7269
results found in
42 ms
Page 235
of 727
15. Mai 1964
(von Satprem an Sujata)
St. Pierre
Ich bin braun wie ein Inder geworden - das sieht mir ähnlich, ich tue das Gegenteil vom Lande, wo ich mich befinde: Bretone unter den Indern und Inder unter den Bretonen; eigentlich bilde ich eine neue Rasse, die Bretoninder - was hältst Du davon?
S.
@
Nächste Seite
28. Oktober 1964
Die Nächte sind weiterhin außerordentlich! Letzte Nacht war es phantastisch, aber ... ich weise es fast zurück, denn es nimmt mich zu sehr in Beschlag; ein Teil des Bewußtseins ist damit beschäftigt, das ist lästig - ich weise alles von mir.
Als ob man mir eine phantastische Menge von Dingen präsentieren wollte: Menschen und Dinge, die ich physisch nicht kenne, verbunden mit der klaren Schau des wahren dahinterliegenden Bewußtseins, wie das Bewußtsein arbeitet. Das ist interessant, aber schließlich ... Für einen Schriftsteller wäre das wunderbar, das ergäbe Stoff für Bücher über Bücher! Ich h
7. Oktober 1964
Die Dinge (nicht von einem gewöhnlichen Standpunkt aus sondern von einem höheren) haben sich deutlich zum Besseren gewendet. Die materiellen Konsequenzen dauern aber noch an: alle Schwierigkeiten treten wie verstärkt auf. Allerdings ist die Macht des Bewußtseins größer - klarer, präziser. Auch die Aktion auf jene, die guten Willens sind, denn sie machen recht ansehnliche Fortschritte. Aber die materiellen Schwierigkeiten sind wie verstärkt, das heißt ... es bleibt abzuwarten, ob wir tapfer standhalten!
Was das Geld anbelangt, ist die Situation ernst. Ebenfalls in gesundheitlicher Hinsicht: alle
30. September 1964
W ist von seinem "tantrischen Aufenthalt" zurückgekehrt - nachdem er krank wurde! Es scheint, daß X ihm ein neues Mantra gab, das in drei Durchgängen von je einigen Lakh wiederholt werden sollte, und er sagte ihm: "Bis jetzt hat noch keiner, dem ich dieses Mantra gegeben habe, es durchziehen können", und er warnte ihn: "Sie werden in Ihren Gedanken, Ihren Gefühlen und Ihrem Körper angegriffen werden!" Das verfehlte seine Wirkung nicht: W bekam Fieber, eine Art allgemeines Unbehagen, alle möglichen Suggestionen, die heraufgeschwemmt wurden. Ich gestehe, daß mir das zu denken gab ... Die Schlac
M u t t e r s . A g e n d a - Bd 5 - 29. März 1964
29. März 1964
(Notiz von Mutter an Satprem)
29.3.64
Satprem, mein liebes Kind,
Es regnet Leute wie Heuschrecken!
Am Dienstag muß ich vier Personen vor Dir sehen.
Ich werde versuchen, die Sache zu beschleunigen,
laß Dir also bitte Zeit und komme in Ruhe, ohne
Dich zu beeilen.
Mit zärtlichen Segnungen
Mutter
(Dieser Notiz waren anläßlich des 29. März, der ersten Begegnung zwischen Mutter und Sri Aurobindo vor fünfzig Jahren, zwei Verse aus Savitri beigefügt:)
21. November 1964
(Mutter sieht abgekämpft aus. Sie bedeckt ihre Augen mit den Handflächen.)
... Sie begraben mich unter materiellen, mechanischen Dingen, die ich zu erledigen habe, sie sind alle in Eile und schlecht organisiert, sie treffen im letzten Moment ein, und dann muß es "sofort" sein. All dies, um dir zu erklären, daß ich vollkommen ausgelaugt bin.
Wenn du willst, können wir an einer Übersetzung arbeiten, weil du dann die Arbeit tust, und nicht ich!
Oder hast du etwas zu sagen?... Wenn ja, dann sag's mir.
Oh, es sind immer Dinge zu sagen, aber ...
Ach, sag schon!
Es si
7. Dezember 1964
(Diese
Unterhaltung fand im Musikzimmer statt. Mutter hatte Sunil, den
Musikerschüler, und Sujata kommen lassen.)
Wer kann Mundharmonika spielen? (Gelächter) Ich habe soeben eine
Mundharmonika aus Deutschland erhalten. (Zu Sunil:) Kannst du
nicht spielen?... Nein?
(Sujata:) Satprem hat große Lust, ein Instrument spielen zu lernen,
weißt du, Mutter.
(Satprem:) Aber nicht Mundharmonika!
(Zu Sunil:) Hat man dir gesagt, worum es geht? Nein? Kannst du
nicht mehr Französisch, sag? - Er wagt nicht zu sprechen.
Voilà: Mir
VORWORT
Diese Agenda .... ist
mein Geschenk an die,
die mich lieben.
DIE
MUTTER
Nächste Seite
11. August 1964
... Er hat mir
seine übliche Botschaft geschickt: wie ein Bild mit sämtlichen Farben. Du weißt,
daß der Tantrismus jeder Farbe eine besondere Bedeutung beimißt; sie erzeugen
eine Art Kräftespiel mit allen Farben, je nachdem, was sie sagen und ausdrücken
wollen - es sind Lichter, farbige Lichter mit sehr intensiven Farben. Etwas sehr
Spezielles, als ich das zum ersten Mal sah, war es im Zusammenhang mit dem
Tantrismus. Und kürzlich erschien mir ... (in einem ironischen Ton) ein
sehr schönes Bild, etwa so groß (ungefähr 30 cm x 15 cm); da wußte ich,
daß es von ihm stammte und er sich freute!
***
4. Juni 1964
(von Mutter an Satprem)
4.6.64
Satprem, mein liebes Kind,
Da haben wir's! Seit meinem letzten Brief habe ich Dich mehrere Male gesehen, oft sogar - jedesmal, wenn ich an den Ort gehe, wo sich die Bewegungen der Nationen (their next move [[Ihr nächster Zug. ]] ) formen. Dies ist ein irdischer Mentalbereich, der höheren Einflüssen gegenüber offen ist. Die Geschehnisse dort schienen Dich zu interessieren, vor allem, was gewisse Details angeht.
Letzte Nacht handelte es sich um die Länder des Fernen Ostens, insbesondere China und Japan. Du warst dort mit mir. Wir versuchten, gute Arbeit zu leis