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13. Februar 1964
(Wir haben die folgende Unterhaltung trotz ihres episodischen Charakters belassen, denn sie illustriert gut die Art zahlloser mikroskopischer "Lawinen", die Mutter täglich von allen Seiten bedrängten.)
Weil ich diese Arbeit Sujata übertrug, war H. dermaßen gekränkt, daß sie jegliche Beziehungen mit mir abbrach!... Außer daß sie mir jeden Tag Schimpfbriefe schreibt.
Sie schrieb mir, daß sie nichts mehr mit der Arbeit, mit diesem und jenem, mit mir zu tun haben will, und sie schickt alles zurück.
Die Eitelkeit ...
Ich hatte beinahe damit gerechnet. Man kann nicht im voraus an solche Sachen
Ende Dezember 1964
(Von Mutter an Satprem. Der Brief, den Mutter hier beantwortet, ist leider mit allen andern verschwunden.)
Was Du fühlst, entspricht völlig dem, was ich sah.
Ich fasse es als definitiven Wendepunkt Deines Lebens auf.
Wir sprechen noch am 2. Januar darüber, wenn Du mich allein besuchen wirst.
Unterdessen bin ich bei Dir, und meine Liebe hüllt Dich ein.
Mutter
@
22. August 1964
Mir ist etwas Komisches passiert ... Es war neulich, als du das letzte Mal kamst. Ich sah eigenartig aus an jenem Tag, nicht wahr?
Du warst müde.
Das ist es nicht! Es ist nicht einfach "müde" oder "krank" - es ist nie das, nein, es ist etwas anderes. Aber ich brauche noch ein paar Tage, bis ich weiß, was es ist.
Das Zentrum des Körperbewußtseins hat sich verschoben (gewöhnlich ist es im Kopf, im Gehirn). Das Bewußtsein des Körpers, das Zellbewußtsein, jenes, das auf das Wirken der Natur reagiert und den ganzen Ablauf steuert - auf einen Schlag hat es sich verschoben und ist aus dem
25. Mai 1968
(Über ein altes Gespräch aus den
"Entretiens" vom 10. Juni 1953)
Worum geht es?
Um Angriffe der gegnerischen Kräfte und Asuras.
Oh!... (lachend) Das ist ein schönes Mittel, den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Meinst du, wir sollten das veröffentlichen?
Gewiss, es ist nützlich.
Wenn die Leute mir jetzt von Angriffen der gegnerischen Kräfte erzählen, habe ich immer große Lust, ihnen zu sagen: "Die Gegenkraft steckt in euch selbst!"
Ich denke, es handelt sich hier um ein sehr bequemes Mittel, ungestraft davonzukommen ... Wenn man selber vollkommen ist, können sie einem nämlich nichts anhaben. Das ist völlig klar. Nur
27. November 1968
(Mutter ist sehr erkältet. Tatsächlich befindet sie sich seit Juli innerhalb derselben schmerzhaften Bahn.)
Das, was du letztes Mal beschrieben hast, könnte vielleicht für das Februar-Bulletin verwendet werden. Es machte einen sehr wichtigen Eindruck ...
Ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern.
Du berührtest die "zentrale Erfahrung" der Transformation.
Ach, ja. Das war es.
Es geht weiter ... Der Körper hat den Eindruck,
dass er zu verstehen beginnt. Für ihn ist das natürlich in keiner Weise eine Frage des Denkens sondern der Bewusstseinszustände. Bewusstseinszustände, die sich vervollständigen und sich ablösen ... Dies ge
23. März 1968
(Satprem liest Mutter das Ende des Gesprächs vom 3. Juni 1953 aus den
"Entretiens" vor, wo es um das Karma geht: "Die Leute, die das in allen Religionen erklärt haben [dass die Folgen des Karmas sehr streng seien], die all diese ach so absoluten Regeln aufgestellt haben, taten dies, für mein Gefühl, um sich an die Stelle der Natur zu setzen und um die Leute manipulieren zu können ... deshalb fürchten sich die Leute und sind entsetzt ... Dabei
müssten sie nur eine Stufe höher steigen. Man muss ihnen den Schlüssel geben, der die Türe öffnet. Es gibt eine Tür zur Treppe, und dafür braucht man einen Schlüssel. Der Schlüssel ist eine genügend aufrichtige Aspiration ode
30. März 1968
(Seit einiger Zeit sieht Mutter sehr ernst aus.)
Du machst einen sehr ernsten Eindruck?
Es geht. Aber ich kann nicht sprechen. Es geht gut ... Wie soll man das nennen? (Mutter verharrt schweigend) ... Die Universalisierung des Körperbewusstseins - das sind große Worte! Doch das ist es.
Sehr interessant. Ich möchte lieber nicht sprechen, es geht aber gut.
Heute morgen war es wieder sehr interessant. Ich kann es aber noch nicht sagen. In einiger Zeit werden wir sehen. [[Im August fand die zweite große, gefährliche Wende in Mutters Yoga statt (nach derjenigen vom April 1962). Schon jetzt war eine Veränderung in ihrer Stimme hörbar,
1. Januar 1968
(Mutters Neujahrsbotschaft:)
Bleibt jung!
Hört nie auf, nach Vollkommenheit zu streben!
***
Remain young.
Never stop striving towards Perfection.
@
29. Mai 1968
(Mutter sucht nach einer Vase für eine Amaryllis und schickt sich an, sie mit den Rosen zusammenzustellen.)
Die Rosen können das überhaupt nicht leiden. Sie wollen keine anderen Blumen in ihrer Nähe dulden ... Aber ich stelle sie trotzdem dazu.
(Mutter steckt die Amaryllis mitten zwischen die Rosen und lacht)
Sie haben einen Kastengeist!
***
(Etwas später)
Hier ist ein Brief von T.F. Sie beklagt sich über die Filme, die wir hier zeigen - sie meint, diese sollten lehrreich sein und großartige Dinge zeigen ...
Damit ein Film großartige Dinge darstellen kann, sollten die Leute diese wunderbaren Dinge erst einmal leben. Oder nicht?
Sie sc
8. Mai 1968
Hast du P.L. wiedergesehen? Wie fandest du ihn?
Er ist sehr erschüttert und nervlich ausgelaugt.
Du glaubst nicht, dass sie Magie gegen ihn ansetzten?
Doch, ich habe ganz und gar diesen Eindruck.
Du also auch ... Ich habe sehr stark den Eindruck, dass man Magie gegen ihn
ansetzte, um zu verhindern, dass er mit dem Papst spricht.
Im Augenblick ist er immer noch sehr erschöpft.
Ja, sie haben ihn ausgesogen.
Es begann mit einem mentalen Angriff: all die Zweifel. Sri Aurobindo ist
"wie der Heilige Augustinus", und Mutter ist "wie die Jungfrau Maria", es
ist also "alles dasselbe". Jedenfalls ein mentaler