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M u t t e r s . A g e n d a - Bd 7 - 26. März 1966
26. März 1966
(Zunächst liest Mutter ihre Botschaft für die Eröffnung der Sportsaison im Aschram:)
Vielleicht ist es gut, euch daran zu erinnern,
dass wir für ein besonderes Werk hier sind, für eine Arbeit, die anderswo nicht geschieht: Wir wollen in Kontakt mit dem höchsten
Bewusstsein, dem universellen Bewusstsein treten, wir wollen es empfangen und manifestieren. Dazu brauchen wir eine sehr solide Basis, und unsere Basis ist unser physisches Wesen, unser Körper. Wir müssen also einen soliden, gesunden, ausdauernden, gewandten, agilen und starken Körper ausbilden, damit er für alle Eventualitäten bereit ist.
16. Februar 1966
(Über Satprems Mutter)
...Es ist kein Wunder,
dass du der Sohn deiner Mutter bist: es ist ganz natürlich. Das besagt vieles... Es bedeutet einen guten Atavismus. Es bedeutet,
dass dein Übergang ins Leben die Schwierigkeiten nicht vervielfacht hat, im Gegenteil.
Ich selbst habe meine Eltern gewählt (lachend: wiederhole nicht, was ich dir sage!), ich wählte sie, um eine solide physische Basis zu haben, weil ich
wusste, dass die Arbeit, die ich zu tun habe, äußerst "schwierig" sein würde und ich eine solide Basis benötigte. In dieser Hinsicht hatte ich Erfolg. Aber dann gab es Schwierigkeiten... Da
22. Mai 1966
(In einem Stapel von Papieren stößt Satprem zufällig auf Notizen von Mutter)
(Lachend) Sie sind überall! Hier, da, dort... Sri Aurobindo sagte mir einmal (ich glaube, es war 1920): "Ach, sie haben mein Zimmer aufgeräumt, ich finde nichts mehr!" Sie aber sagten, seine Papiere seien überall verstreut gewesen: auf seinem Bett, auf den Stühlen, auf dem Tisch, in den Schubladen, auf den Regalen; überall lagen Papiere und Notizen wie diese hier. Aber er
wusste genau, wo jeder Zettel war. Dann machten sie "Ordnung" und räumten auf - und er fand nichts mehr. Sehr lustig. Ich fragte ihn: "Möchtest du, dass ich de
14. Januar 1966
(Im Anschluss an eine "Touristenreise", die Satprem aus verschiedenen Gründen unternehmen
musste.)
Hast du keinen Unterschied gespürt?
Was für einen Unterschied?
Zwischen hier und deinem Aufenthalt in Bangalore?
Ach, dort war es infernalisch für mich. Die reinste Hölle.
So - diese Auswirkung hat es auf dich gehabt?
Ja.
Dann ist es gut.
Dieser ganze Tourismus ist die reinste Hölle. Ich habe meine Arbeit getan - nicht sehr gut, aber ich habe sie getan.
Dann ist es gut.
Um ganz offen zu sein: genau das hattest du mi
24. August 1966
(Normalerweise trifft Satprem Mutter um zehn Uhr morgens. Allmählich wurde diese Zeit jedoch auf 10 Uhr 30 verschoben, und an diesem Morgen verließen die Sekretäre das Zimmer erst um 10 Uhr 45. Aufgrund der "äußerst dringenden" oder "sehr wichtigen" Mitteilungen wurden Mutters Gespräche mit Satprem seit einem Jahr immer spärlicher, wie diese Agenda zeigt. Die Situation wird sich bis zum
Schluss noch weiter verschlimmern, bis Mutter, überwältigt und erschöpft, Satprem nur noch einige wenige Augenblicke lang nach zwölf Uhr sehen kann. Und dann wird sich die Tür ganz schließen.)
Es ist völlig absurd!
13. April 1966
(Noch einmal geht es um Satprems Buch
"Der Sannyasin")
Heute morgen bin ich deinetwegen wieder mehr als eine halbe Stunde zu spät aufgestanden.
Warum ist dieses Buch so schwierig?
(Lachend) Das verstehe ich ja auch nicht! Es sollte nicht so sein. Hast du vielleicht "die Idee",
dass es schwierig werden wird? Begann es etwa mit der Vorstellung, dass es schwierig werden würde?
Ja.
Aha, siehst du.
Auch fällt es mir äußerst schwer, mich von der alten Form zu befreien.
Ja, ja.
Das macht mir zu schaffen.
Ja, all die alte
31. Januar 1960
(Brief
von Mutter an Satprem über die "Dhammapada", die sie früher auf dem
Sportplatz kommentierte)
... Als ich
anfing, die Dhammapada vorzulesen, hatte ich gehofft, meine Zuhörer
würden genügend Interesse am "praktischen" spirituellen Aspekt nehmen,
daß ich ihnen jedesmal nur einen Vers vorlesen könnte. Sehr schnell
erkannte ich aber, daß sie dies schrecklich langweilig fanden und
keinerlei Anstrengung machten, aus der Meditation einen Nutzen zu
ziehen. Da bestand die einzige Lösung darin, das Thema wie eine
intellektuelle Studie zu behandel
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - März 1959
März 1959 e
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, März 1959
Liebe Mutter,
Als X
Dein Zimmer verließ, sagte er mir: "Mit Mutter sprach ich meine Muttersprache."
X sagte, er würde in einem halben Jahr einen ganzen Monat hier verbringen, um die Initiation vorzubereiten und auszuführen. Er sprach darüber, nachdem er P auf der Straße begegnet war, und er sagte in ziemlich rätselhaftem Ton so etwas wie:
"Ja, hier werden starke Menschen benötigt. Hier wird die Macht benötigt." Ich verstand nicht recht, denn es wurde mit vielen Untertönen gesagt.
Ich bin Dein Kind, liebe Mutter.
Satprem
@
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 1 - 14. März 1952
14. März 1952
Seit dem Anfang der Welt,
wann immer und wo immer es die Möglichkeit gab,
einen Strahl des
Bewußtseins
zu manifestieren,
war ich zugegen.
[[ Handgeschriebene Notiz. ]]
@
ISBN 3-920083-01-3
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Ohne Datum 1956 e
(Brief von Satprem an Mutter)
Pondicherry, 1956
Liebe Mutter, ich fühle intensiv, fast schmerzlich, wie sehr alle meine
Beziehungen mit der äußeren Welt FALSCH, dunkel und unwissend sind. Sobald ich
mich vom Herzen meines Wesens entferne, werden alle meine Handlungen "ungenau",
alle meine Verbindungen mit den anderen Wesen verwirrt, sogar meine Arbeit wird
von tausend kleinen zweifelhaften Beweggründen angegriffen. Mutter, ich weiß mit
blendender Sicherheit - selbst wenn diese Sicherheit nur mental ist -, daß die
einzige Lösung darin besteht, das wahre Wesen in mir zu