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M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 6. Dezember 1972
6. Dezember 1972
(In der Nacht vom 5. zum 6. verwüstete ein heftiger Orkan Pondicherry. In Nandanam erblühte mitten im zerstörten Garten eine weiße Hibiskus. Satprem legt die Blume auf Mutters Schoß.)
Mitten im Orkan erblühte eine "Grace"-Blume, liebe Mutter.
(Schweigen)
(Man hört die Axtschläge der Gärtner, die die abgebrochenen Äste des gelbblühenden großen Flamboyanten entfernen - der "Service"-Baum über Sri Aurobindos Grab.)
Der Baum, der mir alle meine "Transformations"-Blüten gab [bei Satprem] ist verschwunden. Und auch der "Service"-Baum: es sind Äste abgebrochen.
Früher passierte hier so etwas nicht ...
Das
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 26. Juli 1972
26. Juli 1972
(Um zu versuchen, Ordnung in den Buchvertrieb zu bringen, hatte Mutter einen jungen Lehrer der Schule beauftragt, die Angelegenheit der "Verlagsrechte" zu überprüfen. Mutter spricht zuerst über diesen jungen Lehrer)
Er hat "Skelette" [[Englischer Ausdruck: "Skelette im Schrank", das heißt verdeckte Missetaten. ]] entdeckt.
Armer M [Leiter der "All India Press"], er war so außer Fassung!
Ja, aber er ist nicht der wirklich Schuldige: es ist der andere im Hintergrund, SABDA.
Ach, das ...
Deshalb hat er so empfindlich reagiert, er ist empfänglicher. Der andere ist völlig in seiner Lüge eingeschlossen.
Bei de
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 20. September 1972
20. September 1972
(Satprems Augen betreffend, die in schlechter Verfassung sind.)
Wie geht es deinen Augen?
Und du, wie geht es dir?
Ich ... Das Bewußtsein schreitet fort.
(Satprem legt seinen Kopf auf Mutters Schoß.
Mutter legt ihre linke Hand auf Satprems rechtes Auge.)
Wenn du zehn Tage lang nichts tätest ... deine Augen nicht zum Lesen oder Schreiben benützt - nichts anschaust und nur siehst, was unerläßlich ist, um zu essen, um dich zu bewegen. Ich weiß nicht, es gibt eine automatische Sicht, die nicht ermüdet. Wenn man "hinsieht", ermüdet es. Ich wünsche dir zehn Tage dieser automatischen Sicht.
Verstehst
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 8. April 1972
8. April 1972
Du erinnerst dich vielleicht, daß Monsignore R dir im Januar schrieb und du dich lange auf ihn konzentriertest. Dann hast du mich gebeten, ihm zu schreiben und zu fragen, ob er sich irgendeiner Sache bewußt war [[Siehe das Gespräch vom 29. Januar. ]] . Ich erhielt seine Antwort: ein Brief, der an mich adressiert war, und ein anderer an dich. Er sagt mir folgendes (seine Antwort verzögerte sich wegen Kardinal Tisserants Tod):
Mein Bruder,
"... tatsächlich empfing ich an diesem 29. Januar (zwischen 5 und 6 Uhr) Mutters Besuch. Ein innerer Besuch - an dem aber für mich nicht der Schatten eines Zweifels besteht. So viele Dinge
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 17. Juni 1972
17. Juni 1972
(Mutter gibt Sujata und Satprem eine Girlande
aus "Patience"-Blumen.)
Wir brauchen viel, viel davon.
Ja!
Die Anzeichen sind immer offensichtlicher, aber wir brauchen eine unerschütterliche Geduld.
Die geringste falsche Bewegung erzeugt sofort ein schreckliches Unbehagen. Die unbedeutendste Sache.
Das Leben ist nur so erträglich (Mutter öffnet ihre Hände nach oben).
Und der Körper - der Körper selbst - fühlt sich wie ein kleines Baby, das sich in den Armen des Herrn wiegt. Und wenn er diese Haltung auch nur für wenige Sekunden verläßt, spürt er, daß es der Tod ist - die Auflösung.
