter
@
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24. August 1963
(Mutter fragt Satprem, ob er für das nächste
Bulletin eine Frage zum Aphorismus über die "Entsagung" vorbereitet hat. Dann fügt sie hinzu:)
Darüber hielt ich dir große Reden, ich erinnere mich aber nicht mehr daran. (Lachend) Nachts hielt ich dir eine lange Rede darüber, und mitten in der Nacht sagte ich mir sogar: "Halt, das muß ich morgen Satprem erzählen!"
Ich sagte dir, daß der einzige Vorgang der Entsagung, den ich je kannte und der sich mehrmals in meinem Leben wiederholte, das Aufgeben eines Irrtums betraf. Man hielt etwas für wahr - wahrscheinlich war es das auch während einer bestimmten Zeit -, un