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27. September 1957
(Frage eines Kindes über eine Vision, in der Mutter ihm in einem leuchtenden Körper erschien:)
Warum bist du gekommen, wie wir sind?
Warum bist du nicht gekommen, wie du wirklich bist?
Wenn ich nicht gekommen wäre, wie ihr seid, dann hätte ich dir niemals
nahe sein können und ich hätte dir nicht sagen können:
"Werde was ich bin."
@
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Ohne Datum 1958
[[ Auf Englisch geschriebene Notiz
von Mutter ]]
1)
Nur das Göttliche ist wahr - alles übrige ist Lüge.
2)
Nur das Göttliche ist wirklich - alles übrige ist Illusion.
3)
Nur das Göttliche ist das Leben - alles übrige gehört dem Reich des Todes an.
4)
Nur das Göttliche ist Licht - alles übrige ist Halbdunkel.
5)
Nur das Göttliche ist Liebe - alles übrige ist egoistische Sentimentalität.
***
Und dennoch ist das Göttliche überall, im Unwissenden wie im Weisen.
Und dennoch ist das Göttliche überall, im Sünder wie im Heiligen.
22. Januar 1958
Es ist ein Irrtum, die Freude und das Glück zu verwechseln. Die beiden sind sehr verschieden. Nicht nur die Vibrationen sind verschieden, sondern auch die Farben. Es gibt ein Blau, ein helles silbernes Blau (das Blau von der Fahne des Ashrams), sehr leuchtend und transparent, das ist die Farbe des Glücks. Es ist etwas Passives, Frisches, das kühlt, verjüngt.
Dagegen ist die Farbe der Freude ein goldenes Rosa, ein blasses Gold, das etwas Rot enthält, auch ein sehr blasses Rot. Es ist aktiv, warm, kräftigend, verstärkend. Das erste ist die Sanftmut, das zweite ist die Zärtlichkeit.
Und die Glückseligkeit - da
Mai 1959
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, Mai 1959
Liebe Mutter,
Als X aus Deinem Zimmer kam, war er noch mehr überwältigt als gestern. Es war physisch sichtbar. Er sagte nichts, außer wieder, daß Du
"allein" verstehen könntest.
Dann sprach er plötzlich über mich, er sah mich mit seinem dritten Auge an und sagte in völlig rätselhafter Weise:
"Ich weiß nicht, warum DIESE GEDANKEN mir jedesmal kommen, wenn ich an dich denke..." (ich weiß nicht, welche Gedanken er meint) und fügte hinzu:
"du wirst für ZWEI Monate nach Rameswaram kommen - ich werde Mutter fragen -
EINE SOLCHE SACHE wird geschehen... Wenn die Ze
24. September 1960
Stell dir
vor, ich glaubte das Gehör zu verlieren! Doch jetzt merke ich, daß ich
nicht höre, weil ... ich anderswo bin.
Gerade machte
ich eine kleine Konzentration und stellte mich auf deine Stimme ein.
Kein einziges Wort entging mir! Die Worte wurden vollkommen deutlich.
Meistens bin
ich nicht da. Manche Leute höre ich, andere höre ich nicht. Doch ich
glaubte nicht, das hinge davon ab: ich glaubte mein Gehör zu verlieren.
Jetzt gerade unterbrach ich alles, machte eine Konzentration und stellte
mich darauf ein - es wurde so deutlich!
Im Grunde muß
Ohne Datum 1959
(Über Anatole France und "Die Revolte der Engel")
... Diese Kinder verstehen nicht.
[[ Sri Aurobindos Ironie ]] Sie lesen das wörtlich (Geste an der Oberfläche). Und seltsamerweise ist es dasselbe Phänomen, wenn sie Anatole France lesen. Anatole France zu lesen, ohne seine Ironie zu verstehen, wirkt schrecklich banal.
Sie erkennen die Ironie nicht.
Sri Aurobindo hatte das. Er verstand die Ironie von Anatole France so gut, er hatte dasselbe - SO subtil, so verfeinert ...
"Sehr gut", würde er sagen, hätte er Die Revolte der Engel gelesen, "das ist wahr, welchem von beiden
soll man glauben?"
13. Dezember 1960
All diese
Tage befand ich mich in Gegenwart eines Problems, das so alt ist wie die
Welt und das eine außerordentliche Dringlichkeit annahm.
Es
ist das, was Sri Aurobindo disbelief [Unglauben] nennt und
befindet sich, im materiellsten physischen Bewußtsein, - das ist
nicht der Zweifel (der Zweifel ist vor allem Sache des Mentals), es ist
beinahe die Weigerung, das zuzulassen, was offensichtlich wird, sobald
es sich nicht mehr um die kleine tägliche Routine der gewöhnlichen
Empfindungen und Reaktionen handelt: eine Art Unfähigkeit, das
Außergewöhnliche zuzugeb
2. Oktober 1960 b
(Brief
von Satprem an Mutter)
Sonntag abend
Liebe
Mutter,
Mir ging die
Übersetzung der Botschaft nicht aus dem Sinn, als wäre sie noch nicht
vollends befriedigend. Dann bot sich eine andere Möglichkeit an, die
vielleicht besser ist? Hier ist sie:
Diese
wunderbare Welt der Glückseligkeit,
vor unseren
Toren,
die unseren
Ruf erwartet,
um auf die
Erde herabzukommen.
So behalten
wir das Wort "Ruf", das stark ist. Es genügt, das Relativ zu versetz
30. August 1958
(Mutter erzählt in Anwesenheit von Pavitra und Abhay
Singh eine Vision, die sie gerade hatte:)
Es war genau 4 Uhr morgens, als es mich weckte ... Ich schien in meinem
Badezimmer zu sein und mußte die Tür öffnen, die vom Badezimmer zu Sri
Aurobindos Zimmer führt. In dem Augenblick, als ich die Hand auf die
Türklinke legte, wußte ich mit Gewißheit, daß mich auf der anderen Seite die
Vernichtung erwartete. Das hatte die Form, das Bild, der großen Angreifer,
die Indien eroberten und natürlich alles auf ihrem Weg zerstörten ... Aber
das war nur ein Eindruck.
Die Tür muß
14. September 1956
(Brief von Satprem an Mutter)
Hyderabad, 14. September 1956
Liebe Mutter,
Seit meiner Abreise ist kaum ein Augenblick vergangen, daß ich nicht an
Dich dachte, und ich wollte warten, Dir zu schreiben, bis alles in mir klar
und entschieden ist, denn ich denke wohl, daß Du schon mehr als genug
platonische Erklärungen bekommst.
Meine Freunde hier hören nicht auf, mir zu wiederholen, daß ich nicht
bereit bin und daß ich wie R, den sie kennen, eine gewisse Zeit in die
Welt gehen sollte [[ Ein alter Schüler, der das Aschram verließ;
später beging