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M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 19. Mai 1972
19. Mai 1972
(Gespräch mit Sujata. Dieses Gespräch fand auf den Tag genau ein Jahr vor unserem letzten Treffen mit Mutter statt. In den vergangenen Tagen waren gewisse Ausschnitte der Tonbandaufnahmen aus Mutters Zimmer in den Schaufenstern der Buchhandlung SABDA ausgehängt worden. Sujata wundert sich:)
Wie kann das geschehen, liebe Mutter? So viele Jahre lang hoben wir all deine Aufnahmen auf, und niemand erfuhr etwas, und jetzt werden sie mit fehlerhaften Abschriften veröffentlicht.
Sie hören nicht auf mich.
Aber wie konnte es herauskommen?
Der Ashram gehört mir nicht mehr.
(Sujata betroffen:) Das schmerzt mich sehr, de
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 22. Februar 1972
22. Februar 1972
Notiz Mutters
(Tags zuvor war Mutter vierundneunzig Jahre alt geworden)
Am 21. hatte ich den ganzen Tag einen starken Eindruck, es sei der Geburtstag von allen, und ich fühlte mich gedrängt, jedem zu sagen: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Ich hatte das sehr starke Gefühl, daß sich etwas Neues in der Welt manifestiert und daß alle, die bereit und aufnahmefähig waren, es inkarnieren können.
Ohne Zweifel werden wir in einigen Tagen wissen, was es war.
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M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 24. Mai 1972
24. Mai 1972
Du bist ... (Mutter hält Satprems Hände). Ich weiß nicht, ob du es fühlst, aber du bist mit dieser ganzen Transformationsarbeit verbunden (Geste, im Kielwasser mitgetragen zu werden) ... als seiest du daran geheftet.
(Schweigen)
Die Arbeit vollzieht sich in einem Bereich jenseits der Worte.
Ja, seit einiger Zeit fühle ich deine Gegenwart sehr stark.
Ach!... Ich fühle dich immer da, als hieltest du dich daran fest, und jedesmal, wenn etwas geschieht, geht es ganz natürlich an dich weiter.
(Lachend) Angeklammert wie ein Kind.
Ja, ich fühle deutlich, daß dies die einzige Rettung ist.
(langes, lächelndes Schweigen,
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 2. Februar 1972
2. Februar 1972
(Mutter hört sich die englische Übersetzung der "Notizen auf dem Weg" vom 18. Dezember 1971 an, die zu einer beträchtlichen Verwirrung zwischen R [der amerikanischen Übersetzerin] und Nolini führten: "ein Durcheinander". Mutter hält beim folgenden Satz inne:)
"... Mir wurde einfach alles weggenommen: das Mental ist völlig verschwunden. Ich war dem Anschein nach völlig verdummt, ich wußte nichts. Und ganz allmählich entwickelte sich das physische Mental ..."
(Mutter kommentiert auf englisch)
Man sollte nicht "allmählich" sagen, denn es geschah nicht allmählich sondern sehr schnell. Eines Nachts verstand ich ... Es ka
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 9. August 1972
9. August 1972
(Eine Pressenachricht von Boulder, Colorado, vom 8. August berichtet von einer Sonneneruption, die sich über sieben Milliarden Quadratkilometer der Sonnenoberfläche erstreckte. Eine Stunde nach dem Ausbruch wurde die Wirkung auf der Erde spürbar in Form eines magnetischen Sturms, der die Kommunikation in vielen Ländern der Welt unterbrach. Dies sind die größten Sonnenflecken, die seit 1964 beobachtet wurden. - Indian Express, 9. August.)
Hast du gehört, daß es auf der Sonne Explosionen gab?
Ja.
Und daß es dabei ist, auf die Erde zu fallen ...
Ach?
Es scheint sich auf die Menschen auszuwirken. Hast du das gehö
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 7. April 1973
7. April 1973
(Seit einigen Tagen empfängt Mutter fast niemanden mehr und bleibt in sich gekehrt. Das letzte Gespräch am 4. April verlief in völligem Schweigen. Mutter gibt uns Blumen, hält Satprems Hand und bleibt einen Moment schweigend. Sie ist so bleich ...)
Ich scheine alle Widerstände der Welt zu vereinen ... Einer nach dem anderen kommen sie, und wäre ich nicht ... Wenn ich auch nur eine Minute lang nicht das Göttliche anrufe und in mir fühle, empfinde ich einen solch unerträglichen Schmerz, mein Kind! Inzwischen zögere ich sogar, den Leuten von "Transformation" zu erzählen, denn wenn dies das Resultat ist, dann muß man wirklich ei
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 15. März 1972
15. März 1972
(In Bezug auf das Gespräch vom 8. März: "Keine Kompromisse, keine Halbheiten, kein "Das-wird-schon-kommen" ... als hätte man ständig den Eindruck, zwischen Leben und Tod zu schweben ...". Satprem hatte Mutter einige Ausschnitte dieses Gesprächs für das nächste Bulletin vorgelesen.)
Das ist sehr wahr. Und es setzt sich immer stärker fort. So ist es. Ständig, ständig auf diese Weise ...
Das Essen ist zu einem Problem geworden. In gewissen Augenblicken jedoch, wenn die Haltung gut ist, geht es so leicht!
Das hast du gut formuliert.
Aber du hast das selbst gesagt, liebe Mutter - das stammt doch nicht von mir!
(Mutter
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 4. Mai 1972
4. Mai 1972
(Gespräch mit Sujata)
Ein seltsamer Eindruck ... Seit gestern abend hab ich den seltsamen Eindruck, daß das Göttliche ... (wie soll ich sagen?) eine goldene Kraft geworden ist, die so einen Druck ausübt (Geste eines Drucks auf die Erde). Nur diejenigen, die fähig sind, durch ihre Aspiration zum göttlichen Ursprung vorzudringen, werden den Katastrophen entgehen.
In Madras ist gerade ein schwerer Unfall mit einem unserer besten Autos geschehen.
Nur jene mit Aspiration, einer aufrichtigen und bedingungslosen Aspiration zum Göttlichen, werden durchkommen - sie werden in eine goldene Glorie gelangen.
Äußerst interessant.
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 8. November 1972
8. November 1972
Einen Moment lang - nur für einige Sekunden - hatte ich das supramentale Bewußtsein. Das war so wunderbar, mein Kind! ... Ich verstand: Wenn man uns das jetzt kosten ließe, würden wir nicht mehr anders existieren wollen. Und wir sind dabei ... (Geste eines Knetens), uns mühsam zu ändern. Die Änderung, der Vorgang der Änderung erscheint ... Man kann ihn mit einer Art Gleichgültigkeit durchmachen (ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll).
Aber das hält nicht lange an. Insgesamt ist es ... mühsam.
Weißt du, dieses andere Bewußtsein ist so wunderbar!
Und das ist so interessant, denn es gleicht einer ÄUSSERSTEN Aktivitä
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 26. März 1973
26. März 1973
(Fragment eines Gesprächs mit den Lehrern.
Einer von ihnen beschwert sich über den Mangel an "Zusammenhalt".)
Zusammenhalt! ... Weil man daran gewöhnt ist, alles mit Hilfe des Mentals organisieren zu wollen, kennt man nur das: die Organisation, wie sie vom Mental bewerkstelligt wird. Wir versuchen, das zu ändern. Wir streben eine Änderung der Führung an - und die neue Führung ist noch nicht recht bekannt - da liegt die Schwierigkeit.
Möglicherweise will ich zu schnell vorangehen.
Ja, ich sehe ... wahrscheinlich neige ich dazu, zu schnell zu gehen.
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