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26. Dezember 1956
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 26. Dezember 1956
Mutter, vielleicht wäre es gut, Dir zu sagen, was in mir vor sich geht,
so aufrichtig wie ich kann:
Diese Wahrheit meines Wesens, dieses Selbst, das ich am intensivsten
fühle, spüre ich unabhängig von jeder Form und von jeder Institution. "Das"
war da, soweit mein Bewußtsein zurückgeht, es drängte mich, mich sehr früh
von meiner Familie, von meiner Religion, meinem Land, von einem Beruf, einer
Heirat oder der allgemeinen Gesellschaft zu befreien. Ich fühle "Das" wie
eine Art vollkommener Freihe
7. Juni 1960
... Ich muß
noch einen Mann empfangen, den ich gestern sah. Aber ich sagte ihm, um
elf Uhr. Wenn ich hier um fünf vor elf weggehe, genügt es.
Sie brachten diese Leute zu "Prosperity", um sie mir
vorzustellen. [[ prosperity: Wohlstand, Reichtum - hier Name von
Räumen im Hauptgebäude des Aschrams ]] Weißt du,
ich hatte absolut den Eindruck, sie ernähren sich nur von Banknoten!
(Mutter lacht) Das macht einen grau, oh!... Und trocken wie morsches
Holz.
Sie kamen
her, um irgendwelche Geschäfte mir ihrem Sohn zu regeln (Sohn,
Schwiegersohn, Neffe, was auch immer, aber es
Ohne Datum 1958 k
Verläßt man seinen Körper während des Schlafes und ist man in der vitalen Welt bewußt, kann man ein ebenso bewußtes vitales Leben führen wie das physische Leben. Ich kannte Leute mit dieser Fähigkeit, die von ihren Erfahrungen in der vitalen Welt so fasziniert waren, daß sie nur widerwillig in ihren Körper zurückkehrten. Seid ihr in der vitalen Welt bewußt und Herr eurer selbst und besitzt dort eine gewisse Macht, dann sind die Bedingungen dort wunderbar, unendlich vielseitiger und schöner als in der physischen Welt.
Stell dir zum Beispiel vor, du bist sehr müde und brauchst Ruhe. Verstehst du es, deinen Kör
15. Juli 1960
(Brief von Mutter an Satprem)
15.7.60
Mein liebes Kind,
Dies um Dir zu sagen, daß ich Dich nachts immer häufiger sehe und daß wir zusammen, in der Welt, wo ich Dir begegne, eine Art Arbeitsgemeinschaft eingerichtet haben.
Das liegt noch in einem Bereich des physischen Mentals, aber ein Mental, das eine Bemühung zur leuchtenden Ordnung macht und das deutlich danach strebt, sich in die höheren Bereiche zu erheben.
Besonders letzte Nacht hatte ich einen sehr positiven Eindruck (eine Art Gefühl), daß ich mich auf Dich verlassen kann.
Sonntag werden wir sehen, was für die "Manuskripte" getan werden kan
Ohne Datum 1957
e
(Über frühere Leben)
Wenn man wirklich darüber sprechen wollte, müßte man alles sagen, mit allen Einzelheiten, denn unter den unzähligen Erfahrungen, die ich seit fast achtzig Jahren hatte, gibt es scheinbar so verschiedene, so widersprüchliche, daß sich im Grunde sagen läßt: alles ist möglich. Eine Aussage über die früheren Leben, ohne den Faden von allem aufzunehmen, bedeutet deshalb, dem Dogmatismus die Tür zu öffnen. Eines Tages werden sie sagen: "Mutter hat dies gesagt, Mutter hat das gesagt ..." und so entstehen leider die Dogmen.
In dieser Fülle der Erfahrungen und weil ich mein Leben unmöglich mi
27. Januar 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Rameswaram, 27. Januar 1959
Liebe Mutter,
X wird also für eine Dauer von elf Tagen eine besondere Arbeit für Dich
unternehmen, und wenn nach dieser Periode das Leiden weiter anhält, wird er
mich nach Pondicherry schicken, um Dir persönlich etwas zu übersenden. Ich
würde gerne selber etwas tun können, um Deine Schmerzen zu lindern.
Durch einen besonderen Segen gab X mir die beiden ersten Grade der
tantrischen Initiation, die normalerweise mehrere Jahre auseinander liegen,
auf einmal, und in sechs Monaten wird er mir die volle Initia
Mai 1959 c
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, Mai 1959
Liebe Mutter,
Du hast mich auf höchst eindrucksvoller Weise von meinen Kopfschmerzen und einer anfangenden Infektion am Weisheitszahn befreit. So schreibe ich Dir.
Ich kam mit X auf das Thema der finanziellen Schwierigkeiten des Ashrams zu sprechen und benutzte die Gelegenheit, um ihm von der eingetretenen unscheinbaren "Entspannung" zu erzählen, und ich sagte ihm, Du hättest Dich gefragt, ob er nicht etwas getan hätte. (Ich schreibe Dir all dies stark zusammengefaßt.) X antwortete, daß er sofort nach seiner Rückkehr nach Rameswaram drei Tage lang eine besonde
September 1958
(Fragment einer Unterhaltung über die Übersetzung von Sri Aurobindos Aphorismus: "... Wissen ist soviel von der Wahrheit, als das Mental tastend in einem entstellten Medium erfassen kann; Weisheit, was das Auge der göttlichen Vision im Geist sieht."
Mutter vergleicht die Wahrheit mit rein weißem Licht und setzt dann fort:)
... Aber dieses Weiß besteht ja aus allen Farben. So nimmst du eine Sache wahr, aber anstatt sie Weiß zu sehen, entgehen einige Farben deiner Wahrnehmung gänzlich: du siehst Rot, Grün, Gelb, Blau oder etwas anderes, jedoch nicht das Weiß, weil einige Farben fehlen. Das ist ein s
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - 20. März 1956
20. März 1956
[[ Handschriftliche Notiz von Mutter. ]]
(Beim Aufwachen)
Die Kontrolle über die Bewegungen der Wirbel, die ich lange verloren
hatte (das äußerte sich in einer Art Empfindungslosigkeit und der
Unfähigkeit, sie willentlich zu bewegen), ist zum großen Teil zurückgekehrt,
das Bewußtsein kann sich von neuem ausdrücken und der Rücken ist fähig, sich
sehr sichtlich aufzurichten.
***
(Am gleichen Tag auf dem Balkon)
Beinahe völlig aufgerichtet und die sehr klare Wahrnehmung der neuen
Kraft und Macht in den Zellen des K
15. November 1960
Ich weiß
nicht, ob es mit Gs Besuch zusammenhängt [[ Unterhaltung vom 8.
November, der "künstlerische" Schüler mit den lockeren
Lebensgewohnheiten. ]] oder ob einfach die Zeit gekommen war und die
Dinge übereinstimmten (denn meistens geschieht es so), jedenfalls kam
eine ganze Vergangenheit zum Vorschein - keine rein persönliche
Vergangenheit: Kontakte, die ich früher geknüpft hatte, eine ganze
Ansammlung von Dingen, die ein etwas kollektiveres Leben darstellen (wie
man es immer ist: man stellt immer eine Kollektivität dar, ohne es zu
merken; würde man etwas davon w