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Ohne Datum 1958 b
Wenn die feindlichen Kräfte jene angreifen wollen, die mich umgeben, und es ihnen nicht gelingt, sie offen feindlich gegen das Werk von Sri Aurobindo zu richten oder sie persönlich gegen mich zu wenden, handeln sie immer in der gleichen Weise, mit dem gleichen Beweismittel: "Ihr könnt alle die inneren Verwirklichungen erlangen, die ihr wollt, die schönsten nur möglichen Erfahrungen in den vier Mauern eures Ashrams, aber auf der äußeren Ebene ist euer Leben vergeudet, verloren. Zwischen eurer inneren Erfahrung und der konkreten Verwirklichung in der Welt besteht eine Kluft, die ihr niemals überbrücken könnt".
20. Dezember 1960
Im Zusammenhang mit Weihnachten erlebte ich eine lustige Geschichte.
Eine Zeitlang lebte ein moslemisches Mädchen bei uns (nicht streng
gläubig, aber von moslemischer Abstammung; das heißt, sie war überhaupt
nicht christlich), und sie empfand eine besondere Zuneigung für den
Weihnachtsmann! Sie hatte Bilder gesehen, in Büchern davon gelesen usw.
Und ein Jahr, als sie hier war, setzte sie es sich in den Kopf, daß der
Weihnachtsmann mir etwas bringen sollte! Sie sagte mir: "Er muß dir
etwas zu Weihnachten schenken!"
Ich sagte: "Versuch es doch!"
4. Dezember 1958
(Brief von Satprem an Mutter)
Hyderabad, 4. Dezember 1958
Liebe Mutter,
Ich kam nach Hyderabad mit der Absicht, eine Afrikareise vorzubereiten,
als es aber Zeit wurde, zu den Taten zu schreiten, konnte ich es einfach
nicht. Es ist stärker als ich, ich kann Indien nicht verlassen, ich kann
nicht ohne meine Seele leben.
Bis in diese Tage glaubte ich noch, mich auf irgendeine äußere Lösung
verlassen zu können, um meine Probleme zu lösen, doch jetzt stehe ich am
Fuße der Mauer, ich sehe, daß nichts zu TUN ist und daß die einzige Lösung
in dem liegt, was
6. Juli 1958
Heute morgen stellte ich mir die Frage: steht das Geld wirklich unter der
Beherrschung der Natur? Ich muß schauen ... Denn für mich persönlich gibt
sie mir immer alles in Fülle.
Als ich jung war, war ich "arm wie eine Kirchenmaus", ärmer ging es
nicht! Als Künstlerin mußte ich manchmal in die Öffentlichkeit treten (als
Künstler hat man keine Wahl), und ich hatte glänzende Stiefel, die Risse
bekamen ... deshalb lackierte ich sie, damit man die Risse nicht sieht! Nur
um dir die Lage zu beschreiben: sehr arm. Eines Tages sah ich in einem
Schaufenster einen sehr schönen Unterrock mit Sp
10. August 1956
[[ Handschriftliche Notiz
von Mutter ]]
Herr, durch mich hast Du die Welt herausgefordert, und alle
feindlichen Kräfte erhoben sich im Widerstand.
Aber Deine Gnade
wird den Sieg erringen.
[[
Tatsächlich haben sich seit der "Supramentalen Manifestation" vom 29.
Februar 1956 alle die körperlichen Beschwerden von Mutter sehr
verstärkt, als ob alle Dunkelheiten des physischen Bewußtseins unter dem
Druck des neuen Lichtes hervorbrächen. Derselbe Befund zeigte sich b
15. September 1955
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 15. September 1955
Mutter ... alle die kleinen Revolten, die kleinen Spannungen, die
schlechten Willensregungen und die kleinen vitalen Forderungen, alles
scheint sich mit einem einzigen Schlag zu kristallisieren und einen einzigen
Block des offenen, entschiedenen Widerstandes zu bilden. Mir ist bewußt
geworden, daß seit dem Anfang meiner Sadhana das Mental das Spiel geleitet
hat - mit dem Psychischen im Hintergrund - es hat mich "in Zaum gehalten",
mir geholfen, alle widerstrebenden Bewegungen zu knebeln, aber in
20. August 1960
(Mutter
macht sich an die Klassifizierung alter Papiere, Notizen usw., und stößt
auf einen Plan des nahegelegenen Sees mit einem Projekt für ein
Film-Studio)
Das liegt am
See. Das Grundstück gehörte damals der Mission, und der Verwalter war
ein guter Freund von uns, obwohl er Missionar war, und er hatte uns
versprochen, er würde es einrichten, daß wir das Grundstück kaufen
können. Alles wurde vorbereitet, und mir wurde das Geld für den Kauf
versprochen (sie verlangten mehr als fünfzig- oder sechzigtausend
Rupien). Dann kam das Geld nicht, und der Missionarsf
18. Januar 1957
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 18. Januar 1957
Liebe Mutter,
Mich zerreißt der Konflikt zwischen dem Schattenteil einer Vergangenheit,
die nicht sterben will, und dem neuen Licht. Ich frage mich, ob anstatt in
irgendeine Wüste zu fliehen, es nicht besser wäre, diesen Konflikt zu lösen,
indem ich ihn objektiviere und das Buch schreibe, über das ich mit Dir
sprach.
Aber ich möchte wissen, ob es tatsächlich nützlich ist, dieses Buch zu
schreiben, oder ist es eine untergeordnete Aufgabe, ein Notbehelf?
Du sagtest mir einmal, ich könnte Dir "n
8. Oktober 1957
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 8. Oktober 1957
Mutter,
Ich möchte Dich um die Erlaubnis zu bitten, Indien zu verlassen. Seit mehr als einem Jahr kämpfe ich in mir, nicht wegzugehen, aber das scheint mir eine falsche Taktik zu sein.
Es kann keine Frage für mich sein, den Weg aufzugeben - und ich bleibe überzeugt, daß das einzige Ziel des Lebens spirituell ist. Aber ich brauche Hilfen auf dem Weg: ich bin noch nicht reif genug, um nur von inneren Kräften abzuhängen. Und wenn ich von Wald oder Boot spreche, geht es mir nicht nur um das Abenteuer und den Raum, sondern weil das auch Diszi
19. Juli 1958
Ein Pfirsich muß auf dem Baum reifen, diese Frucht sollte gepflückt
werden, wenn die Sonne darauf scheint. Wenn die Sonne untergeht, kommt man,
pflückt den Pfirsich und beißt hinein. Dann ist es ganz und gar
paradiesisch!
Es gibt zwei solche Früchte: den Pfirsich und gold-grüne Reineclaude
Pflaumen. Da ist es dasselbe, man muß sie auch frisch vom Baum nehmen,
hineinbeißen, und es füllt einen mit dem Saft des Garten Eden.
Jede Frucht sollte auf ihre besondere Art gegessen werden.
Das ist im Grunde das Symbol des irdischen Paradieses und des Baumes der
Kenntnis: indem man die Frucht d