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9. Juni 1959
(Brief
von Satprem an Mutter)
Rameswaram,
9. Juni 1959
Liebe
Mutter,
Entschuldige
meine letzten Briefe. Ich litt.
Ich habe das
Gefühl, sehr fern von Dir zu sein, seit Monaten. Ich sehe Dich nicht
mehr in meinen Träumen, ich fühle Dich nicht mehr. Welchen Weg verfolge
ich bloß?
Trotz all
meiner Revolten brauche ich Dich, brauche ich Wahrheit, Licht und Liebe.
Ich glaube all das schon gekannt zu haben, gehabt zu haben, und
enteignet worden zu sein. Vielleicht leide ich deshalb.
Mutter, führ
mich zu Dir, ich bin blind und ohne
Mai 1959 b
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, Mai 1959
Liebe Mutter,
Ich habe X Deinen Brief
vorgelesen. [[ In dem Mutter um bestimmte Erklärungen der Erfahrungen bat, die sich während ihrer Meditationen mit X zutrugen. ]] Zuerst sagte er:
"Ich werde es morgen erklären." Dann fügte er hinzu: "Normalerweise konzentriere ich mich auf die Gottheit, die über die Meditation präsidieren oder uns helfen wird, bevor ich zu Mutter gehe. Auf diese Weise kommt eine Gottheit (Göttin) und mit ihr die Zeremonie und das Ritual und die Farben. Ich werde es morgen erklären." Weil ich seinem "morgen" nicht ganz traue, beharrte i
5. Juli 1958
Ich habe Z gerade mein Programm zur Bewältigung der gegenwärtigen
Schwierigkeiten vorgestellt, [[ Die finanziellen Schwierigkeiten des
Aschrams. ]] und ich glaube, wenn er mich nicht für vollkommen verrückt
hielt, dann nur weil er einen sehr hohen Respekt vor mir hat! Und wie stets
in solchen Fällen herrschte eine solche Freude in mir, ein wahres
Frohlocken: alle Zellen tanzten. Ich verstehe, warum die Leute anfangen zu
singen, zu tanzen ... eine ungeheure Kraft ist erforderlich, um so
(unerschütterlich) zu bleiben: ein Verlangen zu singen sitzt in der Kehle!
***
S brachte m
22. November 1956
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 22. November 1956
Liebe Mutter,
Seit Wochen und Wochen verbringe ich fast alle meine Nächte im Kampf mit
Schlangen. Diese Nacht wurde ich von drei verschiedenen Sorten von Schlangen
angegriffen, eine giftiger und widerlicher als die andere???
Bernard
@
ISBN 3-920083-01-3
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22. Oktober 1958
(Botschaft von Mutter)
Sieg bedeutet: die endgültige Befreiung des auf der Erde verkörperten
Bewußtseins von den Ketten der Unwissenheit. Das mußte über Zeitalter hinweg
durch eine spirituelle Evolution vorbereitet werden. Natürlich bestand die
Arbeit bis jetzt in einer Vorbereitung, deren Ergebnis die lange spirituelle
Anstrengung und Erfahrung der Vergangenheit war. Sie hat ein Stadium
erreicht, wo die entscheidende Anstrengung möglich geworden ist.
Sri Aurobindo
@
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27. November 1958
(Mutter fragte sich bezüglich Satprems Karma und der tantrischen
Disziplin, die er gerade verfolgte, um dieses Karma aufzulösen, warum sie
das Karma nicht selber direkt auflösen konnte und es nötig war, über "Vermittler" vorzugehen.)
Ich betrachtete den Vorgang oder den Ablauf der Dinge mehr vom
spirituellen, allgemeinen Gesichtspunkt, während das hier ein okkulter
Gesichtspunkt im Detail ist.
Einen Punkt hatte ich zum Beispiel immer für bedeutungslos gehalten, und
zwar die Vermittler für eine Handlung zwischen dem individuellen
spiritualisierten Wesen, der bewuß
11. November 1958
(Mutter bringt eine weitere Modifikation ihrer Botschaft für den
1. Januar 1959: anstatt "eine allmächtige Feder, die mich mit einem Stoß in
eine Unermeßlichkeit ohne Form und ohne Grenzen schleuderte, die Quelle der
neuen Schöpfung", schreibt Mutter: "eine Unermeßlichkeit ohne Form und ohne
Grenzen, in der die Keime der neuen
Welt schwingen".)
Die Objektivierung der Erfahrung geschah graduell, wie immer bei mir.
Wenn ich eine Erfahrung habe, bin ich ganz und gar "weiß" wie ein
neugeborenes Kind: alles widerfährt ihm "einfach so". Ich weiß nicht, was
geschieht, ich e
13. November 1957
Werde weit wie die äußerste Grenze des Universums ... und darüber hinaus.
Akzeptiere stets alle Notwendigkeiten des Fortschrittes und löse sie in der Ekstase der Einheit auf. Dann wirst du göttlich sein.
@
ISBN 3-920083-01-3
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11. Oktober 1960
Ich komme
gerade zum Ende vom Yoga of Self-Perfection ... Wenn man ein
Menschenleben ansieht, was es (selbst in den besten Fällen) an Idiotie,
Dummheit, Kleinheit, Engstirnigkeit darstellt (ich spreche nicht einmal
von Unwissenheit, denn dort ist es schreiend), selbst bei jenen, die
sich einbilden, sie hätten ein großzügiges Herz, tolerante Gedanken, den
Willen, Gutes zu tun!... Jedesmal wenn sich das Bewußtsein in eine
bestimmte Richtung wendet, um ein Ergebnis zu erreichen, zeigt sich
augenblicklich alles Vergangene des Daseins (nicht nur persönlich,
sondern in dies
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - 10. März 1959
10. März 1959
(Satprem kehrte also zum
Aschram zurück, weil er aber sehr bald wieder
vom Reisefieber ergriffen wurde, ist diese Agenda des Jahres 1959 leider von
großen Löchern durchsät und nahezu inexistent. In der folgenden Unterhaltung
geht es um einen von Mutters Kommentaren
über die Dhammapada: "Das Böse".)
Ich verbrachte eine Nacht - eine Nacht des Kampfes -, wo aus irgendeinem
Grund eine Horde von Kräften des Vitals in mein Zimmer eindrang, Kräfte
aller Arten: Wesen, Dinge, entstehende Wesen, Überbleibsel von Wesen - alles
nur mögliche ... Ein fürchterlicher Ansturm, wirklich absc