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M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 7. Oktober 1972
7. Oktober 1972
Deine Augen?
Ich kann nicht aufhören. Alles ist vorherbestimmt. Aber ich sorge mich nicht.
(Satprem liest Mutter Auszüge aus dem Gespräch vom 30. August für die nächsten "Notizen auf dem Weg" vor.)
Ist das alles?
Findest du das gut so?... Ich habe einiges gekürzt, aber ist der Rest in Ordnung?
Es ist sehr persönlich.
Ich habe vieles gekürzt; aber verstehst du, wenn wir alles Persönliche herausnehmen, bleibt nicht mehr viel übrig ...
(Lachend) Es bleibt nichts mehr!
Dasselbe gilt für die Bemerkungen, die ich dir gegenüber machte [in diesem Gespräch vom 30. August], als du mich fragtest, ob
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 30. September 1972
30. September 1972
Ich habe ein interessantes Zitat von Sri Aurobindo gefunden.
Welches?
Dies hier:
"Das Prinzip der mechanischen Wiederholung ist sehr stark in der materiellen Natur, so stark, daß wir leicht dazu neigen zu denken, es sei unheilbar. Das ist aber nur ein Trick der Kräfte dieses materiellen Unbewußten; indem sie diesen Eindruck erwecken, versuchen sie fortzubestehen. Wenn man stattdessen beharrt und sich weigert, deprimiert oder entmutigt zu sein, und sogar im Augenblick des Angriffs die Gewißheit des letztlichen Sieges bekräftigt, wird der Sieg selbst sehr viel leichter und eher kommen."
(Letters on Yoga, XXIV
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 28. Oktober 1972
28. Oktober 1972
Was wünschst du dir?... Nichts?
Glaubst du, daß ich bald zu einem anderen Leben übergehe?
Zu einem anderen Leben?
Ja, in ein anderes Bewußtsein?
(nach einem langen Schweigen)
Ich wollte dich etwas fragen. Du kennst doch das Mantra, das ich dir gegeben habe. Ich erinnere mich nicht mehr, ob das letzte Wort Bhagavati oder Bhagavaté lautet?
Bhagavaté, liebe Mutter.
Bhagavaté, aha! ... (Mutter wiederholt das Mantra) OM Namo Bhagavaté ...
Ja, liebe Mutter.
(Meditation)
Hast du bemerkt, daß dieses Mantra sehr stark auf das Unterbewußte wirkt? Es hat eine sehr große Macht über das Unterbewußte.
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 3. April 1972
3. April 1972
(Gespräch mit einer amerikanischen Schülerin)
Die Dinge gehen schnell voran.
Der Körper muß lernen, nicht an sich selbst zu denken. Das ist der einzige Weg. Sobald er an sich selbst denkt, wird sein Zustand schrecklich.
Aber ich kann ehrlich und aufrichtig sagen, daß er nicht mehr denkt. Er ist hier für eine gewisse Arbeit; die Arbeit muß ausgeführt werden, und das ist alles. Komme, was da wolle - was kann ihm das schon anhaben!... Er sagt: "Alles ist zum Besten." Er kann nicht für immer in dieser gefährlichen Verfassung bleiben; entweder muß er transformiert werden oder seine Form aufgeben und verschwinden. Das soll nicht
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 11. Oktober 1972
11. Oktober 1972
(Nachdem Mutter sich über Satprems Gesundheit erkundigt hatte:)
Geht es denn im allgemeinen besser?
Ja. Ich weiß nicht, was findest du denn?
(Mutter lacht) Ich will sagen: Ist es insgesamt besser?... Hörst du nicht?
Doch, doch, ich höre! Aber du willst sagen, bei ...
Bei dir.
Oh, ich ... Ich bin ein Atom ... ich weiß nicht, ein Atom, das versucht, zu etwas nütze zu sein, das ist alles.
(Mutter nickt)
Aber ich weiß nicht, was "Ich" ist. Wenn ich dieses Ich sehe, wirkt es völlig lächerlich und finster.
(Mutter lacht)
Alles Gute daran bin überhaupt nicht "ich".
Das verstehe ich.
