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3. April 1958
(Brief von Satprem an Mutter)
Kataragama, 3. April 1958
Liebe Mutter,
Ich wartete, bis alles in mir gut geordnet ist, um Dir von neuem zu schreiben. Ein bedeutender Wechsel hat sich vollzogen: etwas in mir scheint sich "angeklammert" zu haben - vielleicht das, was Sri Aurobindo den "zentralen Willen" nennt - und ich lebe wörtlich unter dem Zwang der göttlichen Realisation. Es ist das, was ich will, nichts anderes, es ist das einzige Ziel des Lebens, und ich habe endlich verstanden (nicht mit dem Kopf), daß die äußere Verwirklichung in der Welt die Folge der inneren Verwirklichung sein wird. So wiederhole
4. April 1955
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 4. April 1955
Mutter, seit mehr als einem Jahr bin ich hier bei
Dir, und nichts,
keine einzige wirklich bedeutende innere Erfahrung, kein Zeichen ist
gekommen, welches mir erlaubt zu fühlen, daß ich Fortschritte gemacht habe
oder auch nur auf dem richtigen Weg bin. Ich kann nicht einmal sagen, daß
ich glücklich bin.
Ich habe nicht die unsinnige Vermessenheit, das Göttliche anzuklagen oder
gar Dich selbst - und ich bin immer noch überzeugt, daß all dies mein Fehler
ist: ich habe mich zweifellos in einem Teil von m
14. Januar 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Rameswaram, 14. Januar 1959
Liebe Mutter,
Heute morgen sagte X mir, er würde mit Freude seine Tätigkeit für Dich
fortsetzen, wenn das Deiner Arbeit helfen könnte; er hat sie auch
beibehalten, obwohl er wußte, daß der unheilvolle Einfluß aus dem Aschram entfernt worden war. Diesbezüglich sagte X mir, daß der bösartige Geist
weiterhin das Aschram umkreist, jedoch außerhalb seiner "Grenzen", und es
wäre erforderlich, wenn Du beistimmst, daß er irgendwann nach Pondicherry
kommt, um den "Übeltäter" direkt in den Griff zu bekommen und ihn endgült
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - Oktober (?) 1955
Oktober (?) 1955
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 1955
Mutter, als ich Dich verließ, bekam ich Post von meinen Freunden aus Bangalore. Sie haben gerade eine alte mongolische Residenz in Hyderabad gekauft, umgeben von Gärten, die dem Nizam gehörten ... Sie schlagen vor, daß ihr neuer Besitz ein bezaubernder Rahmen wäre, um das Buch zu schreiben, das ich seit Jahren schreiben wollte und das ich nicht schrieb, weil ich dauernd über Berg und Tal rannte. Schließlich sagen sie ausdrücklich, wenn ich Bedenken hätte, lange bei ihnen zu bleiben, könnten sie leicht bei ihrem Freund, dem Maharadscha von Jaipur, oder auch i
13. April 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 13. April 1959
Liebe Mutter,
Hier ist der Entwurf für das geplante Buch über Sri Aurobindo, für
Éditions du Seuil.
Es ist nur eine Skizze, und die vorgeschlagene Reihenfolge kann sich
entsprechend der inneren Notwendigkeiten ändern, während ich schreibe, aber
dies sind die betrachteten Themen. Jetzt würde ich gerne wissen, was Du
fühlst, ob Du Änderungen, Zuträge oder Abträge siehst.
Dein Kind mit Liebe,
Satprem
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2. Mai 1956
(Auszug aus der Mittwochsklasse)
Mutter, Du hast gesagt: "Das Supramental ist auf die Erde
herabgekommen". Was bedeutet das genau? Du hast auch gesagt: "Die
Versprechungen sind erfüllt worden". Was sind diese Versprechungen?
Ah! da, die Unwissenheit! Seit langer Zeit wurde es versprochen, seit
langem wurde es gesagt - nicht nur hier: seit dem Anfang der Erde. Es gab
die verschiedensten Voraussagungen, die verschiedensten Propheten; sie
sagten: "Es wird neue Himmel geben und eine neue Erde, eine neue Rasse wird
geboren, die Erde wird transformiert..." Die Propheten
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - 29. März 1957
29. März 1957
(Zwei Botschaften von Mutter anläßlich des Jahrestags ihrer ersten Begegnung mit Sri Aurobindo)
Die Herabkunft des Supramentals kann die Dinge beschleunigen, aber sie
wird nicht als universelles Allheilmittel wirken oder alles in einem
Augenwink verändern.
Das auf die Erde herabkommende Supramental wird nichts am Menschen ändern,
wenn er sich an sein Ego klammert.
Sri Aurobindo
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12. November 1960
(Seit
fast zwanzig Tagen regnet es ununterbrochen)
Ein Zyklon
traf Chittagong, eine Flutwelle ich weiß nicht wo ... Der Zyklon muß
sich in der Küste geirrt haben! Denn Karachi hätte nach Xs
Vorhersagungen verschwinden sollen.
Er sagt,
1962 oder 1963 würde Karachi völlig verschwinden. Und dreiviertel von
Bombay unter Wasser!
Vor einiger
Zeit begannen auch die Vulkane sich zu regen; dadurch hob sich das Meer
und überschwemmte verschiedene Gebiete in Japan und unterwegs, aber es
kam nicht bis nach Indien. Als ich in Japan wohnte,
25. August 1954
[[ Der folgende Text ist ein Auszug aus der "Mittwochsklasse".
Jeden Mittwoch beantwortete Mutter die Fragen, die ihr von Schülern und
Kindern auf dem "Sportplatz" des Aschrams gestellt wurden. ]]
(Mutter liest den Schülern einen Text von Sri Aurobindo vor: "Die
Mutter", wo er die verschiedenen Aspekte der schöpferischen Kraft beschreibt
- in Indien "Schakti" oder "Mutter" genannt -, die über die
Evolution des Universums regiert:)
"... Es gibt andere große Wesenheiten der göttlichen Mutter, aber ihre
Herabkunft ist schwieriger herbeizuführen und sie sta
22. November 1958
Seit immer, seit ich sehr jung war, hatte ich eine Art Intuition
meines Schicksals. Ich hatte den Eindruck, etwas tilgen zu müssen, mich
aufbrauchen zu müssen. Irgendwie bis auf den Grund einer Nacht dringen, um
zu finden. Ich glaubte, das wäre im KZ geschehen. Vielleicht war das noch
nicht tief genug...
Siehst du einen Sinn darin?
Das läßt sich kaum aussprechen, es ist eine Folge von Eindrücken. Ich
weiß, als du vorhattest, mit dem Swami zu gehen [[ Der Tantra-Guru, den Satprem in
Ceylon aufsuchte und mit dem er in den Himalaja ging. ]], sah ich,
daß eine Tür