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M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 17. Februar 1973
17. Februar 1973
(Mutter bleibt lange versunken, schüttelt dann den Kopf)
Ach! ... Ich werde mit allem konfrontiert, was in der Vergangenheit und Gegenwart dem Göttlichen widerspricht ... in diesem Körper. Das heißt, die ganze Vergangenheit steigt aus dem Unterbewußten hoch, und alles, was verdrängt worden war, wird jetzt ... Und das ist nicht etwas, das ich "fühle" oder "spüre" sondern eine Wahrnehmung. Eine Wahrnehmung ... ja, wie vergeblich und irreal alle unsere Auffassungen von Gut und Schlecht, von Wohl und Übel in der göttlichen Schau erscheinen.
Alle menschlichen Begriffe sind so eng, borniert - bruchstückhaft, mit moralischen V
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 17. März 1972
17. März 1972
(Notiz Mutters)
Um sich auf die Unsterblichkeit vorzubereiten,
muß das Bewußtsein des Körpers sich zuerst
mit dem Ewigen Bewußtsein identifizieren.
@
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 19. Januar 1972
19. Januar 1972
Letztes Mal sagte ich dir, daß ich die zwölf Eigenschaften suche (Mutter nimmt ein Blatt heraus). Hier, es wurde wiedergefunden:
Aufrichtigkeit
Demut
Dankbarkeit
Ausdauer
Aspiration
Aufnahmefähigkeit
Fortschritt
Mut
Güte
Großzügigkeit
Gleichmut
Friede
Die ersten acht betreffen die Haltung dem Göttlichen gegenüber und die letzten vier der Menschheit gegenüber.
Und dann hat man einen Text Sri Aurobindos wiedergefunden (mit einer farbigen Karte der zwölf Blätter):
Das Zentrum und die vier Mächte: weiß.
Die zwölf sind alle von
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 26. November 1972
26. November 1972
(Notiz Mutters)
Bevor sie stirbt, erhebt sich die Lüge mit ihrer ganzen Macht.
Aber die Leute verstehen nur die Lektion der Katastrophe.
Muß sie eintreten, damit sie ihre Augen für die Wahrheit öffnen?
Ich verlange eine Anstrengung von allen, damit dies nicht nötig ist.
Nur die Wahrheit kann uns retten: Wahrheit in den Worten, Wahrheit in den Handlungen, Wahrheit im Willen, Wahrheit in den Gefühlen.
@
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 5. Mai 1973
5. Mai 1973
(Eines Tages - es war der 2. Mai -, als Satprem wie jeden Abend in den Canyons von Auroville wanderte, beschloß er, das Mantra in seinen Körper eindringen zu lassen.)
Willst du ... [meditieren]? Hast du etwas zu sagen?
Ich mache den Versuch, das Mantra in das physische Mental eindringen zu lassen.
(Mutter beginnt das Mantra zu wiederholen - dreizehn Mal -,
bis ihre Stimme nur noch ein gebrochener Hauch ist,
wie das Seufzen eines Kindes:)
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bhagavaté
OM Namo Bh
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 5. Februar 1972
5. Februar 1972
(Mutter hört sich das Ende der englischen Übersetzung der "Notizen auf dem Weg" an. Danach wirkt sie zermürbt und müde aufgrund der Verwirrung der Übersetzer. Nach deren Weggehen gibt sie uns lediglich den Text einer ihrer letzten Notizen und geht dann in sich.)
In aller Aufrichtigkeit zu wollen, was das Göttliche will, ist die wesentliche Voraussetzung für Friede und Freude im Leben. Fast alle menschlichen Leiden stammen von der Tatsache, daß die Menschen meist überzeugt sind, sie wüßten besser als das Göttliche, was ihnen nottut und was das Leben ihnen geben sollte. Die meisten Menschen wollen, daß die anderen dem entsp
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 30. März 1973
30. März 1973
(Auszug aus einem Gespräch mit den Lehrern der Schule. Am Schluß einer langen bedauerlichen Diskussion, in der sich die Streitereien des einen mit dem anderen entluden, wo die Rede war von den Problemen einer Lehrerin mit ihrer Zimmernachbarin, ausmündend in zornigen Worten, gefolgt von Bitten um "Segenswünsche" für ein Transportunternehmen, mit dem Foto eines Lastwagens, auf das zu schreiben Mutter gebeten wird, verkündet einer der Lehrer schließlich, daß in der Schule eine Röteln- und Mumpsepidemie herrscht und daß einer von Typhus befallen ist. Mutter hört sich all das an ... Dies wird das letzte Gespräch mit den Lehrern sein.)
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 2. April 1972
2. April 1972
(Eine Vision Sujatas in der Nacht vom 1. zum 2. April)
1000 Jahre
Satprem und ich betreten den Innenhof eines Gebäudes. Wir sehen Leute mit traurigem Gesichtsausdruck und gesenktem Kopf, feierlich, schweigend. Mutter ist tot. Alle denken, daß Mutter tot ist.
Hier und da stehen Individuen oder Gruppen von drei bis vier Menschen. Aber die meisten gehen hinaus durch eine Seitentür zu unserer Linken. Eine andere Tür befindet sich am oberen Ende einer Treppe, die vom unteren Hof hochführt und auf einer Art Brücke oder Durchgang endet. Ein oder zwei Personen kommen aus dieser Tür heraus. Sich nach rechts wendend,
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 25. Oktober 1972
25. Oktober 1972
(Satprem gibt Mutter eine Blume, und Mutter gibt sie Satprem.)
Es ist die "Macht der Wahrheit im Unterbewußten".
Wie geht es?
Physisch geht es gut, glaube ich.
Der Gouverneur wollte kommen, um sich von mir zu verabschieden, aber er ist noch nicht da. Ich habe gebeten, daß man uns benachrichtigt, wenn er eintrifft; dann setzt du dich dort drüben hin, und nachher kommst du zurück.
(nach einem Schweigen)
Im Unterbewußten sind alle Widersprüche angesammelt.
Ja.
Und das steigt so hoch (Geste eines Heraufquellens), ständig, ständig. Und deswegen hat man den Eindruck, man sei absolut dumm, unbewußt,
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 19. Mai 1973
19. Mai 1973
Das letzte Treffen
(Sujata gibt Mutter eine hellgelbe, leicht goldene Hibiskus mit einem roten Zentrum. Mutter hält die Blume, ohne sie zu sehen.
An diesem Tag waren wir voller Fragen.)
Was ist das?
"Das Ananda im Physischen".
Das brauchen wir dringend.
Ja, Mutter.
Und du?
Ich dachte an ein Zitat von Sri Aurobindo ... In Savitri sagt er deutlich: "Allmächtige Kräfte sind in den Zellen eingeschlossen." [["Almighty powers are shut in Nature's cells." (IV.III.370) ]]
In ...?
In den Zellen.
Ach!... Wie interessant!
ALLMÄCHTIGE Kräfte.
(Schweigen)
Sagt er nicht mehr darüber?