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 30. Januar 1972
30. Januar 1972
(Mutters Botschaft)
Sri Aurobindo ist auf die Erde gekommen, um die Manifestation der supramentalen Welt zu verkünden. Und nicht nur verkündete er diese Manifestation, sondern er verkörperte teilweise diese supramentale Kraft und gab uns das Beispiel für das, was zu tun sei, um sich auf die Manifestation vorzubereiten. Was können wir Besseres tun, als all das, was er uns sagte, zu studieren, und uns zu bemühen, seinem Beispiel zu folgen und uns auf die neue Manifestation vorzubereiten.
Das gibt dem Leben seinen wahren Sinn und wird uns alle Hindernisse überwinden helfen.
Laßt uns für die neue Schöpfung leben,
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 12. Juli 1972
12. Juli 1972
Ich bin immer zu spät dran! ... Ich glaube, wir müssen die Zeit auf halb zehn festlegen [anstatt zehn Uhr].
Wenn du halb zehn sagst, wird es elf Uhr sein! (Lachen)
Ja, ja! (Mutter gibt Satprem einen Klapps auf die Schulter)
Was hast du zu sagen?
Nun, ich kann nur sagen, daß Mutter nicht viel sagt!
(Schweigen)
Früher ... fiel dir das Sprechen leichter.
Ja.
(langes Schweigen)
Ich habe den Eindruck, eine andere Person zu werden.
Nein, es ist nicht nur das: ich berühre eine ANDERE Welt, eine andere Seinsweise, die (mit dem gewöhnlichen Bewußtsein) als eine gefährliche Seinsweise bezeichnet werden könnte
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 3. Juni 1972
3. Juni 1972
Ständig, ständig sind da Dinge, die ich dir mitteilen möchte, doch ich habe keine Gelegenheit dazu. Und absolut nichts aus der gewöhnlichen Erinnerung, nichts. Wenn es kommt, kommt es; wenn es nicht kommt ... ist es verloren.
Phantastische Dinge.
(Schweigen)
Als wanderte ich auf einer ganz schmalen Linie: auf der einen Seite Dummheit, auf der anderen Seite Genie. Und ich gehe so (Geste wie auf einem Grat)
Wovon hängt es ab? Ich weiß es nicht.
Die alten Methoden sind veraltet und die neuen noch nicht fest begründet. Und es kommt ganz plötzlich: für einige Minuten ein blendendes Licht ... etwas Wunderbares, das Gefühl eine
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 15. April 1972
15. April 1972
(Tags zuvor hatte Mutter Herzbeschwerden)
Nun? ... Hast du etwas?
Und du? (Lachen)
Mir ... (lachend) geht es gut. Manche Dinge sind schwieriger als andere. Ich nannte das "den Führungswechsel" des Herzens, das war ... ein schwieriger Moment. Aber es geht.
Neulich sah ich dieses kleine spielende Kind, das dem GROSSEN mentalen Kopf Schläge verpaßt (ich sehe es immer noch) - das ist das Supramental. Aber wie werden wir dieses Wesen nennen?... Wir dürfen es nicht "Übermensch" nennen, es ist nicht der Übermensch: es ist das Supramental. Der Wechsel vom Tier zum Menschen ist uns klar; der Wechsel vom Menschen zum suprame
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 22. März 1972
22. März 1972
(Seit drei Tagen ist Mutter "krank": heftiges Erbrechen usw.
Sie spricht mit stockender Stimme.)
Dieses Mal ist es ernst.
Ich konnte nicht essen - ich kann nicht essen (Geste des Erbrechens).
Der Körper ist auf ein Minimum reduziert.
Wir werden sehen. Wenn er durchhält, ist es gut.
Vor drei Nächten sah ich eine ungeheure Flutwelle - wie eine Flutwelle, die alles verschlang.
Ach!
Wenn ich so etwas sehe, ereignet sich meistens am nächsten Tag eine Katastrophe. Aber am nächsten Tag gab es keine Katastrophe - man könnte meinen, es habe dich getroffen. Ich weiß nicht ... eine gewaltige Flutwelle.
(nach ein