Die kürzesten Stunden sind
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 21. Oktober 1972
21. Oktober 1972
Sieh, wie hübsch sie ist!
(Mutter gibt Satprem eine weiße Lotosblüte)
Und wie geht es dir, liebe Mutter?
(nach einem langen Schweigen)
Verstehst du, entweder müßte man in jeder Minute alles erzählen, was geschieht, oder es gibt nichts zu sagen.
Wenn ich nichts sage und so bin (Geste mit offenen Händen) ... in der Haltung einer vollkommenen Hingabe, dann geht alles gut. Beim GERINGSTEN Anlaß, der mich aus dem herausreißt, fühlt es sich an, als müsse ich sterben.
Das ist außerordentlich.
Solange ich darin bin, habe ich den Eindruck, als sei es das ewige Leben.
(Schweigen)
Und wenn ich da heraustrete, ist
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 6. September 1972
6. September 1972
(Das Gespräch beginnt um halb elf anstatt um zehn Uhr.)
An deinen Tagen - mittwochs und samstags - empfange ich nur die Geburtstagsbesucher des Ashrams, aber stell dir vor, wir sind jetzt mehr als zweitausend Leute! Folglich ... die anderen "birthdays" sehe ich an anderen Tagen als Gruppe, und trotzdem kommen so viele Leute an deinen Tagen - besonders nächsten Samstag, dem 9. (viele Leute vom Ashram sind am 9. geboren).
Ja, ja, Mutter, ich habe verstanden! (Lachen)
Deshalb werde ich gezwungen sein, dich um halb elf anstatt um zehn Uhr kommen zu lassen. [[In Wirklichkeit um elf ... ]]
Und wie geht es dir
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 13. September 1972
13. September 1972
Dies hatte ich neulich geschrieben (Mutter zeigt einen Zettel), und Pranab sagte mir: "Oh, das wäre doch eine gute Botschaft für das neue Jahr!" Aber es ist auf englisch ... Kannst du es lesen?
"When you are conscious of the whole world at the same time, then you can become conscious of the Divine."
Ich will damit nicht sagen, daß man automatisch, wenn man sich der Welt bewußt ist, auch des Göttlichen bewußt wird, sondern: Wenn man ein ausreichend weites Bewußtsein hat, um die gesamte Welt erfassen zu können, dann kann man auch die Fähigkeit erlangen ...
Wie soll ich sagen? ... Ich will es nicht zu deutlich sagen, s
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 26. Januar 1972
26. Januar 1972
Was gibt es Neues?
Nichts. Nichts zu sagen.
Geht es dir gut?
Ich weiß nicht.
(Schweigen)
Der Doktor, der mein Bein behandelte und dann nach Delhi abreiste, ist zurückgekommen; er sah es sich heute an und sagte, die Heilung gleiche einem Wunder. Es ist fast gesund - nicht ganz, aber fast.
(Schweigen)
Was ich dir sagte, hält an - allerdings mit einer Verbesserung. Das heißt, es entwickelt sich zum Guten. Nur das Sprechen ist noch schwierig - Sprechen und Essen sind zwei sehr schwierige Dinge.
@
M u t t e r s A g e n d a Bd 13 - 21. März 1973
21. März 1973
Was gibt es Neues?
Letzte Nacht habe ich dich gesehen.
(In einem begeisterten Ton) Aha!
Es ist seltsam: ich versuchte, ein neues Bett für dich zu erfinden oder herzustellen, als sei deines nicht bequem. Ein Bett, das dir eine etwas bessere ... ja, eine bequemere Haltung ermöglichen könnte. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll.
Ich schon. Das ist sehr gut! (Lachen)
Das ist sehr gut.
(Schweigen)
Wie spät ist es?... Was möchtest du tun? [[Mutter meint natürlich ein kontemplatives Schweigen. ]]
Was du willst.
Nein, (lachend) ich stehe dir zur Verfügung.
Hast du nichts zu sagen?
Ich habe bemerkt,